SNCB will bis 2032 zehn Prozent mehr Züge und 30 Prozent mehr Passagiere

Die SNCB strebt in den nächsten zehn Jahren eine Vergrößerung ihrer Zugflotte um zehn Prozent an. Die Zahl der Passagiere soll im gleichen Zeitraum um 30 Prozent gesteigert werden. Das steht im Unternehmensplan und im Mehrjahresinvestitionsplan, die der Verwaltungsrat einstimmig gebilligt hat.

SNCB-Schaffner bei der Arbeit (Illustrationsbild: Virginie Lefour/Belga)

SNCB-Schaffner bei der Arbeit (Illustrationsbild: Virginie Lefour/Belga)

Die Billigung der Pläne durch den Verwaltungsrat stellt einen weiteren Schritt dar auf dem Weg zur Genehmigung des zukünftigen Geschäftsführungsvertrags zwischen dem Staat und der Bahn. Der aktuelle Vertrag stammt noch aus dem Jahr 2008, ist aber eigentlich bereits seit 2012 abgelaufen.

Als nächstes werden die Dokumente nun an den zuständigen Minister übermittelt, den Föderalminister für Mobilität Georges Gilkinet. Ziel ist die endgültige Genehmigung der Pläne und des Vertrages über öffentliche Dienstleistungen bis Jahresende.

Schritt für Schritt bewege man sich in Richtung der finalen Phase der Genehmigung, erklärte Gilkinet. Nach und nach kämen jetzt alle Puzzleteile zusammen, um 15 Jahre Desinvestition bei der belgischen Bahn, also die Reduzierung der technischen Mittel und Infrastruktur der SNCB wiedergutzumachen, so der Ecolo-Politiker. Das sei auch notwendig, um die Bahn wie in der sogenannten „Bahnvision 2040“ vorgesehen zum „Rückgrat der Mobilität von morgen“ zu machen.

Dieses Dokument sei ein essenzielles Instrument, auf das man zehn Jahre lang habe warten müssen, so Gilkinet weiter, seit dem offiziellen Ablaufen des noch in Kraft befindlichen Geschäftsführungsvertrages.

Weitere Ziele sind die Senkung der Schulden um rund eine Milliarde Euro bis 2032 und eine deutliche Verbesserung des Kundenerlebnisses.

Boris Schmidt

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