Der SNCB-Auftrag für 600 neue Züge ist noch nicht unter Dach und Fach. Das erklärte am Mittwoch der föderale Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés).
Crucke erklärte, die Entscheidung, mit dem spanischen Unternehmen CAF als bevorzugtem Bieter weiterzuverhandeln, sei vom SNCB-Verwaltungsrat einstimmig getroffen worden. Eine definitive Entscheidung werde aber erst nach Abschluss der Verhandlungen getroffen.
Alle anderen Bieter könnten dann gegen die Entscheidung Einspruch erheben. Der Minister verwies dabei auf die EU-Regeln bei öffentlichen Ausschreibungen. Er sagte aber auch, die EU müsse die Vorgaben lockern. Die lokale Wirtschaft und Arbeitsplätze sollten auch in die Entscheidung mit einfließen dürfen.
Dass der Auftrag an CAF gehen soll, stößt beim Konkurrenten Alstom auf Kritik. Der Benelux-CEO des französischen Konzerns, Bernard Belvaux, spricht sogar von einer "schockierenden" Entscheidung.
belga/vk