Nach Tod in Polizeikommissariat: Ibrahima starb an Herzinfarkt

Der 23-jährige Ibrahima Barrie, der vergangenes Wochenende in Schaerbeek nach seiner Festnahme durch die Brüsseler Polizei starb, ist einem Herzinfarkt erlegen.

Die Mutter von Ibrahima bei der Demo am Mittwoch (Bild: Virginie Lefour/Belga)

Die Mutter von Ibrahima (r.) bei der Demo am Mittwoch (Bild: Virginie Lefour/Belga)

Die Autopsie habe ergeben, dass der junge Mann einen Herzfehler gehabt habe, sagt der Anwalt seiner Familie. Er habe zum Zeitpunkt seines Todes nicht unter Drogeneinfluss gestanden.

Als Reaktion auf den Tod von Ibrahima, der afrikanische Wurzeln hat, haben am Mittwochnachmittag etwa 500 Menschen in Brüssel protestiert. Sie forderten lautstark eine transparente Aufklärung der Umstände seines Todes.

Am Ende der Kundgebung kam es zu Ausschreitungen. Polizisten wurden mit Steinen beworfen, Polizeifahrzeuge wurden beschädigt, Kommissariate angegriffen, es wurde sogar Feuer gelegt. Fünf Polizisten wurden verletzt, 116 Personen wurden festgenommen. Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) hat auf Twitter angekündigt, dass die Randalierer nicht straffrei bleiben werden.

vrt/rop/jp/km

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2 Kommentare
  1. Benny Appelt

    Justizminister Vincent „Quicky“ van Quickenborne sollte endlich aufhören sich in jeden einzelnen Fall einzumischen und seine Meinung vor einer juristischen Aufarbeitung abzugeben.
    Da dies bereits zum wiederholten Male vorkommt:

    1. Gewalt gegen Polizisten in Brüssel,
    2. Dialog mit den Religionsgemeinschaften, wobei er vorsätzlich gegen die belgische Verfassung verstoßen hat,
    3. Jetziger Fall.

    wird der Justizminister untragbar für sein Amt und sollte sofort zurücktreten, da dieses Verhalten in seiner Funktion hochgradig unprofessionell ist. Es ist unbegreiflich und unglaublich für wie blöd hier der Bürger gehalten wird!

  2. Andre Schmidt

    Unverständlich dass diese Kundgebung zugelassen wurde. Dass es zu Ausschreitungen kommen wird, war ja schon vorher klar.
    – Kundgebung gegen Polizeigewalt wobei die Polizei für Ordnung sorgen muss.
    – In Brussel gibt es doch täglich Beispiele von Gewalttaten von Leuten, die belgische Gesetze nicht akzeptieren.
    – Große Menschenansammlung.
    Andererseits werden Leute bestraft die ihre beiden Eltern besuchen…

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