Historischer Höhenflug: Spritpreise gehen durch die Decke

"Einmal volltanken" - das ist inzwischen fast schon Luxus. Die Benzinpreise haben am Dienstag die 2-Euro-Schallmauer durchbrochen. Das ist ein historischer Rekord. Ursache ist in erster Linie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Für Branchenvertreter ist jetzt wieder die Regierung am Zug: Eine weitere Senkung der sogenannten Akzisen könnte zumindest ein wenig Abhilfe schaffen.

Zapfsäule, Tankstelle, Benzin (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Bild: Bruno Fahy/Belga

Viele Menschen sind es leid. Die Energiepreise steigen und steigen und steigen. Jetzt hat der Benzinpreis eine – wie es immer so schön heißt – „psychologische Schwelle“ überschritten: Ein Liter E10, also 95er Benzin, kostet ab Dienstag 2,02 Euro. Es ist das erste Mal, dass in Belgien die 2-Euro-Grenze geknackt wird. 98er-Benzin kostet sogar 2,20 Euro. Und das ist vielleicht noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Verschiedene Faktoren spielen hier eine Rolle: Erstmal natürlich die Preise auf den internationalen Märkten. Diese werden in erster Linie durch den Krieg in der Ukraine nach oben getrieben, sagte in der RTBF Olivier Neirynck vom belgischen Verband der Kraftstoffhändler, Brafco – durch den Krieg, aber auch dessen Auswirkungen, also die tatsächlichen und möglichen Sanktionen. Darüber hinaus wurden die Preise aber auch schon befeuert durch den Aufschwung nach dem vorläufigen Ende der heißen Phase der Corona-Krise. Das sorgt für einen erhöhten Bedarf. Und so geraten Angebot und Nachfrage ein wenig aus dem Gleichgewicht.

Das derzeit größte Problem ist aber das drohende Öl-Embargo, das die EU-Kommission vorbereitet, sagte Brafco-Geschäftsführer Johan Mattart in der VRT. Pro Tag werden rund 3,5 Millionen Barrel russisches Erdöl in die EU eingeführt. Wenn man darauf verzichten will, dann braucht man Alternativen – Alternativen, die andere erdölexportierende Länder nicht liefern wollen oder nicht liefern können. Das treibt die Preise nach oben.

Auf den internationalen Märkten haben insbesondere die Europäer auch noch ein anderes Problem: Der Euro hat in den letzten Monaten gegenüber dem Dollar doch empfindlich an Wert eingebüßt. Das Problem ist, dass Öl-Geschäfte aber immer noch in Dollar abgewickelt werden. Durch den Kursverlust des Euro verteuern sich Brennstoffe also nochmal zusätzlich.

Das alles ist aber nur die halbe Wahrheit – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist so, dass der reine Ölpreis nur zur Hälfte den Preis an der Zapfsäule bestimmt. Beispiel: E10-Benzin. Der Liter kostet ja ab Dienstag 2,02 Euro. Laut Erhebungen der VRT geht ziemlich genau ein Euro davon auf das Konto des reinen Ölpreises. 35 Cent entsprechen der Mehrwertsteuer, 46 Cent den Akzisen. Die verbleibenden 20 Cent sind die Kosten für die Verteilung und die Gewinnmarge.

Also: Rund 80 Cent sind Steuern oder Abgaben. Das entspricht 40 Prozent des Endpreises. Die Regierung hatte Mitte März schon einmal die Akzisen ein wenig gedeckelt. Ohne diese Senkung läge der Benzinpreis jetzt noch 20 Cent höher. „Aber da ist immer noch Spielraum“, sagt Olivier Neirynck vom belgischen Verband der Kraftstoffhändler. Der europäische Schwellenwert wurde noch nicht unterschritten, sodass man da noch knapp zehn Cent rausholen könnte.

