Brüsseler Mehrheit will Königliche Domäne in Laeken für alle zugänglich machen

Die Mehrheitsparteien im Brüsseler Parlament wollen, dass der Park der Königlichen Domäne in Laeken teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Hintergrund ist der Mangel an Grünräumen in diesem Bereich der Hauptstadt, die der Bevölkerung zur Naherholung zugänglich sind.

Der Schlosspark in Laeken

Der Schlosspark in Laeken (Bild: Dirk Waem/Belga)

Der Königliche Park von Laeken hat eine Größe von 186 Hektar, das entspricht in etwa 250 Fußballfeldern. Die Öffentlichkeit hat normalerweise keinen Zugang zu der Königlichen Domäne, in der sich auch das Schloss von Laeken befindet, in dem die Königsfamilie wohnt. Einzige Ausnahme sind die berühmten Königlichen Gewächshäuser und ein kleiner Teil des Parks um sie herum. Sie können normalerweise einmal im Jahr besucht werden.

Wenn es nach PS, Ecolo und Défi geht, soll sich das aber ändern. Die Mehrheitsparteien haben einen entsprechenden Resolutionsentwurf vorgelegt, mit dem die Regionalregierung aufgefordert wird, mit der verantwortlichen königlichen Stiftung darüber zu verhandeln.

Die Mehrheitsparteien gehen davon aus, dass der Vorstoß auch in der Opposition Unterstützung finden wird. Auch wenn die Idee einer teilweisen Öffnung des Parks nicht neu ist, so ist es doch das erste Mal, dass sie von der Mehrheit im Regionalparlament kommt. Die Abgeordneten argumentieren, dass nicht nur die Menschen, die in den nahe gelegenen Stadtvierteln lebten, davon profitieren würden – ein entsprechender Bedarf sei gerade während der Pandemie offensichtlich geworden -, sondern, dass das auch touristisch einen Mehrwert bieten würde.

Die Privatsphäre und der Schutz der Königlichen Familie müssten dabei aber natürlich gewahrt bleiben, betonen die Parteien. Und auch der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt müsse sichergestellt werden.

Boris Schmidt

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2 Kommentare
  1. ralf zilles

    Eine gute Sache! Übrigens: die Gewächshäuser sollten quch viel öfters und dies kostenlos zugänglich sein!

  2. Yves Tychon

    Prima Idee, vorausgesetzt, es werden einigen Hundertschaften von Ordnungshütern und Müllarbeitern eingestellt, sonst wird es dort nach jedem Wochenende aussehen wie im Venn nach der Schneeschmelze.

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