Test Achats: Internettarife in Belgien über 30 Prozent teurer als in Nachbarländern

Die Internettarife in Belgien sind nach wie vor vergleichsweise teuer. Das geht aus einer Untersuchung der Verbraucherschutzorganisation "Test Achats" hervor. Belgier müssen im Durchschnitt rund 30 Prozent mehr für ihr Internet zahlen als Menschen in den Nachbarländern.

WiFi (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / georgejmclittle)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / georgejmclittle

Teilweise seien es aber auch noch deutlich mehr als 30 Prozent Unterschied, so Test Achats anlässlich eines virtuellen Rundtischgesprächs mit der zuständigen Groen-Föderalministerin Petra De Sutter und den Akteuren des belgischen Telekommunikationssektors.

Die übergroße Mehrheit der Belgier, nämlich 91 Prozent, leistet sich heutzutage ein Komplettpaket zum Pauschalpreis, sprich sie beziehen Internet, Fernsehen und Telefonie über den gleichen Anbieter. So eine Flatrate kostet in Belgien durchschnittlich 73 Euro pro Monat. Zum Vergleich: In Deutschland kostet ein vergleichbares Paket 32 Prozent weniger, in Frankreich sogar 59 Prozent weniger.

Aber das gilt nicht nur für diese Komplettangebote, sondern auch für reine Internettarife, wie Test Achats betont. Hier beträgt der durchschnittliche Preis in Belgien um die 48 Euro pro Monat. Dafür sieht die Verbraucherschutzorganisation verschiedene Gründe, die wichtigste Rolle spiele aber die größere Anzahl an Anbietern und damit Konkurrenten auf den Telekommunikationsmärkten der Nachbarländer. Das führe zu einem höheren Preisdruck und zu größeren und länger andauernden Preisnachlässen.

Test Achats geht davon aus, dass ein vierter Anbieter auf dem belgischen Markt für Preissenkungen von bis zu 15 Prozent sorgen könnte. Allerdings nimmt die Organisation auch die Verbraucher selbst in die Pflicht: Zu viele Kunden verglichen demnach nicht die Preise der Anbieter und suchten nicht nach für sie interessanteren Angeboten.

Boris Schmidt

3 Kommentare
  1. Peter Mertens

    Bei einem wechsel kann es schonmal passieren das man längere Zeit „ohne “ ist.
    Ich suche ja, aber entweder ist die Webseite ,die Rechnung und der Service nur in NL/ FR verfügbar oder es gibt sonstige Fallstricke.
    Wie bei Proximus im Start Tarif, da gibt es keine Rufnummernanzeige für ankommende Rufnummern.
    Kann man für circa 5€ dazubuchen…

  2. Mario Mausen

    Es gibt viele Probleme mit unserer „Mafia“, Proximus und Ores !!!!
    Aber der Staat wird sich nicht einmischen, die kassieren ja auch. Man könnte auch von indirekten Steuern sprechen… Das ganze System ist ein Witz, Ein treuer Kunde, der schon einige Jahre bei einem Anbieter ist, bezahlt teurer als ein Neukunde… Und das blödsinnige Spiel zwischen Scarlet und Proximus. Einmal ist Scarlet preiswerter, dann wieder Proximus… Eine Firma, zwei Namen und der Kunde wird über den Tisch gezogen !

  3. Claudia Iseler

    Das eine sind die völlig überhöhten Preise. Das andere sind der Service, der Kundendienst und vor allen Dingen die Übertragungsleistung. Für den modernen Kommunikationsbedarf mit Video Konferenz et cetera ist zumindest hier in lontzen Busch die Übertragungsrate viel zu niedrig. Bei Störungsmeldungen gibt es immer wieder die Lieblings Antwort von proximus und früher Belgacom: “ das kann nicht sein“. Der Kundendienst und die Kundenfreundlichkeit lassen extremst zu wünschen übrig.