Pelztierzucht in Belgien bald beendet: Erste flämische Betriebe schließen

In Flandern wollen elf von 16 Pelzherstellern früher schließen, auch der einzige Produzent von Gänsestopfleber in Flandern gibt seinen Betrieb auf.

Nerzfarm in China

Illustrationsbild: Diego Azubel/EPA

Ab Ende 2023 sind solche Betriebe in Flandern verboten. Wer früher schließt, bekommt eine Prämie. Eine Sonderkommission wird den Wert der Unternehmen ermitteln, auf dieser Basis wird die Prämie errechnet.

Damit die Betriebe möglichst früh schließen, sinkt die Prämie im Laufe der Zeit. „Die Pelztierzucht ist nach wie vor rentabel, aber das Tierwohl geht vor“, sagt dazu der flämische Minister für Tierschutz, Ben Weyts (N-VA).

In der Wallonie ist die Pelztierzucht seit 2015 verboten, zu dem Zeitpunkt gab es aber bereits keine Zuchtbetriebe mehr. Gänsestopfleber darf in der Wallonie weiter produziert werden.

belga/km

3 Kommentare
  1. Claudia Gottschling

    Endlich! Wenn ich diese kleinen Tierchen mit ihren blutigen Pfötchen sehe, zerreißt es mir das Herz. Gibt es heutzutage wirklich noch Leute, die Echtpelz tragen? Das ist völlig obsolet und ethisch überhaupt nicht vertretbar.

  2. Frank Mandel

    Natürlich gibt es immer noch den echten Pelz, am liebsten um die Kopfmütze herum wo er eh nichts bringt. Aber im Wind so „schön“ flattert. Oder als Bommel auf der Mütze drauf, da schmückt man sich gern mit.

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Um mit der Mode zu gehen oder anderweitig Spass zu haben hab ich kein Interesse, über Leichen zu gehen oder Tiere zu Tode zu quälen.

    Sollte aber wenigstens in Europa selbstverständlich sein.

    Ich denk auch an die grausamen Schlachtviehtransporte dieser EU, das gesetzlich erlaubte schächten ohne Betäubung in der BRD für türkische Schlachtereien und unzählig viele andere abscheuliche Grausamkeiten gegen Tiere.