Konzertierungsausschuss: Cafés und Restaurants müssen für vier Wochen schließen

Die Regierungen des Landes haben sich auf neue Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verständigt. So müssen unter anderem Cafés und Restaurants für vier Wochen schließen. Von Mitternacht bis fünf Uhr morgens gilt im ganzen Land eine Ausgangssperre. Die Maßnahmen treten ab Montag in Kraft.

Kneipenwirt mit Mund-Nasen-Maske

lllustrationsbild: Dirk Waem/Belga

In der Pressekonferenz sagte Premier Alexander De Croo, im Unterschied zum Frühjahr sei das Virus jetzt sehr nah. Jeder kenne jemanden, der in Quarantäne sitze oder gar infiziert und schwer krank sei.

Jetzt gelte es weiterhin, die Anzahl der Kontakte zu reduzieren. Viele Menschen hätten sich daran gehalten, auch wenn es viel Mühe kostete, sagte De Croo. Trotzdem nimmt die Pandemie an Fahrt zu, die Zahl der Infizierten und auch der Toten wächst sehr schnell.

Einige Zahlen sind schlechter als im Frühjahr, als es in den Lockdown ging. Es sei davon auszugehen, dass die Zahlen in den kommenden Tagen weiterhin schlecht blieben, so De Croo.

Neue Maßnahmen (ab Montag)

  • Die „engen Kontakte“ werden begrenzt auf maximal eine Person (bisher sind es drei). „Enge Kontakte“ sind Personen außerhalb des eigenen Haushalts, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Meter ohne Mundschutzmaske nicht eingehalten wird.
  • Zu Hause dürfen nur vier unterschiedliche Personen pro Periode von zwei Wochen empfangen werden.
  • Home Office wird wieder verpflichtend, sofern das möglich ist.
  • Cafés und Restaurants müssen für einen Monat schließen. Nach zwei Wochen werde die Lage neu bewertet. Ein Abholservice (Take-away) bleibt möglich bis 22 Uhr. Der Sektor soll zusätzliche Hilfen bekommen.
  • Der Verkauf von Alkohol wird ab 20 Uhr verboten.
  • Es gilt zudem eine Ausgangssperre zwischen 0 Uhr und 5 Uhr (beginnend mit der Nacht von Montag auf Dienstag). Laut Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke versucht die Regierung mit der Ausgangssperre, private Feiern zu unterbinden.
  • Weihnachtsmärkte und ähnliche Veranstaltungen werden verboten. Kleine Kirmesveranstaltungen bis 200 Besucher und Märkte, auf denen Nahrungsmittel angeboten werden, bleiben aber erlaubt.
  • Die Protokolle für Sport- und Kulturveranstaltungen sollen kurzfristig der neuen Situation angepasst werden.
  • Veranstaltungen, für die es derzeit noch keine Protokolle gibt, werden grundsätzlich auf 40 Personen beschränkt.

De Croo versprach, dass betroffene Betriebe zusätzliche staatliche Unterstützung erhalten. Bestehende Unterstützungsmaßnahmen würden dazu verlängert und ausgeweitet.

Die kommenden Wochen würden schwierig, aber es gelte, jetzt zu reagieren. Die Belgier liebten ihre Freiheit aber auch ihre Gesundheit, sagte De Croo, beides bedinge einander. Wir müssten jetzt einen Schritt zurück gehen, um wieder einen Schritt nach vorne zu kommen. Dafür seien die neuen Maßnahmen nötig.

Im Frühjahr hätten die Belgier bewiesen, dass sie das Virus zurückdrängen könnten, sagt De Croo. Er sei überzeugt, dass die Belgier das ein zweites Mal schaffen. Dennoch sei es wichtig, die Menschen nicht alleine zurückzulassen, sagte Vandenbroucke. Die Maßnahmen seien so ausgelegt, dass sie nicht zu Vereinsamung führten.

Es gehe nicht mehr darum zu fragen, woher die Infektionen kommen, dazu sei es zu spät, sagte Vandenbroucke. Jetzt gehe es darum, Menschenansammlungen aufzubrechen und körperlichen Abstand zu schaffen.