Dann muss man das nur noch wollen. Die Akte wird wohl schon sehr bald wieder auf dem Tisch der Regierung landen. Gerade am Montag war ja auch schon die PS vorgeprescht: Die frankophonen Sozialisten legten einen Katalog von 13 Vorschlägen vor, mit denen insbesondere der Mittelschicht unter die Arme gegriffen werden soll. Da steht zwar im Wesentlichen die Stärkung der Kaufkraft insgesamt im Mittelpunkt, also, grob gesagt z.B. die Anhebung der Löhne in gewissen Einkommenskategorien oder die Lohn-Index-Bindung. Aber natürlich geht es da auch um die Energiepreise.

Premierminister Alexander De Croo wartet seinerseits auf die Empfehlungen eines Expertengremiums, das ebenfalls Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft erarbeiten soll. Bei alledem darf man allerdings die leeren Staatskassen nicht vergessen. Die EU-Kommission stellt Belgien in ihrem Frühjahrsgutachten ein doch ziemlich verheerendes Zeugnis aus. Die Spielräume sind also sehr begrenzt. Um es mit der Zeitung De Standaard zu sagen: „Die Bäume wachsen eben nicht in den Himmel…“

Roger Pint

27 Kommentare
  1. Kurt Gouders

    Unser tolle Regierung hat doch immer und immer nur Ausreden.Türkei:Dieselpreis 1.375,Benzinpreis 1.408 .
    Polen:Dieselpreis 1,59 Benzinpreis 1,43, und diese beiden Länder zahlen auch den Aktuellen Preis am Ölmarkt.
    Wo ein Wille da ein Weg,aber so kennen wir ja unsere Regierung eigene Gehälter zu erst erhöhen und der Bürger bekommt danach auch ein Krümel wenn es gut geht.

  2. Guido Schwartz

    Lassen wir zunächst die „Staatsquote“, die in den Abgabepreis pro Liter eingerechnet ist, einmal außen vor. In den Tagen vor Beginn des Ukrainekriegs lag der Raffineriekostenanteil, am Gesamtpreis je Liter, bei ca. 0,40 €. Im Folgezeitraum ist dieser Kostenanteil auf zeitweilig mehr als das Doppelte gestiegen. Diese Kosten haben nichts mit gestiegenen Rohölpreisen zu tun. Die großen Raffinerien sind autark handelnde Unternehmen die, am Ende der Eigentümerkette, letztlich wieder den großen Tankstellenmultis gehören. Ergo, klare Kriegsgewinnlerei auf Kosten der Volkswirtschaft. Aber auch die Staatskasse verdient, nicht zuletzt über die Umsatzsteuer, fleißig mit. Nicht zu vergessen die verschiedenen, politisch motivierten „Erziehungsgeldabgaben“, für die menschheitsgefährdenden, verbrennungsmotorbetreibenden Umweltterroristen, die auch im Literpreis stecken. Aber jetzt nicht gleich auf „die Politiker“ eindreschen! Wer hat diese denn gewählt? Genau, das waren wir, die Bürger des jeweiligen Staates. Die Küche kann halt nicht 3 Sterne haben, wenn der Koch nur Systemgastronomie kann.

  3. Lutz-René Jusczyk

    Spontan in die Runde gefragt: Wäret ihr bereit, für ein Ölembargo gegen Russland einen Spritpreis von um die 3 Euro und eine Rezession in Kauf zu nehmen?

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr jusczyk

    Auf Ihre Frage lautet meine Antwort Nein.Weil es nichts nutzt.Ein Preis von 3 Euro pro Liter würde zu sozialen Unruhen führen und Putin in die Hände spielen.Die sozial Schwachen haben schon genug gelitten während der Pandemie.Die sind am Ende.Die jetzige Politik ist auch eine negative Konsequenz von Akademiker-Parlamenten.

    Frage an Sie: Können Sie sich einen Preis von 3 Euro leisten? Wahrscheinlich ja, sonst kämen Sie nicht auf diese Frage.

  5. Peter Schallenberg

    Herr Jusczyk, ganz klare Antwort: ich definitiv nicht! Ich sage das frei heraus und lasse mir kein schlechtes Gewissen mehr einreden.

