Sechs von zehn Belgiern befürworten mehr Freiheiten für Geimpfte

Rund 63 Prozent der Belgier sind dafür, Geimpften mehr Freiheiten zuzugestehen. Das geht aus der jüngsten sogenannten "Großen Corona-Studie" von unter anderem der Universität Antwerpen hervor. Das allerdings nur unter der Voraussetzung, dass vorher auch jeder die Möglichkeit bekommen hatte, sich impfen zu lassen.

Corona-Impfung in Seniorenheim von Puurs (Archivbild: Dirk Waem/Belga)

Archivbild: Dirk Waem/Belga

Nur eine deutliche Minderheit der Befragten befürwortet mehr Freiheiten, wenn nur bestimmte Altersgruppen schon ein Impfangebot bekommen haben – nämlich lediglich 13 beziehungsweise acht Prozent, wenn sich nur schon alle Über-40-Jährigen beziehungsweise alle Über-65-Jährigen hätten immunisieren lassen können.

Bei dieser 36. Auflage der Umfrage unter rund 20.000 Belgiern ging es außerdem um die Pläne für die Sommerferien und deren zeitliche Koordination mit einem möglichen Impftermin. 29 Prozent der Menschen haben demnach gar keine Pläne für die „Großen Ferien“, fast genauso viele wollen erst vollständig geimpft sein, bevor es in einen Urlaub gehen könnte. Fast jeder zehnte Belgier hat aber bereits eine Reise gebucht und ist auch nicht gewillt, diese wegen eines Impftermins abzusagen oder zu verschieben.

Eine weitere Erkenntnis aus der Corona-Studie ist, dass acht von zehn Eltern es gut finden, dass die Sekundarschüler des zweiten und dritten Jahres ab kommendem Montag wieder vollständig in den Präsenzunterricht zurückkehren. Nicht ganz so begeistert davon sind allerdings die befragten Lehrkräfte. Von ihnen finden das rund 60 Prozent gut, aber 40 Prozent sind dagegen.

Boris Schmidt