Stichtag für die Entscheidung über den endgültigen Atomausstieg Belgiens

Die Minister der Föderalregierung beraten am Freitag über den belgischen Atomausstieg. Konkret geht es um die Frage, ob bis zum Jahr 2025 alle Kernreaktoren abgeschaltet werden oder nicht.

Atomkraftwerk in Tihange

Atomkraftwerk in Tihange (Bild: Eric Lalmand/Belga)

Die Regierung hatte sich eine letzte Frist bis zum 18. März gesetzt. Wegen der derzeit hohen Energiepreise und wegen der Absicht, sich weniger abhängig von russischem Gas zu machen, setzt die Regierung die Prioritäten inzwischen anders. Hintergrund sind Sorgen, ob die Energieversorgung wegen des Ukraine-Kriegs gesichert ist und bezahlbar bleibt.

Die Grünen-Parteien in der Föderalregierung, Ecolo und Groen, sind mit einer Laufzeitverlängerung einverstanden – allerdings nur der zwei jüngsten Kernreaktoren. Sie fordern zudem, dass im Gegenzug die Energiewende beschleunigt wird.

Die frankophonen Liberalen wollen vier Atomanlagen am Netz halten. Nur so stelle man sicher, dass man bei Energieengpässen nicht auf klimaschädliche Gasanlagen zurückgreifen müsse, sagte MR-Präsident Georges-Louis Bouchez am Donnerstagabend im flämischen Fernsehen.

Atomausstieg: Am Freitag doch noch keine Entscheidung?

vrt/jp

Ein Kommentar
  1. Margarete Rossberg

    Übrigens wird das, was von den Supermärkten noch zu normalen Preisen eingekauft wurde, bereits zum 3fachen erhöhten Preis verkauft..
    Der Krieg wird nun als Geund mißbraucht um die Preise zu erhöhen.