    Zum einen zweifele ich die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme an und vermute das nur die üblichen Krisen- und Kriegsgewinnler davon profitieren werden.
    Zum anderen bin ich nicht bereit fast 4 Stunden am Tag nur für Hin- und Rückweg zu meinem Arbeitsplatz zu investieren nur weil der zu nutzende ÖPNV unzuverlässig, umständlich und für seine Leistung viel zu teuer ist. Meine Dienstzeiten beginnen und enden auch schonmal zu Zeiten, in denen Bus und Bahn wenn überhaupt dann nur im Stundentakt fahren.

    Um eine saftige Rezession werden wir so oder so nicht drum herumkommen und das fehlende bzw. falsche Konzept der „Friedenswährung Euro“ wird ein weiteres dazu beitragen.

  6. Lutz-René Jusczyk

    Sie brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben.
    Ich gebe zu, dass ich zeitweise nicht nur ein Öl-, sondern ebenso ein Gasembargo befürwortet habe; inzwischen habe ich davon jedoch Abstand genommen, weil es sich m.E. immer deutlicher herauskristallisiert, dass Putin felsenfest entschlossen ist, diesen Krieg bis zum bitteren Ende zu führen, da er nicht nur um seine politische, sondern ebenso um seine physische Existenz kämpft.
    Anders ausgedrückt: Der Krieg wird erst dann enden, wenn er nicht mehr an der Macht ist.
    Die Verluste auf Seiten der russischen Streitkräfte sind so hoch, dass es für Putin nunmehr keine gesichtswahrende Lösung geben kann.
    Ein Energieträgerembargo wird nichts an der Entschlossenheit des Kremlherrschers ändern.
    Nach rationalen Erwägungen müsste Russland den Krieg unverzüglich beenden, um weiteren Schaden vom eigenen Land abzuwenden. Nach über 20.000 gefallenen Soldaten, ohne bisher auch nur einen einzigen nenneswerten Erfolg erzielt zu haben, kann Putin jedoch nicht in Friedensverhandlungen eintreten, ohne damit sein Ende zu besiegeln.

  7. Horst Emonts-pool

    Ich finde es komisch, dass wir immer gerade unser Erdöl von da bekommen wo im Moment Krieg ist. Damals, Irak, oder Saudi Arabien. Nur damals waren Ölpreise viel höher, aber Benzin und Diesel waren Trotzdem billiger.
    Ich sage es doch immer, der Autofahrer muß die ganze Misswirtschaft bezahlen.
    Wer bezahlt die neuen Stromleitungen und Ladestationen die noch installiert werden müssen. Millionen Kilometer Kupferkabel in Europa. Kupfer ist ja in der Herstellung soo Umweltfreundlich. Für die Schadstoffes , die da wieder produziert werden, könnten wir bestimmt noch einige Duzende Jahre Verbrenner fahren.
    Heute habe ich noch einen Bericht gelesen, daß sich die Preise für Elektroautos nahezu verdoppeln werden, sobald Verbrenner verboten sind. Das kann ich mir bestimmt nicht mehr leisten. Wer bringt mich denn zum Einkaufen, oder zum Facharzt, und so weiter?
    Dann werde ich mich immer wieder bei den Grünen melden, denn sie wollten es doch so.

  8. Guido Scholzen

    Kraftstoffpreise in Russland, 17.05.2022
    Benzin 0,36 € / 51,91 RUB
    Diesel 0,39 € / 55,34 RUB
    Super 0,42 € / 60,00 RUB

    Wir brauchen russisches Öl.

  9. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr jusczyk

    Man merkt, dass Sie Theologe sind, denn Sie meinen durch das Bringen von Opfern etwas erreichen zu können.Besser ist es, über Effizienz nachzudenken.

