Attentate von Brüssel: Prozessauftakt um „einige Wochen“ verschoben

Der Prozess um die Terroranschläge von Brüssel vom 22. März 2016 wird verschoben - wegen Unstimmigkeiten bei der Ausstattung des Saals. Das hat die Sprecherin des Brüsseler Assisenhofes, Anne Leclercq, bestätigt.

Die Glaskästen für die Angeklagten im Brüsseler Terrorprozess werden umgeändert (Bild: Dirk Waem/Belga)

Die Glaskästen für die Angeklagten im Brüsseler Terrorprozess werden umgeändert (Bild: Dirk Waem/Belga)

Ein neues Datum wurde nicht bekannt gegeben. Nach Angaben aus Justizkreisen soll der Prozess um einige Wochen verschoben werden.

Eigentlich hätte der Gerichtsprozess am 10. Oktober in Brüssel eröffnet werden sollen. Hintergrund für die Verschiebung ist ein Urteil der zuständigen Gerichtsbehörde, die die Glaskästen für die Angeklagten als nicht zulässig eingestuft hatte.

Bei den Glaskästen handelt es sich um Einzelkabinen. Darin sind die Angeklagten von ihren Verteidigern getrennt und können nicht direkt mit ihnen sprechen, was die Verteidigung der Angeklagten kritisiert hatte.

Die Einzelkabinen müssen nun umgebaut oder abgebaut werden. Wann die Umgestaltung fertig sein wird, ist ebenfalls offen.

Bei dem Prozess um die Brüsseler Attentate handelt es sich um einen der wohl größten Gerichtsprozesse in der Geschichte Belgiens. Dazu war das ehemalige Nato-Hauptquartier aufwändig umgebaut worden.

belga/dop

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