Entgegen der Ankündigung hat die Regierung die finale Version des sogenannten Corona-Barometers noch nicht vorgestellt.

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch sagte in der Pressekonferenz, er wünsche sich, nicht dort zu sein, um die neuen Maßnahmen zu verkünden. Die Bevölkerung sei corona-müde, man sei das Virus leid. Aber angesichts der Lage in den Krankenhäusern – auch in den ländlichen Gegenden – brauche es effiziente Maßnahmen auf nationaler Ebene. Man müsse um jeden Preis verhindern, dass Krankenhäuser überlastet werden und die Schulen schließen. „Ich bin überzeugt, dass das gelingen wird“, ist sich Paasch sicher. „Dazu braucht es Solidarität mit den Krankenhäusern und den Risikogruppen, die Älteren, den Kranken“, so Paasch.

Paasch versprach, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft dem Horeca-Sektor ungeachtet der bisher ausgezahlten Hilfen weitere Hilfen zukommen lassen wird. Alle seien sich bewusst, wie einschränkend die Maßnahmen seien.

Krankenhäuser

Innerhalb von zehn Tagen müssen alle Krankenhäuser des Landes in die Phase 1B übergehen. Das bedeutet, dass sie die Hälfte ihrer Betten für Covid-19-Patienten vorhalten.

belga/okr

31 Kommentare
  1. Dirk Liessem

    Arme Restaurants. Viele werden es nicht überleben. Und das Ganze ohne irgendein positives Resultat zu bringen.

  2. Linda Nix

    Wäre interessant zu wissen, ob die Restaurants zumindest (kontaktlosen) Lieferservice anbieten dürfen wie letztes mal

  3. Ronny Ramscheidt

    Eine Traumzeit beginnt für Wirtschaftsanwälte… Hochkonjunktur der Konkurs….

  4. Peter Muellers

    Warum dürfen „kleine“ Kirmesveranstaltungen stattfinden aber Restaurants müssen schließen. Das verstehe ich nicht. Wo ist der unterschied bei einer „kleiner“ Kirmes und einer Bar?
    Take away ist wohlö möglich bis 10 Uhr > Großartige Idee

  5. Bertram Campingsky

    Zählen auch Frittüren dazu?

  6. Guido Breuer

    Take-away soll wohl bis 22 Uhr erlaubt sein.

  7. Andreas Conraedt

    Mich würde ja mal interessieren, auf welcher Datenbasis solche Entschlüsse gefasst werden. Ist denn erwiesen, dass sich viele Menschen im Horecasektor anstecken? Bei Bars und Kneipen kann ich es ja nachvollziehen, ab dem dritten Bier werden die Debatten lauter und die Aussprache feuchter, da hat es das Virus leicht. Aber im Restaurant oder im Café?
    Die nächtliche Ausgangssperre kann ich, so wie sie begründet wird, auch verstehen, die jungen Leute, die gerne feiern möchten, trifft das natürlich hart, das ist jetzt erstmal passé.
    Wollen wir hoffen, dass diese durchaus strengen Maßnahmen erstmal ausreichen und man in vier Wochen wieder etwas lockern kann. Sollte es nicht reichen, bleibt wohl wieder nur der totale Lockdown.

  8. Paul Siemons

    „Mein“ Restaurantchef vorhin: „Dann bis frühestens in vier Wochen wieder. Bis dahin muss ich sehen, wie ich meine 28 Leute durchbringe.“ Von sich und seinen Verbindlichkeiten hat er gar nicht erst gesprochen. Und von seinen Lieferanten und sonstigen Abhängigen. Und wir alle werden noch in eine Katastrophe geraten. Nein, nicht durch das Virus. Durch die sinn- und kopflosen Maßnahmen unserer Regierungen.

