Region Brüssel verschärft Maßnahmen im Kampf gegen Corona

Die Region Brüssel verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie. Grund ist der rasche Anstieg bei den Neuinfektionen und den Krankenhausaufnahmen.

Maskenverkauf in Brüssel (Bild: Benoit Doppagne/Belga)

Maskenverkauf in Brüssel (Illustrationsbild: Benoit Doppagne/Belga)

Ab Montag müssen Bars, Cafés und Night Shops bereits um 23 Uhr statt um 1 Uhr nachts schließen. Restaurants sind davon ausgenommen. Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr in der Frühe sind Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum verboten.

Die allgemeine Maskenpflicht wird zwar abgeschafft, so wie es der der Nationale Sicherheitsrat zuletzt erlaubt hatte. Überall, wo großer Andrang herrscht, also zum Beispiel in Einkaufsstraßen und den Eingangsbereichen von Schulen, gilt sie aber weiterhin. Im einzelnen regeln das die Brüsseler Gemeinden. Neu ist: Grundsätzlich muss man immer eine Maske dabei haben.

Bürgermeister Philippe Close kündigte strenge Kontrollen im Horeca-Sektor an. Bei Verstößen drohen 250 Euro Geldbuße oder die Schließung des Lokals.

Der Nationale Sicherheitsrat hatte in seiner Sitzung am Mittwoch eine Lockerung der Maskenpflicht ab dem 1. Oktober entschieden. Die strengeren Maßnahmen in der Hauptstadtregion gelten für drei Wochen.

In der Region Brüssel Hauptstadt breitet sich das Coronavirus besonders schnell aus. Mittlerweile ist jeder zehnte Coronatest positiv. Im Landesdurchschnitt liegt dieser Anteil bei etwas über 4,4 Prozent.

vrt/rtbf/sh