Vandenbroucke: Vorerst nur 650.000 Impfdosen von Astrazeneca

Der Pharmakonzern Astrazeneca liefert in den nächsten Monaten die Hälfte weniger Coronavirus-Impfstoff an Belgien als geplant.

Impfstoff von Astrazeneca (Archivbild: Justin Tallis/AFP)

Impfstoff von Astrazeneca (Archivbild: Justin Tallis/AFP)

Die erste Lieferung soll 650.000 Dosen umfassen statt der vereinbarten anderthalb Millionen. Das hat Gesundheitsminister Frank Vandenbroecke (SP.A) am Samstagabend in der RTBF gesagt.

Die Impfstrategie müsse fortlaufend angepasst werden. Das sei gerade zu Beginn der Kampagne bitter, auch wenn der Impfrückstand später eingeholt werde. Die Hersteller Pfizer und Astrazeneca machten es der Taskforce wirklich schwer, so Vandenbroucke.

Der Impfstoff von Astrazeneca wird vermutlich nächste Woche von der EU-Arzneimittelbehörde zugelassen. Anders als die Produkte von Pfizer-Biontech und Moderna kann das Mittel bei deutlich höheren Temperaturen gelagert werden. Es könnte somit auch von Hausärzten verimpft werden.

Am Samstag hatte der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca mitgeteilt, dass es bei der Lieferung des Coronaimpfstoffs Probleme gebe. Genaue Angaben über den Umfang machte der Hersteller aber nicht.

belga/vrt/jp

2 Kommentare
  1. Marita Rudolf

    Genau das ist das mittel der Wahl, warum es überhaupt so lange dauert bis es hier zur Genehmigung in Deutschland kommt ist eh unklar. Diese art von Grippe Impfstoffen gibt es schon seit man denken kann und es ist sicher weitaus erprobte von der Herstellung wie pfizer moderne und biontech.

  2. Lutz-René Jusczyk

    Ob der Impfstoff von AstraZeneca das „Mittel der Wahl“ ist, halte ich für fragwürdig angesichts der Tatsache, dass die Wirkung nur bei 70 Prozent liegt.
    Selbst wenn die gesamte Bevölkerung mit diesem Stoff geimpft werden würde, wäre es nicht möglich, damit eine Herdenimmunität zu erzeugen, so vor einigen Tagen ein Experte in der BBC.
    Das Virus würde sich somit weiter verbreiten und ebenso mutieren, so dass sich aus der Pandemie eine Endemie entwickelt. Wichtig wäre dagegen eine starke Immunantwort beim Großteil der Bevölkerung.
    Studien deuten eher darauf hin, dass das Vakzin von Johnson & Johnson das Mittel der Wahl sein dürfte, zumal dabei keine Nachimpfung erforderlich ist.