Belgian Pride zieht zum 20. Mal durch Brüssel

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause sind am Samstag wieder tausende Menschen bei der Belgian Pride durch die Straßen von Brüssel gezogen.

20. Belgian Pride in Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

20. Belgian Pride in Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Es ist die 20. Auflage der Parade, bei der homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen gemeinsam auf ihre Rechte aufmerksam machen. Die Veranstalter hatten mit 100.000 Teilnehmern gerechnet.

Unter dem Motto „Open“ fordert die Gemeinschaft der LGBTQI+ mehr Anerkennung in der Gesellschaft. So geht es darum, Tabus rund um Sexualität abzubauen und Diskriminierung aufgrund einer Geschlechtszugehörigkeit zu vermeiden.

Zu den konkreten Forderungen gehören zum Beispiel die Zulassung von Homosexuellen zu Blutspenden und eine strengere Verfolgung von homophoben Straftaten.

belga/rtbf/est

3 Kommentare
  1. Peter Schallenberg

    Ja, das war einmal eine gute und absolut notwendige Sache! In den verstaubten 80-er und auch den 90-er Jahren bin ich mitmarschiert, wir waren Schwule und Lesben, die endlich Gleichberechtigung wollten.

    Dann wurde der Bewegung alle möglichen anderen sexuellen „Identitäten“ aufgedrückt, LGBTQIA und was noch alles, schließlich waren wir ja soooo tolerant und hatten uns ja alle soooo doll lieb! Dafür ging mehr und mehr der Zusammenhalt verloren.

    Zum Schluss nahmen dann die so genannten Grünen die ganze Bewegung in Beschlag und formulierten quasi ihr Alleinvertretungsrecht. Damit verkam die ganze Aktion zu einem beliebigen grün angestrichenen Karneval ohne jeden echten Anspruch.

    Machen wir uns nichts vor: das mit Herzblut und Engagement betriebene Netzwerk, die vielen privaten Initiativen und die lebendige Szene von vor 30- 40 Jahren gibt es so nicht mehr. Deswegen, Jungs und Mädels, geht aber fragt euch bitte gelegentlich mal, wohin es gehen soll.

  2. Dieter Leonard

    Gibt es eigentlich irgendeine “Fehlentwicklung”, die die “Grünen” nicht zu verantworten haben, Herr Schallenberg oder brauchen Sie einfach nur ein Feindbild, an dem Sie sich abarbeiten können?

  3. Frank Mandel

    Um die Frage zu beantworten: ja die „Grünen“ sind für viele „Fehlentwicklungen“ verantwortlich.
    Und nein, um zu dieser Antwort zu kommen, muss man sich nicht abreagieren wollen.
    Ein Feindbild ist dafür auch nicht nötig.
    Man muss nur genau hinschauen.