Engie präzisiert seine Bedingungen für Laufzeitverlängerung von Doel 4 und Tihange 3

Der französische Energiekonzern Engie hat seine Bedingungen vorgelegt, unter denen eine mögliche Laufzeitverlängerung der Kernreaktoren Doel 4 und Tihange 3 ins Auge gefasst werden könne. Das Unternehmen fordert eine gleichmäßige Verteilung der Risiken und einen klaren und stabilen Rechtsrahmen.

Engie Electrabel (Bild: Thierry Roge/Belga)

Illustrationsbild: Thierry Roge/Belga

Am 18. März hatte die Föderalregierung beschlossen, dass eine Laufzeitverlängerung von Doel 4 und Tihange 3 dann doch wieder eine Option sein soll. Eine entsprechende Anfrage wurde denn auch gleich an den Betreiber der Atomkraftwerke gerichtet, den französischen Energiekonzern Engie. Demnach würde man die beiden jüngsten Kernreaktoren bis 2035 am Netz halten.

Engie hatte aber schon im Vorfeld klargemacht, dass das Unternehmen eigentlich die Atomkraft auslaufen lassen wolle – und dass Planung und Umsetzung einer möglichen Laufzeitverlängerung fünf Jahre Vorlauf brauchten. Da die Meiler eigentlich 2025 abgeschaltet werden sollten, wird das sehr knapp – zu knapp. Wegen der späten Entscheidung der belgischen Regierung wären die Reaktoren wohl erst 2027 wirklich einsatzbereit, hatte es schon im März geheißen.

Jetzt hat Engie seine Bedingungen nochmal weiter ausformuliert. Demnach müssten die finanziellen Risiken gleichmäßig verteilt werden. Außerdem müsse sich ein solches Projekt in einen klaren und stabilen Rechtsrahmen einbetten, der auch schon die Problematik der Lagerung des Atommülls, sowie den Rückbau der Anlagen beinhalten müsse.

Roger Pint

2 Kommentare
  1. Freddy Langer

    Bis 2035 diese Kernkraftwerke in Betrieb halten ist sinnvoll; sinnvoller wäre es, bis 2035 mehrere neue, moderne AKW’s zu bauen, um den immer steigenden Strombedarf decken zu können.

  2. Manz Hannelore

    Mit den 600millionen Gewinn was die gemacht haben! können sie ja ein neues bauen, oder wo geht das (unser) Geld hin?