    Während der beiden Weltkriege bekam die Bevölkerung aller Kriegsparteien gesagt, man solle Opfer bringen für den Sieg.Während gleichzeitig die Staatsführungen es sich gut gehen ließen.Die lebten wie die Maden im Speck.Ein Churchill brauchte nicht auf seine Zigarren und Whisky zu verzichten und Göring war am Ende des Krieges kugelrund.

    Die Bevölkerung hat durch die Preissteigerungen schon genug gezahlt.Irgendwann muss Schluss sein.

    Herr Schallenberg

    Es gibt die Möglichkeit der Besteuerung von sogenannten Übergewinnen. Nur wird nicht von der Möglichkeit kein Gebrauch gemacht.

    Es gibt einfach keinen politischen Willen etwas gegen die hohen Spritpreise zu machen.Das ist das größte Problem.Der Staat hat Mehreinnahmen ohne Steuern zu erhöhen.Und die Preissteigerungen sind ein wunderbares Themenfeld, wo Politiker sich profilieren können.

  10. Peter Mertens

    Und ich schreibe es nochmal, wir boykottieren eine oder 2 Wochen eine bestimmte Marke,dann werden wir sehen ob dort der Kraftstoffpreis an der Tankstelle sinkt.

  11. Horst Emonts-pool

    Herr Mertens. Ich finde diese Idee nicht schlecht, aber nicht effektiv genug. Ich hatte schon vor zehn Jahre einmal im Grenz Echo geschrieben, wir schicken an einem bestimmten Tag alle unsere Nummernschilder zurück, dann werden den Steuern Erfinder in Brüssel bestimmt ein Licht aufgehen.
    Autofahrer_innen finanzieren alles. Mehr als jeder zehnte lebt in Europa irgendwie vom Auto, insbesondere unsere Volksvertreter.

  12. Peter Mertens

    Werter Herr EMONTS-POOL
    Aber das kostet uns nichts, ob ich nun die Tankstelle auf der linken oder rechten Straßenseite benutze macht keine Aufwand.
    Aber der betroffene Konzern wird es merken, es wird wehtun wenn sich das ganze Land mal einig würde.
    Aber wie immer im Leben, mir egal, hilft sowieso nicht und weitere Ausreden.
    Hier schreiben auch viele, keiner macht was……

  13. Alessandro Vega

    „Kraftstoffpreise in Russland, 17.05.2022
    Benzin 0,36 € / 51,91 RUB
    Diesel 0,39 € / 55,34 RUB
    Super 0,42 € / 60,00 RUB

    Wir brauchen russisches Öl.“

    Die aktuellen Spritpreise liegen nicht an einem Mangel des Öl´s .
    Davon fließt noch genug, aktuell machen sich nur deverse Leute die Taschen voll.

    Mal davon abgesehen schauen Sie sich mal was die Russen von ihrem Gehalt im Schnitt ausgeben. Klar der Sprit hier ist knapp vier mal teurer, dafür verdient man hier aber auch mehr als 6 mal mehr im Schnitt.

  14. Lutz-René Jusczyk

    »Man merkt, dass Sie Theologe sind, denn Sie meinen durch das Bringen von Opfern etwas erreichen zu können. Besser ist es, über Effizienz nachzudenken.«

    Ersteres habe ich nie behauptet.
    Selbstverständlich kommt es auf Effizienz an; – worauf denn sonst?
    Möglicherweise haben nicht wenige (und da möchte ich mich selbst ausdrücklich mit einschließen) zu hohe Erwartungen an die Effektivität von Sanktionen gehabt: Das Angebot in den Supermärkten Russlands ist nach wie vor groß, die McDonald’s-Filialen werden künftig von einem russischen Investor übernommen, so dass in Russland niemand auf Fast-Food verzichten muss, und der Rubelkurs liegt im Vergleich zum Euro und Dollar sogar auf einem höheren Niveau als vor dem Krieg.
    Russland profitiert massiv von den hohen Erdöl- und Gaspreisen und kann durch die Abrechnungsmodalitäten seine Landeswährung stützen, woraus nicht zuletzt der hohe Umrechnungskurs resultiert.
    Es bestätigt sich einmal mehr: Kriege werden nicht durch Sanktionen, sondern durch Erfolge auf dem Schlachtfeld entschieden.

