Premierministerin appelliert in Videobotschaft zum Einhalten der Corona-Regeln

In einer Videobotschaft ruft Premierministerin Sophie Wilmès dazu auf, die Corona-Regeln weiterhin gewissenhaft zu befolgen.

Premier Wilmès nach dem letzten Nationalen Sicherheitsrat (Bild: Dirk Waem/Belga)

Sophie Wilmès (Bild: Dirk Waem/Belga)

Jeder müsse sein Bestes geben, damit die Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Virus nicht verschärft werden müssten. Die steigenden Infektionszahlen und Krankheitsfälle seien besorgniserregend, so Wilmès.

Sie verstehe, dass es eine mentale Müdigkeit gebe und die Unsicherheit demotivierend sei. Es komme aber weiterhin auf jeden Einzelnen an, um die Situation zu meistern.

In dem Videofilm ruft die Premierministerin noch einmal die Basis-Regeln in Erinnerung, mit denen man sich und andere vor einer Ansteckung schützen kann. Dazu zählen das Abstand-Halten, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Begrenzung der sozialen Kontakte.

Zuletzt waren die täglichen Neuansteckungen in Belgien auf teilweise mehr als 1.000 gestiegen. Auch die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die in Kliniken behandelt werden müssen, steigt kontinuierlich.

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vrt/mh

19 Kommentare
  1. Viktor Krings

    Warum richtet sich die „Premierministerin“ nicht auch in deutscher Sprache an die Bevölkerung? In dieser Hinsicht könnten unsere „Regionalpolitiker“ auch mal bei der „Premierministerin“ intervenieren.

  2. Elian Schulte

    @Viktor Krings: Vielleicht weil nur 0,6 Prozent aller Belgier deutsche Muttersprachler sind?

  3. Thomas Müller

    Dennoch ist Deutsch eine anerkannte Amtssprache in Belgien…

  4. Anja Wotschke

    @VIKTOR KRINGS, vllt kann die gute Frau kein Deutsch und denkt sich dass alle Bürger einschließlich der in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Französisch und vllt auch noch Niederländisch können ( können müssen ) ? In Belgien hatten und haben es die Deutschsprachigen schon immer schwer gehabt und daran wird sich wohl auch kaum was ändern .

  5. Collas Guido

    Der Herr Krings hat Recht. Dann soll die Frau Wilmes gefälligst Deutsch lernen. Wir sind ja auch der Französichen Sprache mächtig ( die meisten ) . Deutsch ist auch eine Amtssprache. Zahlungsaufforgerungen sind doch schon immer auf Deutsch.
    Vielleicht möchte Sie auch der Deutschen Sprache nicht machtig sein .Erfährt man ja oft genug.

  6. Freddy Langer

    Die gute Dame hat wahrscheinlich die Fallzahlen in Ostbelgien gelesen. Daher betrifft uns dieses Brüssler Filmchen auch nicht.

  7. Benny Appelt

    Es wäre natürlich wünschenswert, wenn die führenden Politikern perfekt in allen drei Amtssprache parlieren könnten. Allerdings ist meines Wissens nur der König zur sprachlichen Neutralität verpflichtet. Man könnte mal eine Vollerhebung aller Bürger Belgiens durchführen, die in der Lage sind alle drei Sprachen (nicht perfekt, aber grundlegend) zu sprechen. Da dürfte, dass Ergebbis wohl auch bescheiden aussehen, ergo müsste viel mehr Akzent auf die Erlernung des jeweils andere zwei Landessprachen, als Fremdsprachen, bereits ab dem Kindergarten gelegt werden. Auch da dürfte die Realität wohl eine andere sein.
    Ansonsten bleibt zwischen Anspruch und Realität eine gewaltige Lücke.

  8. Norbert Schleck

    @Collas Guido:
    „Wir sind ja auch der Französichen [sic] Sprache mächtig (die meisten)“
    Dem wage ich vehement zu widersprechen.
    Die meisten Ostbelgier, die sich so gerne als „perfekt zweisprachig“ feiern lassen, sind noch nicht mal der eigenen Muttersprache mächtig.
    Sie selbst liefern den Beweis: „Vielleicht möchte Sie [sic] auch der Deutschen [sic] Sprache nicht machtig sein.“
    Zwei weitere Punkte hätte man uns in der Schule wegen „machtig“ und „Zahlungsaufforgerungen“ abgezogen…

    Auch genügt der Blick in ein gewisses Forum, um meine Aussage zu bestätigen.

