Wegen der Lage in der Demokratischen Republik Kongo stellt Brussels Airlines vorerst den Flugverkehr in das Land ein. Der für Mittwoch geplante Flug nach Kinshasa und der für Donnerstag geplante Rückflug wurden gestrichen.
Am Dienstag hatten wütende Demonstranten in der Hauptstadt Kinshasa die Botschaften mehrerer Staaten belagert, dazu zählten auch die Botschaften von Belgien, Frankreich und den USA.
Das Tor der belgischen Botschaft wurde in Brand gesteckt. Die Menschen versuchten in das Innere des Botschaftsgebäudes vorzudringen. Die Polizei konnte das verhindern.
Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden die Sicherheitsvorkehrungen in den ausländischen Botschaften inzwischen verstärkt. Die USA haben ihre Staatsbürger aufgefordert, das Land zu verlassen.
Rebellen der Gruppe M23 hatten am Montag die Provinzhaupstadt Goma erobert, seitdem ist die Stadt hart umkämpft. Offensichtlich werden die Rebellen von Soldaten aus Ruanda unterstützt. Der Kongo hat den Weltsicherheitsrat zum Handeln aufgefordert. Außenministerin Wagner stellte die Frage, welches internationale Recht Ruanda noch verletzen müsse, damit der Rat endlich die notwendigen Maßnahmen ergreife.
vrt/sh