  15. Guido Scholzen

    Stimmt, Herr Vega.

  16. Norbert Schleck

    „Ich hatte schon vor zehn Jahre einmal im Grenz Echo geschrieben, wir schicken an einem bestimmten Tag alle unsere Nummernschilder zurück, dann werden den Steuern Erfinder in Brüssel bestimmt ein Licht aufgehen.“

    Ein toller Vorschlag. Zum Glück ist vor zehn Jahren niemand darauf eingegangen und hoffentlich auch heute nicht.

    Das Nummernschild zurückschicken bedeutet Abmeldung des Fahrzeugs.
    Ohne Zulassung darf man nicht auf die Straße. Im Übertretungsfall droht eine Geldstrafe.
    Das Fahrzeug wird zum Gebrauchtwagen und braucht eine neue Zulassung.
    Gerafft: Technische Kontrolle, Immatrikulationsantrag einsenden, auf das neue Schild warten, Anmeldegebühr bezahlen.
    Fahrt zur Arbeit mit dem Fahrrad?
    Was machen die, für die es beruflich unentbehrlich ist?
    Und bis das Amt diese Abmeldungen und Neuanträge alle bearbeitet hat, das kann dauern…

    Nicht ganz ernst gemeint, dieser Vorschlag… oder doch?

  17. Lutz-René Jusczyk

    Falls ihr euch fragt, wo das ganze Geld hinfließt, kann ein Blick in den Liveblock zum Ukraine-Krieg bei ZEIT-Online weiterhelfen. Dort heißt es:

    »Die Energieexporte nach Europa bringen dem Kreml derzeit täglich 800 Millionen Euro ein und füllen Wladimir Putins Kriegskasse.«

    Ja, ihr habt richtig gelesen: Aus den Ländern der EU fließen jeden Tag fast 1 Milliarde Euro in Richtung Russland!

  18. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr jusczyk.

    Sie haben recht.

    Aufgrund der Finanz-Sanktionen kann Russland nicht viel machen mit den Euros in den westlichen Ländern.Haben daher für Russland nur begrenzten Wert. Deswegen macht ein Ölembargo wenig Sinn.Sogar die riesigen russischen Goldreserven haben nur begrenzten Nutzen, wenn niemand das Gold kaufen möchte.

  19. Guido Scholzen

    Zar Putin verdient zwar viel Geld, doch was nützt das, wenn er es im Ausland nicht ausgeben kann für wichtige Teile.
    und die russischen Waffen sind meist ‚made in Russia‘; und scheinbar kommt Produktion, Nachschub und Reparatur in Sachen Kriegsmaterial überhaupt nicht voran.
    Der militärisch-industrielle Komplex der russländischen Föderation ist scheinbar ein schwerfälliger Apparat und auf den Ernstfall nicht vorbereitet.
    Es erinnert fast an die Ineffezienz wie zu Sowjet-Zeiten.

  20. Horst Emonts-pool

    Her Schleck. Sie sollten sich zuerst mal informierten bevor sie wiedersprechen. Wenn ich ein Fahrzeug anmelde was schon einmal auf meinem Namen zugelassen war, brauche ich nur das neue Nummernschild zu bezahlen. Ich hatte früher mal einen Wagen den ich verkaufen wollte. Ich hatte mein Nummernschild natürlich zurück geschickt. Weil ich den Wagen aber nicht verkauft bekam, habe ich ihn behalten und wieder angemeldet. Man bezahlt als Eigentümer nur einmal Zulassung und CO2 Steuer auf den gleichen Wagen. Also Nummernschilder zurück schicken kostet uns 30€. Es heißt doch immer Solidarität. Dann geht eben keiner zur Arbeit. Ein kontrollierter Generalstreik würde die Politik garantiert in die Knie zwingen. Aber die meisten wollen ja immer lieb und folgsam sein.
    So wird es nie was. Die in Brüssel wissen genau was sie mit uns machen können. Das Volk ist sich nie einig.