  9. Lars Krutte

    @Paul Siemons:
    Habe dem nichts hinzuzufügen. Später heißt es, das Corona-Virus war schuld an der wirtschaftlichen Katastrophe, obwohl diese sich schon länger vor der „Pandemie“ am Horizont abzeichnete. Dass aber die Maßnahmen der Regierungen weltweit den Niedergang BESCHLEUNIGEN statt ihn zu VERURSACHEN, scheinen aber die Wenigsten wahrzunehmen… Leider…

  10. Géron Freddy

    Ich bin Schiedsrichrichter P3 und P4: wenn ich sehe wie wenig die Regeln in der Wallonie und der Eifel eingehalten worden sind ist es normal das jetzt auch die Restaurants die Quittung müssen bezahlen für die Nichteinhaltung der Regeln,im Norden der DG waren Kontrollen,alles wurde nach Vorschrift gemacht aber in der Eifel,nach dem Motto,hier kennt jeder jeden{Polizei)hier kommt doch keine Kontrolle,was da nach Siegen und Siegesfeireren mit Zuschauren{200-300) abging ist einfach nicht normal,ich kann nur sagen wo keine Kontrollen da auch keine Regeln,PS: auch Eifeler Luft schützt nicht vor Viren nicht

  11. Thomas Palenberg

    Mein Gott ich kann diesen angstbehafteten Blödsinn nicht mehr lesen. Es reicht echt. Sämtliche Restaurants könnten ohne Probleme laufen, aber wegen ein paar völlig aus dem Ruder gelaufener Hyteriker wird eine ganze Branche in den Ruin getrieben. Im übrigen nicht die einzige Branche die wegen Corona-Wahn völlig ungerechtfertigt zu Grunde gerichtet wird. Unerträglich!!!

  12. Marcel Scholzen eimerscheid

    Anscheinend geht es nicht anders.
    Nicht angenehm aber notwendig.

    Es ist Aufgabe des Staates für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Ein funktionierendes Staatswesen erkennt man daran.

    Dieses Virus kann überall zuschlagen. Ist vergleichbar mit asymmetrischer Kriegsführung, wo eine Sprengfalle überall zu jedem Zeitpunkt explodieren kann.

  13. Günter Krings

    @Thomas Palenberg: der Virus hat die Lungen meines Schwiegervaters (77) lahmgelegt, er ist innerhalb einer Woche verstorben. Genauso ist es einem guten Freund und Nachbarn ergangen der – bis dahin kenrgesund – mit 62 Jahren verstorben ist. Ist das „angstbehafteter Blödsinn“ ? Nein, das sind für viele Agehörige sehr bittere TATSACHEN. Hätten die „aus dem Ruder gelaufenen Hysteriker“ aus dem, was in China und Italien passierte, schon im Februar 2020 die Konsequenzen gezogen und noch früher und noch härter die Handbremse gezogen, dann würden diese beiden Männer und viele andere FreundInnen, Väter und Mütter, NachbarInnen, Ehepartner… wahrscheinlich noch leben.

    –> Ich warte auf IHRE Vorschläge, um weitere Menschen vor dem Tod durch Covid-19 zu bewahren – OHNE Feiern zu verbieten und Kneipen zu schließen, und wohlwissend, dass viele Menschen sich offensichtlich an keinerlei Regeln halten ! Danke für IHRE Tipps !

  14. Andreas Conraedt

    @Herr Palenberg:
    „In mehr als drei Viertel der Obduktionen konnte die COVID-19-Erkrankung als wesentli­che oder alleinige zum Tode führende Erkrankung dokumentiert werden“, berichtete Jo­hannes Friemann heute bei einer gemeinsamen Online-Pressekonferenz des Bundesver­bandes Deutscher Pathologen, der Deutschen Gesellschaft für Pathologie und der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie.

  15. Thomas Palenberg

    @Günter Krings: Auch sie haben nicht verstanden dass es mir nicht darum geht diesen Virus zu verharmlosen. Klar ist das eine ernsthafte Bedrohung. Aber man kann nicht ganze Branchen die sich erwiesenermaßen an die Auflagen halten und auch nicht für die Ausbreitung verantwortlich sind einfach mir nichts dir nichts kaputt machen. Bei privaten Feiern und solchen Quatsch wie Kirmes etc. bin ich ganz bei Ihnen. Wir reden hier aber über Restaurants. Da hängen ganze Existenzen mit Familie und Kindern dran. DAS IST DEFINITIV TOTALER WAHNSINN diese Menschen unverhältnismäßig in den bankrott zu treiben. Dieser Bereich ist sicher, trägt nicht zur Ausbreitung bei und trotzdem werden dort ohne Rücksicht Existenzen zerstört. Alle die sicher ihre Schäfchen im Trockenen haben, können hier leicht reden. Die Pläne und Maßnahmen sind einfach nicht zu Ende gedacht und zum Teil verantwortungslos… Eine Schande!

