RTBF: Experten empfehlen Grenzschließungen zu Karneval

Mit Blick auf die Karnevalsferien Mitte Februar könnten die Corona-Regeln für Urlauber verschärft werden. Wie die RTBF meldet, empfehlen mehrere Gesundheitsexperten eine Schließung der Grenzen.

Skitouristen in Österreich (Bild: Johann Groder/AFP)

Skitouristen in Österreich (Bild: Johann Groder/AFP)

Im vergangenen Jahr hatte die Rückkehr vieler Winterurlauber zur Karnevalszeit die Infektionswelle in Belgien befeuert. Solch ein Szenario zu wiederholen, gelte es zu vermeiden, so die Experten.

In den Weihnachtsferien waren trotz der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen tausende Belgier ins Ausland gereist.

Grenzschließungen müssen nach Ansicht von Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) das letzte Mittel zur Corona-Bekämpfung sein.

rtbf/jp

8 Kommentare
  1. Wolfgang Janssen

    Und wieder werden alte und falsche Denkweisen hervorgeholt. Wenn sich die Leute richtig verhalten braucht man sich darüber keine Gedanken zu machen. Lieber mal über jene nachdenken die sich falsch verhalten und cool sein wollen!

  2. Horst Emonts-pool

    Vor 2 Wochen hieß es noch, es wäre eine falsche Entscheidung gewesen die Grenzen zu schließen. Sowas würde nicht mehr passieren. Aber was interessiert mich mein Gerede von gestern. Diese Spielchen müssen aufhören.

  3. Anja Wotschke

    Die obrigen da in Brüssel oder wo auch immer die sitzen scheinen ja anscheinend der Meinung zu sein…. Wenn wir die Grenzen schließen bleibt das Virus samt seiner Mutationen jenseits dieser, wohl gemerkt dass dann auch jeglicher Verkehr einschl Güterverkehr für diese Zeit nicht über die Grenze darf weder aus Belgien raus und noch viel weniger rein.
    Ob den Bwrufspendlern das recht ist ist anzuzweifeln genauso wenn viele Güter hier nicht mehr ankommen und zur neige gehen.

    Ist meine persönliche Meinung dazu!!!

  4. Andreas Conraedt

    Sind die Skigebiete nicht überall für Urlauber gesperrt? Und Remmidemmi gibt es diesmal auch in Ischgl nicht.

  5. Lutz-René Jusczyk

    Sollten wir wieder monatelange Grenzschließungen erleben, dann erwäge ich, Belgien anschließend zu verlassen.
    Ich mag das Land und die Leute, die Landschaft und das Essen, aber wenn ich jedes Mal damit rechnen muss, bei einem Anstieg der Infektionszahlen nicht die von meinem Wohnort 15 Kilometer entfernte Grenze passieren zu dürfen, dann wäre das für mich ein Grund, einen Umzug in ein anderes Land ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
    Es stellt sich dann aber überdies die Frage, wie ernst Belgien das Schengener Abkommen nimmt.

  6. Stefan Offermann

    Welche Grenzschliessungen eigentlich?? Ich wohne seit 1984 als deutscher Staatsbürger in der Wallonie und passiere die Grenze meistens mit einem Schlenker über die Niederlande. Noch nie wurde mir die Ein – oder Ausreise verwehrt. Auch in Pandemie Zeiten konnte ich normal die Grenze passieren.(mit allen zu befolgenden Regeln) Wenn alle die Regeln befolgt hätten, wäre ein harter Lockdown nicht nötig gewesen. Bleiben Sie gesund
    Für alle angehenden Auswanderer ein Geheimtipp: Türkei, Brasilien oder Nordkorea

  7. Dieter Leonard

    @LR Jusczyck

    Zeitweilige Grenzschließungen in einer Pandemie haben mit dem Schengener Abkommen nichts, aber auch gar nichts zu tun. Daran ändert auch populistischer politischer Aktionismus nicht.
    Grenzschließungen und Mobilitätseinschränkungen gehören zum möglichst zu vermeidenden (!) aber wenn erforderlich legitimen Instrumentarium bei einer Pandemiebekämpfung. Dies lässt das Schengener Abkommen ausdrücklich zu.
    Auch ihre kindisch-trotzige Ankündigung, Belgien möglicherweise dann verlassen zu wollen, ändert daran nichts. Sie ist eher ein Zeichen dafür, wie schnell man übergeordnete Ziele aus den Augen verliert, wenn es um die eigene Befindlichkeit geht.

  8. Lutz-René Jusczyk

    Herr Leonard, tagtäglich pendeln tausende von Menschen aus beruflichen Gründen über die Grenze. Das war auch während der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr der Fall.
    Inzwischen wissen wir, dass fast die Hälfte der Ansteckungen im beruflichen Umfeld erfolgen.
    Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, ein Einschleppen der neuen Virus-Mutante nach Belgien zu verhindern: Entweder man schließt die Grenze vollständig, d.h. unter Einbeziehung der Berufspendler, oder man verlangt bei jedem Grenzübertritt die Vorlage eines negativen Corona-Tests, der ein bestimmtes Alter nicht überschritten haben darf.
    Letzteres kann man machen, allerdings müssen dazu ausreichend Testkapaziitäten zur Verfügung stehen.
    Einfach wie im Frühjahr die Grenze zu schließen, aber den Berufspendlerverkehr durchzulassen, bringt überhaupt nichts, schafft aber massive Probleme.

    Jede Grundrechtsbeschränkung muss auch in Pandemiezeiten wohlbegründet sein.
    Einfach wie im Frühjahr 2020 über Wochen oder gar Monate hinweg die Grenze zu schließen, obwohl wir schon damals erleben mussten, dass diese Maßnahme keine positiven Wirkungen zeitigt, ist demnach hochproblematisch.