  21. Marcel Scholzen eimerscheid

    Wenn Putin Dollars, Euros und Rubel haben will, dann sollte man sie ihm geben.Kann nicht viel damit anfangen. Genau so viel wie die Römer mit Obelix Hinkelsteinen.Bisher weiß auch nicht niemand, welchen praktischen Nutzen die haben.Und je mehr Euros, Dollars und Rubel Putin bebunkert hat, um so besser.Dann ist Geld da, um die Ukraine zu entschädigen.

  22. Norbert Schleck

    Wenn ein Fahrzeug erneut auf denselben Eigentümer zugelassen werde soll, braucht es nicht zur Technischen Kontrolle, sofern die alte Bescheinigung noch gültig ist.
    Das stimmt.
    Trotzdem bleibt der Vorschlag, das Nummernschild an die Zulassungsstelle zurückzuschicken, nur „um den Staat zu ärgern“, hirnrissig.

    Ohne Schild darf man nicht auf die Straße.
    Wer mit dem Wagen jeden Tag etwa nach Brüssel zur Arbeit muss, wird sich hüten, auf so etwas einzugehen, Solidarität hin oder her.
    „Dann geht eben keiner zur Arbeit..“ Kann man machen, besonders, wenn man pensioniert ist. Und selbst dann braucht man seinen Wagen…

  23. Peter Mertens

    Immer noch keiner bereit sich gegen die Preis Abzocke der Mineralölkonzerne zu wehren.
    Dann ist der Preis noch nicht hoch genug.

  24. Horst Emonts-pool

    Herr Schleck. Es geht sich nicht darum den Staat zu ärgern. Es ärgert sich im Ministerium garantiert keiner über so eine Maßnahme. Aber Angst werden die bekommen.
    Wenn 3 Tage nicht mehr getankt wird, keiner mehr arbeitet. Und keinerlei Steuern mehr reinkommen würden, dann geht denen die Fluppe. Die eigenen Einkommen wären für Minister nicht mehr gesichert. Wenn’s an den Diäten geht, dann schalten die bestimmt ihr Gehirn ein.
    Autofahrer sind die Stütze der Nation, und nicht die Fußabtreter.

  25. Norbert Schleck

    Haben Sie Ihr Nummernschild denn schon eingesandt, Herr Emonts-Pool?

    Wer nicht zur Arbeit kommt, erhält auch keinen Lohn, so einfach ist das.
    Sich selber ins Fleisch schneiden, nur „um den Staat zu ärgern“, wie ich ironisch schrieb, das muss man erst mal machen. Aber gut, niemand hindert sie daran.

    „Angst werden die bekommen“? Ganz sicher nicht.
    Aber gut, es ist amüsant, sich an solchen Argumentationen zu reiben, die Sie anscheinend wirklich ernsthaft hier vertreten.

  26. Horst Emonts-pool

    Herr Schleck. Wer kann denn nicht leben,ohne ein paar Tage Arbeit?

    Und ich alleine kann bestimmt nichts anrichten. Sowas muss organisiert werden. Vor etwa 25 Jahre waren auf den Philippinen Streikposten vor den Tankstellen. Jeder der Tanken wollte,würde vertrieben. Nach 3 Tage gingen die Spritpreise runter.
    Aber mit solchen lieben Leute wie Sie kann man sowas nie durchsetzen. Leute wie Sie braucht der Staat.

  27. Norbert Schleck

    „Aber mit solchen lieben Leute wie Sie kann man sowas nie durchsetzen.“
    Aber mit „solchen liebe Leute wie Sie“ auch nicht, die nur darauf warten, dass andere etwas organisieren.
    Los, senden Sie Ihr Nummernschild zurück und gründen Sie eine Nummernschildzurücksendenbewegung. Viel Erfolg!
    Over.