Belgien will 85.000 Kunstwerke an den Kongo zurückgeben

Belgien will alle Kunstwerke, die während der Kolonialzeit nach Belgien gebracht wurden, an den Kongo zurückgeben. Eine Kommission soll für 2,4 Millionen Euro herausfinden, woher die Objekte stammen.

Lukonde und De Croo am Donnerstag im Afrika-Museum in Tervuren (Bild: Jasper Jacobs/Belga)

Lukonde und De Croo am Donnerstag im Afrika-Museum in Tervuren (Bild: Jasper Jacobs/Belga)

Dann können die Bilder, Masken und andere Objekte, die illegal nach Belgien gebracht wurden, ihrem rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden.

Am Donnerstag übergab Premier De Croo dem kongolesischen Premier Sama Lukonde eine Inventarliste mit 85.000 Objekten aus dem Afrika-Museum in Tervuren. Das heile zwar nicht alle Wunden, aber zeige den guten Willen, so Lukonde.

Auch die Kongo-Reise von König Philippe Anfang März soll eine Geste der Wiedergutmachung sein. Sein Brief von 2020, in dem er die Gräueltaten Belgiens während der Kolonialzeit bedauerte, sei möglicherweise nur der Anfang, erklärte Premier De Croo am Donnerstag.

Königspaar zu Besuch im Kongo

vrt/vk