  16. Norbert Schleck

    Sehr guter Kommentar, Herr Pint!

    Man braucht kein Viro-, Epidemio-, Immuno- oder sonstiger -loge, auch kein Dr.med. zu sein, sondern man braucht nur seinen gesunden Menschenverstand einzuschalten, um Ihnen beizupflichten.

    Unter dem vorigen Kommentar von Herrn Pint schreibt Herr Mreyen: „Hoffentlich nehmen sich viele Menschen ihre Worte zu Herzen.“
    Einer bestimmt nicht: der Herr Dr. Meyer.
    Gestern erst wieder kam er mit einem neuen Leserbrief auf OD zu Wort.
    Kernsatz: „Würden wir mit dem Testen aufhören, dann wäre die Epidemie vorbei!“
    Man fasst es nicht! Das schreibt ein Mediziner.
    Würde man mit den Vorsorgeuntersuchungen aufhören, gäbe es auch keine Krebskranken mehr, nicht wahr, Herr Dr. Meyer?
    Was übrigens vor einigen Jahrzehnten ein gewisser Professor Julius Hackethal: „Meinen männlichen Geschlechtsgenossen kann ich nur raten: Laufen Sie, so schnell Sie können, wenn Sie einen Urologen sehen!“
    (Quelle: SPON 2.10.1978)
    Er starb im Alter von 75 Jahren, nach Angaben der DocCheck-News-Redaktion, an Lungenmetastasen seines unbehandelten Prostatakrebses.(Quelle: Wikipedia)
    Noch Fragen?

  17. Dieter Feidler

    Ich bin sprachlos, trotz zahlreicher „Experten“ scheinen die Zahlen eine andere Sprache zu sprechen. Genau all ihr „Experten“ und Leugner seit der Grund warum die Gastronomie jetzt schließen muss. Schade das alle bestraft werden.
    -> An die „Experten“ warum sollte die Gastronomie aus willkür geschloßen werden – geschloßene Cafes und Restaurants zahlen keine Steuer. Das erinnert eher an einen Schildbürgerstreich.

  18. Günter Krings

    @T.Palenberg : Natürlich ist es ein Drama, dass ganze Wirtschaftszweige (Horeca, Tourismus Kulturschaffende,…) schon wieder unschuldig den Kopf hinhalten müssen, um unsere Volksgesundheit zu retten. Wir waren jedoch am Freitag in einer Kneipe, und wurden als „Karnevalisten“ ausgelacht weil wir die Kneipe mit Mundmasken durchquerten. Gestern abend waren wir in einem anderen Café, wo wir uns so sicher fühlten , dass wir problemlos die ganze Nacht dort verbracht hätten. Je öfter Sie jedoch unsere Politiker als „aus dem Ruder gelaufene Hysteriker“, und deren Massnahmen als „angstbehafteten Blödsinn“ bezeichnen, desto mehr wird die Bevölkerung sich in Sicherheit wägen, wenn sie Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ignoriert. Und desto öfter werden Tausende KMU immer wieder mal für 4 Wochen in den Lockdown geschickt werden müssen,
    Hören Sie daher btte mit Ihrem „Jetzt-Reichts-Populismus“ auf, der die Pandemie nur weiter in die Länge zieht ! Geben Sie stattdessen brauchbare Tipps !

  19. Voigt Christian

    Es ist definitiv totaler Wahnsinn Menschenleben zu opfern damit einige nicht bankrott gehen. Es ist nämlich leider so dass nicht überall darauf geartet wird die angegebene Abstände oder sonstige Regeln einzuhalten, mit der Begründung „alles quatsch“.