    @ Benny Appelt:
    Eine offizielle Befragung nach Sprachzugehörigkeit („recensement linguistique“) ist in Belgien verboten.
    Wie könnte eine Feststellung dieser Sprachkenntnisse sonst durchgeführt werden? Durch Erscheinen vor einer dreisprachig besetzten Prüfungskommission?

    Ansonsten gebe ich Ihnen Recht. Das Erlernen der jeweils anderen Landessprache ist in Belgien leider seit Jahren auf dem Rückzug, auch in Flandern übrigens.
    In Malmedy hat die Gemeinde gerade erst den Deutschunterricht abgeschafft, aus Kostengründen, wie es hieß…

  9. Alexandra Peters

    Dass nicht alle belgischen Bürger aller drei Amtssprachen dieses Landes mächtig sind, ist eine Tatsache…müssen sie je auch schließlich nicht.
    Die Politiker dieses Landes, müssen vielleicht auch nicht alle drei Landessprachen sprechen, sobald sie sich allerdings an die gesamte Bevölkerung dieses Landes widmen, müssen sie dies auch in allen Landessprachen tun, und sei es „nur“ mit Untertitel.
    Und ehrlich gesagt, sie werden dafür auch nicht schlecht bezahlt….die „Normalsterblichen“ nicht….im Gegenteil, hier setzt man am Arbeitsplatz eigentlich schon automatisch voraus, dass die drei Sprachen – deutsch, französisch, flämisch – in Wort und Schrift beherrscht werden…allerdings bekommt man dafür kein höheres Gehalt….

  10. Norbert Schleck

    @A. Peters:
    „…sobald sie sich allerdings an die gesamte Bevölkerung dieses Landes widmen, müssen sie dies auch in allen Landessprachen tun, und sei es „nur“ mit Untertitel.“

    Uneingeschränkte Zustimmung, Frau Peters. Untertitel oder Simultanübersetzung, besonders wenn es sich wie hier um einen vorbereiteten Auftritt der Premierministerin handelt, das musste eigentlich selbstverständlich sein.
    Das könnte dann auch über den BRF-Fernsehkanal in alle Haushalte kommen.
    Wozu dient der sonst? Zur Ausstrahlung eines Standbildes mit Werbung und Musik?

    Das mit dem höheren Gehalt hängt ganz vom Arbeitgeber ab.
    In einem früheren Leben bekam ich eine jährliche Prämie, nicht übermäßig hoch, aber immerhin eine Anerkennung, für den Gebrauch der dritten Landessprache.
    Nur für den Gebrauch, nicht für die Kenntnis, denn hätte ich Russisch gekonnt, wäre es damit natürlich Essig gewesen.

  11. Herman Huybrechts

    Ich stimme diesen Kommentaren vollmundig zu. Deutsch ist eine der drei anerkannten Amtssprachen Belgiens und sollte dementsprechend berücksichtigt werden, vor allem von Amtsträgern. Eine kleine Berichtigung allerdings: flämisch ist keine Sprache, wir Flamen sprechen Niederländisch.

  12. Jean-Pierre DRESCHER

    Wer sich als bestbezahlter Föderalpolitiker aus der Wallonie weigert auch nur ein einziges Wort Deutsch an uns in der DG zu sprechen beweist uns doch, wie wenig Respekt man ggü. uns als nationale Minderheit noch im Brüsseler Beamtenstaat hat.

  13. Maria van Straelen

    Jetzt übertreiben Sie alle nicht so. Man hat uns hier in Ostbelgien deutsch zugestanden, das heisst nicht, dass uns alle in deutsch ansprechen müssen. Haben Sie Macron schonmal bretonisch, baskisch, elsässisch etc. reden hören ? Oder Frau Merkel dänisch und/oder sorbisch ? Dass alles Wissenswerte in deutsch angeboten wird, kann doch dann wohl unsere eigene ‚Regierung‘ leisten – sowieso schon ein Privileg, das keine andere Minderheit irgendwo in Europa hat.

  14. Benny Appelt

    In einem Land wie Belgien, dass von so großer kultureller und sprachlicher Vielfalt geprägt ist, kommt dem gegenseitigen Respekt ein wesentlich höherer Stellenwert zu, als in homogenen Nationalstaaten. Es ist immer einfach das Trennende zu betonen, aber in der Vielfalt liegt auch große Chance. Natürlich sind gewisse Prozesse langwieriger und auch inakzeptabel langwierig (Regierungsbildung auf der föderale Ebene), aber gerade hier realisiert eben auch der europäische Gedanke im Kleinen.

