Vor neun Jahren haben sich die schwersten Terroranschläge der Geschichte Belgiens ereignet. Am Samstag ist mit Schweigeminuten und einer Gedenkzeremonie an die Opfer erinnert worden.
Um genau 07:58 Uhr fand in der Abflughalle des Flughafens Zaventem eine Schweigeminute statt. Vor der Gedenktafel in der Abflughalle legten Menschen Blumen nieder oder blieben als Zeichen der Trauer einen Moment lang stehen. Auch in der U-Bahn-Station Maelbeek fand um 09:11 Uhr eine Schweigeminute statt.
Im Anschluss gab es eine Gedenkzeremonie vor dem Denkmal am Schuman-Platz in der Brüsseler Innenstadt, unter Mitwirkung des Orchesters der belgischen Marine. Dabei wurden die Namen aller Opfer verlesen. Mitglieder der Föderalregierung legten einen Blumenkranz nieder.
Vor neun Jahren zündeten zwei Selbstmordattentäter zwei Bomben in der Abflughalle des Flughafens Zaventem. Die erste Explosion geschah um 07:58 Uhr in der Nähe des Starbucks-Cafés. Neun Sekunden später explodierte eine zweite Bombe in Höhe des Abflugschalters von Brussels Airlines. Ein dritter Attentäter zündete seine Bombe nicht und flüchtete. Er wurde später gefasst und zusammen mit fünf Mittätern im Juli 2023 unter anderem wegen der Morde verurteilt.
Etwas mehr als eine Stunde später sprengte sich ein vierter Terrorist in der Metrostation Maelbeek in die Luft. Insgesamt wurden bei den Anschlägen vom 22. März 2016 35 Menschen getötet und hunderte verletzt.
Auch neun Jahre nach den Anschlägen melden sich neue Opfer. Dabei handelt es sich meist um Menschen, die die Anschläge miterlebt haben, aber nicht körperlich verletzt wurden. Das erlebte Trauma beeinträchtigt ihre psychische Verfassung erst Jahre später.

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