  20. Guido Scholzen

    Das sind ja tolle Kommentare, die hier zu lesen sind. (auch in anderen Berichten)
    Man versucht den Kritikern von so manchen sinnfreien Anti-Corona-Maßnahmen die Schuld zu geben, für die natürliche Verbreitung eines Virus.
    Das ist wahrer Populismus.

  21. Lutz-René Jusczyk

    @Guido Scholzen: Machen Sie doch bitte mal einen Vorschlag, wie die Pandemie eingedämmt und ein Kollaps des hiesigen Gesundheitssystems Mitte kommenden Monats abgewendet werden kann.

  22. Dieter Leonard

    Es ist kein Populismus, wenn Menschen (wie ihr Bruder) einsehen, dass die Pandemie nicht allein dadurch einzudämmen ist, auf den gesunden Menschenverstand und die einsichtige Einhaltung der notwendigen Verhaltensregeln zu setzen.

    Ein Teil der Bevölkerung hält sich an keine Regeln und besteht auf das Ausleben ihrer individuellen Freiheiten.
    Allein durch die Missachtung der AHA-Regeln werden zusätzliche Maßnahmen notwendig, um eine Katastrophe in den Krankenhäusern zu vermeiden.

    Doch, Herr Scholzen, die 1. Corona-Welle konnte – nachdem der gesunde Menschenverstand nicht ausreichte – durch einen Lockdown zurückgedrängt werden. Zu früh haben die Menschen wieder in den „Normalmodus“ geschaltet.

    Sie und andere, Herr Scholzen, haben mit ihrer unablässigen Verbreitung von Falschinformationen und der Torpedierung aller Maßnahmen, die zu einer Eindämmung der Pandemie hätten führen können, mit zu der Situation beigetragen, die wir jetzt kennen.

    Die natürliche Verbreitung des Virus kann durch das angepasste Verhalten der Menschen gebremst werden. Sie haben alles dafür getan, dies zu verhindern.

    Populismus? Nihilismus!

  23. Mario Meis

    Also zuhause bleiben!Warum ist das so schwer?
    So wird die Wirtschaft richtig „an die Wand gefahren“!

  24. Voigt Christian

    Das ist ja ein toller Kommentar.
    Zur Erinnerung: Schnupfen, Erkältung, Grippe, nicht warm genug angezogen, bei jeder Grippewelle gibt es Tote. Ich kann mich zumindest nicht auf meinen Lebensjahre erinnern das ganze Stationen mit Grippeerkrankten überfüllt waren und die Krankenhäuser vor große Probleme standen um dem Meister zu werden.
    Sie haben sich längst als „Quatschexperte“ diskreditiert und steuern immer mehr der Lächerlichkeit entgegen.
    Wie Sie es wieder einmal beweisen, Verschwörungstheoretiker sind die einzigen die den Durchblick behalten. Alle Anderen haben keine Ahnung. Wer’s glaubt.
    Wie schon überall bekannt muss inzwischen das Pflegepersonal dass positiv getestet wird aber keine Symptome entwickelt arbeiten gehen. Aber was, wenn zu viele Symptome haben, werden Sie einspringen? Ich glaube wohl kaum, frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ oder auch alles Quatsch. Nicht mehr testen, dann verschwindet die Krankheit von alleine. Noch so ein toller Satz von Ihnen.

  25. Guido Scholzen

    -In Schweden war kein Lockdown, und es gab auch nicht mehr Tote als anderswo.
    -Im Sommer bis Mitte Juli war keine Maskenpflicht, aber seit Maianfang ging die Anzahl Erkrankter/Toter zurück. Das jetzige Anschwellen der Fallzahl zeigt, dass Corona wie Grippe großteils auch eine saisonal bedingte Erkrankung ist.
    -Sind Ausgangssperren (ein Virus hält sich nicht Uhrzeiten) und Restaurantschliessungen notwendig?
    -Ist Maskenpflicht an Schulen sinnvoll? Irgendwann ist JEDER Schüler ohne maske: Pause und Sportunterricht.
    -Auf dem Arbeitsplatz begegnet man ebenfalls unzähligen Menschen ganz nah, aber privat soll eingeschränkt werden.
    -Laut RKI sind in jeder Grippesaison 10-20% der Bevölkerung Influenza-infiziert. Man kann davon ausgehen, dass dies bei Corona auch erreicht wird, TROTZ Maßnahmen.
    -„Überlastung der Krankenhäuser“, gutes Thema. Kann es sein, dass Corona-Patienten von Regionalkrankenhäusern in City-Hospitäler transportiert werden, und dann sind dort die Intensiv-Stationen schneller voll und überlastet als anderswo? Diesen Punkt wöllte ich mal geklärt haben.