    Im Folgenden:
    1. Dass die Ansprache von PM’in Wilmès nicht in Deutsch untertitelt war, ist eher ein Professionalitätsproblem, da es unverständlich scheint, dass dies technisch nicht möglich sein sollte.
    2. Sprachenkompetenz zu erwerben, zumindest in einem gewissen Umfang, lässt sich auch als eine Bringschuld jedes Einzelnen betrachten, sofern die pädagogischen Grundlagen gelegt werden. Es hat etwas mit innerer Überzeugung und Einstellung zu tun, ob man bereit ist, sich mit seinen Mitbürgern und Nachbarn, auch in deren Sprache, verständlich zu machen.

  15. Mario Meis

    @ Frau van Straelen
    In Belgien sind die Amtssprachen Niederländisch, Französisch und deutsch, in Deutschland deutsch und in Frankreich französisch.
    Wieso sollte Herr Macron , die von Ihnen angeführten Dialekte sprechen und Frau Merkel dänisch? Gehört Dänemark zu Deutschland?
    In Belgien müssten alle drei Sprachen nebeneinander gelten!
    Außerdem sind die Regeln oder sagen wir besser Bevormundung wohl jedem bekannt, die einen halten sich dran, andere nicht, so ist das eben in einer freiheitlich Demokratie! Nicht jeder ist Obrigkeits- und Wissenschaftshörig!
    Sie denken mit Ihrem eigenen Verstand!
    Leider ist heutzutage betreutes denken angesagt!

  16. bernard Ramscheid

    Herr Meis, in Deutschland leben mehr oder weniger 60000 Sorben. Also müsste Frau Merkel sich in Sorbisch an ihre sorbischen Mitbürger wenden. Also: Nehmen wir Deutschsprachigen ‚uns nicht wichtiger als wir sind! Bleiben wir also bescheiden!

  17. Freddy Langer

    @ Herrn Ramscheid, wenn es nach ihrer Logik ginge, müsste Frau Wilmes eher auf Arabisch ihre Mitteilung kundtun.
    Doch wenn ich mich nicht irre, ist Deutsch, eine der anerkannten Sprachen in unserem Land. So sollte sie, als Premierministerin aller Belgier, halt auch deutsch sprechen.

  18. Norbert Schleck

    Irrtum, Herr Langer, in Deutschland ist Deutsch die einzige Amtssprache.
    Es gibt zwar vier anerkannte Minderheiten, die dänische, die sorbische, die friesische und die Sinti und Roma, die aber weder Sprachregionen bilden noch sonstige politischen Sonderrechte genießen, abgesehen von der dänischen, die durch den SSW im Landtag von SWH vertreten ist und von der 5-Prozentklausel befreit ist.
    Frau Merkel braucht also nur Deutsch zu sprechen.

    In Frankreich ist Französisch die einzige offizielle Sprache. Präsident Macron braucht also weder Flämisch, Gälisch, Bretonisch, Okzitanisch, Katalanisch, Korsisch, Elsässisch (Deutsch), Kreolisch, noch sonst eine der Minderheitensprachen zu sprechen, die Paris im Laufe der Jahrhunderte mit mehr oder wenger Erfolg unterdrückt hat.

    In dieser Hinsicht sind wir „Ostbelgier“ wirklich die so oft beschworene“ „bestgeschützte Minderheit“ Europas.

  19. Maria van Straelen

    Nein Herr Langer, Ihre Logik ist falsch. All diese angesprochenen Sprachgruppen, die eine eigene Sprache und kein Dialekt sind, sind ANERKANNTE Minderheiten mit eigenen politischen und oder gesellschaftlichen (Schulen etc.) Einrichtungen, es sind nicht nur anderssprachige Menschen, die zusfällig in Deutschland, Frankreich etc. leben. Und wenn Sie sich hier in Belgien als einzige Minderheit in Europa fühlen, die auch noch unterdrückt wird, so sei Ihnen gesagt, dass es in ganz Europa nur 2 Länder ohne anerkannte anderssprachige Bevölkerungsgruppen gibt, das ist Island und Portugal, wobei man in Island auch das Recht auf Dänisch hat, in welcher Form, weiss ich jetzt nicht so genau. Aber KEINE dieser Gruppen kann damit rechnen, von der Landesregierung in Ihrer Sprache angesprochen zu werden, geschweige denn, kann dies fordern.
    Anmerkung: „anerkannte“ und „keine“ ist nicht geschriehen, sondern betont !