Protestaktion gegen Ausbreitung von Lütticher Flughafen

Rund hundert Aktivisten des Kollektivs "Stop Alibaba" blockieren seit dem frühen Montagmorgen ein Betonwerk in Bierset.

Liege Airport in Bierset (Bild: Michel Krakowski/Belga)

Bild: Michel Krakowski/Belga

Das Werk wird von der Gruppe Eloy betrieben und befindet sich zehn Kilometer vom Lütticher Flughafen entfernt. Das Unternehmen ist unter anderem an den Bauarbeiten der Lagerhallen des E-Commerce-Riesen Alibaba am Flughafen von Lüttich beteiligt.

Die Demonstranten wehren sich gegen eine Ausweitung der Aktivitäten von Alibaba und gegen eine Ausdehnung des Flughafens von Bierset. Mit ihrer Aktion wollen sie die Arbeiten behindern.

Am Lütticher Flughafen hat der E-Commerce-Riese Alibaba ein Logistik-Zentrum. Die Aktivisten kritisieren die Auswirkungen auf die Umwelt und das Wirtschaftsmodell von Alibaba.

belga/rtbf/est

9 Kommentare
  1. Yves Tychon

    Igitt ! Wo kämen wir den hin, wenn in Wallonien Arbeitsplätze geschaffen würden? Pfui Deibel!

  2. Guido Scholzen

    Durch die Corona-Krise konnten Firmen wie Alibaba ihr globales Geschäft noch ausdehnen: Seit der Coronakrise Anfang 2020 erlitt Alibaba zunächst ein kleines Minus, konnte sich daraus aber erholen, und dehnte seinen Umsatz in Europa massiv aus. Ergo: die Infrastruktur dafür muss ausgebaut werden.

    Wenn das hier Corona-Demonstranten wären, die durch eine Blockade darauf aufmerksam machen wöllten, dann wäre diese Protest-Aktion schnell vorbei gewesen durch den massiven Einsatz der Polizei.

  3. Edmund Gebser

    Bei so einem Kommentar muss ich spontan an Bert Brecht denken:

    Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

  4. Andre Schmidt

    In Wallonien hat man sich schon immer gegen moderne Wirtschaften gewehrt. So wie damals, als man viel zu lange in Kohle investiert hatte, statt zu modernisieren.
    Klar ist der e-commerce nicht umweltfreundlich. Mit Streik, Arbeitsbehinderungen, u.s.w. wird man das aber nicht stoppen können. Wenn es nicht Lüttich ist, dann eben ein anderer Flughafen im nahen Ausland.
    Die einize Möglicheit diesen Wahnsinn zu stoppen ist übrigens: Lokal einkaufen und nichts mehr online bestellen.

  5. Anja Wotschke

    @ANDRE SCHMIDT,

    Und warum kaufen viele Menschen online statt lokal ?
    Bei den immer weiter steigenden Preisen ist dies nicht so sehr verwunderlich.

  6. Manz Hannelore

    Es gibt scheinbar noch Menschen wo das Gehirn noch arbeitet.Ja,das große Problem heute ist das online bestellen.Warum muss man immer alles,und billig haben? Weniger und auf Qualität arten, dann wird man auch nicht im Netz betrogen!Erst zahlen,dann die Ware nicht bekommen,kann mir nie passieren.Dort wo ich einkaufe kann ich umtauschen wenn was nicht in Ordnung ist.und ja, Arbeitsplätze fehlen überall, zumal mit der ganzen Entwicklung, alles im Netz,viele Arbeitsplätze verloren gehen.

  7. Mathias Schleck

    Durch die Corona-Krise konnten Firmen wie Alibaba ihr globales Geschäft noch ausdehnen. Seit 2020 erlitt Alibaba zunächst ein kleines Minus, konnte sich daraus aber kräftig erholen und dehnte seinen Umsatz in Europa massiv aus. Ergo: die Infrastruktur muss ausgebaut werden.

    Wenn das Corona-Protestler wären, die durch eine Blockade darauf aufmerksam machen wöllten, dann wäre diese Protest-Aktion schnell vorbei gewesen durch den massiven Einsatz von Polizeikräften.

  8. Peter Mertens

    Es gibt Online Teile die es in keinem Geschäft in der näheren Umgebung gibt.
    Da muss man u.U viele Kilometer fahren um dieses Teil zu bekommen und dann kostet es auch noch wesentlich mehr.
    Dann sollen die Geschäfte ihre Waren zu einem vergleichbaren Preis anbieten, die meisten haben auch nichts zu verschenken, gerade bei den gestiegenen Kosten, nicht jeder hat das Gehalt eines Ministers.

  9. Andre Schmidt

    Ja, das stimmt, es gibt Dinge die man hier nicht so einfach bekommt. Und wenn, dann sind sie auch noch teurer. Es werden jedoch nicht nur solche Dinge bestellt.
    Beim Online-shoppen spart man sich oft die Mehrwertsteuer, alles ist billiger, man hat weniger Abgaben.
    Andererseits soll der Staat aber für jeden Arbeitslosen aufkommen.
    Über schlechte Arbeitsbedingungen in der Transportbranche, dem produzierenden Gewerbe, Kinderarbeit, … regt man sich dann auch noch auf, obwohl man selber die Ursache ist.