    Die „2.Welle“ ist vor allem wirtschaftlich und sozial.

  26. Dieter Feidler

    Sehr geehrter Herr Scholzen,
    ich bin kein Virologe/ Arzt/ Epidemiologe so wie Sie es scheinbar sind!

    Laut Ihres Beitrags sind Sie der Einzige der alles verstanden hat.
    Bravo > Bitte Lösungen nennen und nicht nur Probleme! Was sind Ihre konkreten Lösungsvorschläge! Wie sieht Ihr Krisenmanagement aus? Laut Ihrer Kommentare lauten die keine Maske – Restaurants auf – Weihnachtsmärkte ohne Begrenzungen – kein Abstand – Aluhütte – …

    „Die Politiker“, die gewählt wurden, machen alles unter dem Deckmantel der Coronapandemie kaputt, aber warum? Wer hat den einen Vorteil dadurch. Das ist für mich nicht verständlich. Warum werden Bars/ Restaurants geschlossen, evtl. um geringere Steuereinnahmen ui generieren?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort. Hoffentlich kommt die Universallösung – Ich würde mich sehr freuen da ich auch lieber „frei“ leben würde. Aktuell folge ich den Regeln und meide Menschen, die die Regeln nicht einhalten!

    Bester Grüße

  27. Norbert Schleck

    Herr Scholzen, Ihre Behauptung wurde schon x Mal widerlegt.
    Zum x+1ten, leider sicher nicht zum letzten Mal:
    Schweden: 585, Deutschland: 118 Tote pro Million Einwohner
    Die gerne als Gruppe zusammengefassten, an Bevölkerung, Klima, Lebensart vergleichbaren skandinavischen Länder:
    Norwegen: 51, Finnland: 63, Island: 32, Dänemark: 117

    „dass Corona wie Grippe großteils auch eine saisonal bedingte Erkrankung ist.“
    „großteils“? Beweise Ihrerseits?
    „auch“? Aha, Sie geben immerhin zu, dass sie es nicht „nur“ ist. Und wenn sie es „nur“ wäre, wäre das ein Grund, die Dinge laufen zu lassen?

    Maskenpflicht? Selbst die Ikone Dr. Streeck (GE: Spaziergang durch Gangelt: „der Professor“) hält sie für sinnvoll:
    „Teil unserer neuen Normalität ist der Mund-Nasen-Schutz. Helfen diese Masken überhaupt?
    Ja. Es gibt mittlerweile gute Daten, die zeigen, dass ein Mundschutz vor einer Ansteckung schützen kann.“ (Interview Fuldaer Zeitung)

    Arbeitsplatz „unzähligen“ ganz nah? Ist Ihnen der Begriff „Homeworking“ so fremd?
    Selbst dort werden Masken getragen, wenn es möglich ist. In Schönberg nicht?

    „Überlastung…? Dann klären Sie mal…

    150 Wörter. Ende.

  28. Dieter Leonard

    Wer sich statt der unablässigen Desinformation von Herr Scholzen ein präzises und hintergründiges Bild davon machen möchte, wie Schweden mit der Pandemie umgegangen ist und vor allem, mit welchen Konsequenzen, sollte den Artikel im Time Magazin vom 14.10.2020 lesen:

    „The Swedish COVID-19 Response Is a Disaster. It Shouldn’t Be a Model for the Rest of the World.“

    Da Links hier – warum auch immer – nicht möglich sind, folgende Suchwörter eingeben:
    Time, Sweden, Disaster

    Auch für jeden engagierten Journalisten eine erbauende Übung.

