Studie: Zweite Corona-Welle drückt auf Psyche

Die zweite Corona-Welle schlägt den Belgiern stark aufs Gemüt. Das ist das Ergebnis einer nationalen Studie der Versicherungsgesellschaft NN in Zusammenarbeit mit der Universität von Gent.

Psychische Gesundheit durch Corona-Krise angegriffen (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Antonio Guillen Fernández)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Antonio Guillen Fernández

Demnach haben die Belgier weniger Lebensfreude, sind weniger ausgeglichen und fühlen sich weniger selbstbestimmt als in der ersten Corona-Welle. Demgegenüber haben das Gefühl von Einsamkeit und Depression signifikant zugenommen.

30 Prozent der Erwachsenen sagen noch, sie seien wirklich glücklich, vor der Corona-Krise waren es noch 40 Prozent.

Ein wichtiger Faktor für die steigende Unzufriedenheit ist laut Studie die eingeschränkte Selbstbestimmung. Dazu zählen auch die mangelnden sozialen Kontakte. Fast drei Viertel der Befragten gaben an, sie fühlten sich einsam. In der ersten Corona-Welle waren es knapp zwei Drittel.

belga/okr

2 Kommentare
  1. Peter Schallenberg

    Und nicht nur Belgier!
    Wer mit offenen Augen und korona- apodiktisch ungetrübtem Sinn durch die Welt geht, der spürt das auch! Auf die Folgen mache man sich gefasst.

  2. Lutz-René Jusczyk

    Dies ist nicht die einzige Studie, die zu einem derartigen Ergebnis gelangt.
    Wenn wir nur einen Ausweg aus der Pandemie haben, nämlich Impfungen, wäre es jetzt umso wichtiger, dass diese zügig vorangetrieben werden.

    Dass ausgerechnet jetzt der Impfstoff knapp zu werden droht, ist kein gutes Zeichen. AstraZeneca hat bereits vor der anstehenden Zulassung seines Vakzins durch die EMA angekündigt, dass in der ersten Zeit die Liefermenge weit unter der veranschlagten Zahl an Dosen liegen wird.
    Einige Virologen warnen indessen bereits vor jenem Produkt, da sich eine Herdenimmunität bei einer Wirksamkeit von nur 70% nicht wird erzeugen lassen; – selbst dann nicht, wenn die gesamte Bevölkerung damit geimpft werden würde.
    Wenn wir uns im kommenden Winter nicht in einer ähnlichen Situation befinden wollen, brauchen wir gute Impfstoffe.
    Gespannt bin ich auf das Vakzin von Johnson & Johnson, ebenfalls ein Vektorimpfstoff, bei dem eine Nachimpfung nicht erforderlich sein wird und das in Studien recht gut abschneidet.