    Für diejenigen, die auch bei uns von Herdenimmunität träumen sollte diese Einschätzung zu denken geben:

    „After all, herd immunity to an infectious disease has never been achieved without a vaccine.“

    (Danke an Alexander Hezel für den Link im GE)

  29. Rainer Kleine-Tebbe

    Herr Scholzen, posten Sie Ihren Kram doch mal bei Twitter oder Facebook. Da würden diese innerhalb wenigner Stunden geblockt. Falschinformationen, Verdrehungen etc werden durch permanente Wiederholungen nicht richtig.
    Man kann, ja sogar muss über die Sinnhaftigkeit von Maßnahmen immer diskutieren. In Ihrem letzten Post reden Sie von absichtlicher Überfüllung von Krankenhäuser. Ich denke, das kann man bereits Verbreitung von Verschwörungstheorieen nennen.
    Ich überlege auch immer wieder, ob es Sinn macht, auf Ihre, nennen wir es Anmerkungen, zu antworten.
    Am Ende mache ich das nur, um diese Art Beitrag nicht unwidersprochen zu lassen. Ich bat Sie beim letzten Mal, Ihre Theorien doch mal Hinterbliebenen oder Krankenhausmitarbeitern vorzutragen. Wie waren die Reaktionen ? Oder wollen Sie hier nur Ihren Frust über Beschränkungen ablassen ?

  30. Voigt Christian

    Zum Thema Schweden,
    Aus Aerzteblatt.de 19. Mai: Das, einen sonderbaren weg gehende Schweden, hat im April die seit Jahren höchste Sterberate verzeichnet. Laut Statistikbehörde starben im Vormonat 10.458 Menschen? Mehr als in allen anderen Monaten der vergangenen Jahrzehnte.
    Aus NTV Panorama, So viele Menschen wie vor 150 Jahren. Deutlich mehr als in Deutschland.
    Zum Thema Krankenhäuser,
    Wie in den Nachrichten angekündigt lauft es anders rum. Die City-Hospitäler transportieren die Patienten zu den Regionalkrankenhäuser um Entlastung zu bekommen.
    Letztens am Fernsehen sagte ein Chefarzt mit Skeptiker kann man reden, die nehmen auch Argumente auf. Mit Leugner und Verschwörungstheoretiker bringt das nichts, sie lehnen genauso Tatsachen wie wissenschaftliche Erkenntnisse ab und verharren immer wieder auf ihre Argumentation oder passen diese an.
    Unter uns Herr Schlozen, Ich glaube nicht dass Sie ein Skeptiker sind.
    Zum Thema Herdenimmunität,
    Es ist die Immunität des Stärkeren. Kein Platz für die Schwachen. Das zeugt nicht an Menschlichkeit sondern an Egoismus

  31. Rainer Kleine-Tebbe

    Herrn Scholzen zur Kenntnisnahme:
    Schwedens Sonderweg muss eine Gesellschaft wollen. Zitat aus einem Spiegel-Artikel vom 9.10.2020:
    „In den schwedischen Richtlinien für die „Priorisierung“ sind mehrere Gruppen definiert, die keine Intensivbehandlung erhalten sollen, falls das Gesundheitssystem seine Belastungsgrenze erreicht. Ein Kriterium ist das geschätzte „biologische Alter“, ein zweites sind Vorerkrankungen.
    Wer nach Ansicht der Ärzte biologisch zwischen 60 und 70 Jahre alt ist und zwei Organschwächen aufweist, etwa an Herz und Nieren – keine Priorität. Wer biologisch zwischen 70 und 80 ist sowie ein Organleiden hat – keine Priorität. Wer zwar keine gravierenden Leiden hat, aber biologisch über 80 ist – keine Priorität.“
    „Keine Priorität“ bedeutete in der Praxis, dass die Patienten Morphine gegen die Schmerzen bekamen, aber eben keine Behandlung. Das Gesundheitssystem dort war nie an der Grenze, es wurde trotzdem so gehandhabt. In Ihrem Sinne, Herr Scholzen ? Oder ist der Spiegel für Sie die Lügenpresse ?