Alarmschwelle überschritten: Ganz Belgien jetzt orange

Ganz Belgien ist jetzt orange. Das ist auf der aktuellen ECDC-Karte zu sehen. Die wird vom europäischen Zentrum zur Krankheitskontrolle und Bekämpfung zusammengestellt und zeigt an, wie viele Corona-Infektionen es derzeit gibt.

CHU Liège (Illustrationsbild: Benoit Doppagne/Belga)

Illustrationsbild: Benoit Doppagne/Belga

Orange bedeutet, dass die Alarmschwelle von 20 Infektion pro 100.000 Einwohnern überschritten wurde. Vergangene Woche war nur Flandern orange.

Andere Länder berufen sich auf die ECDC-Karte, um eventuelle Reisebeschränkungen festzulegen. Auch die niederländischen Provinzen Zeeland und Süd-Holland sind orange. Luxemburg, Nordspanien und Teile von Rumänien sind dunkelrot.

vrt/vk

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11 Kommentare
  1. Anja Wotschke

    Und warum jetzt direkt ganz Belgien ? Da werden Regionen wo es so gut wie keine Coronafälle gibt direkt mit denen über einen Kamm gescherrt wo das Virus wirklich massiv tobt und als ob alle Bürger aus den so gut wie coronafreien Zonen sich täglich und freiwillig in die Risikoreichsten Zonen begeben täten ist doch wohl mehr wie fraglich.

  2. Manz Hannelore

    Fraglich ist nur warum sich die meisten in den Gebieten wo es wenig Fälle gibt, sich an nichts halten. Die Masken sind zu eng..? Kann man sich selbst nähen, dann passt sie, Abstand halten ist auch nicht nötig, und die vielen Touristen aus Flandern,und Holland, ist auch ein Grund warum es wieder losgeht. Und wer muss drunter leiden, alle die sich an die Vorschriften gehalten haben. Ich bin seit März nirgends hin ohne Maske, werde sie auch weiterhin tragen, auch wenn in manchen Geschichten die Kunden mich blöd anschauen, und sagen wie lange ich mich noch von beformunden lasse.

  3. Maria van Straelen

    Genau Frau Manz, es kann JEDERZEIT ÜBERALL wieder losgehen, warten wir mal das Ende der Ferien ab, oder nur sonnige Wochenenden. War gestern niemand aus Eupen in Oostende ? Und das überfüllte Freibad in Worriken ? Solange sich eine Bevölkerung im ganzen Land bewegen kann, kann es überall plötzlich neue Infektionsherde geben. Das Virus wird EINGESCHLEPPT und wächst nicht lokal aus dem Boden. Besonders merkt man, dass es mehrfach die Jüngeren sind, die jetzt das größte Risiko darstellen, Hauptsache amüsieren. Auch ich halte mich an die Regeln, bin seit Februar nirgendwo gewesen. Wie es jetzt läuft, so diskutieren wir im nächsten Jahr noch über die gleichen Probleme

  4. Dieter Leonard

    @A. Wotschke
    Belgien ist ein kleines Land mit hoher Bevölkerungsdichte.
    Die Stadt in der Wallonie mit der höchsten Rate Neuinfizierter ist … Verviers.
    Heute ist Markt in Verviers. Aber da fährt ja kein „Ostbelgier“ hin. Oder ?

  5. Lutz-René Jusczyk

    Frau van Straelen, es ist nicht fair, vorrangig der Jugend Verantwortungslosigkeit vorzuwerfen.
    Dass Menschen den Mund- und Nasenschutz so tragen, dass er quasi wirkungslos ist, betrifft alle Altersgruppen.
    In diesem Zusammenhang empfehle ich den Kommentar betitelt »Die Schüler wissen, was sie tun – auch die kleinsten« auf der Internetseite der WELT.
    Dem Verfasser kann ich nur zustimmen, wenn er schreibt:

    »Es gehört zu den Mysterien der Corona-Pandemie, dass Kindern und Jugendlichen stets weniger Verantwortungsbewusstsein attestiert wird als den Erwachsenen. Dabei lehrt schon ein flüchtiger Blick in jeden Bus oder jede U-Bahn, dass es nicht die Kinder sind, die die Maskenpflicht verletzen oder den Mund-Nasen-Schutz falsch tragen. Es sind die Erwachsenen, Männer jeden Alters vor allem, die sich renitent verweigern und ein schlechtes Vorbild abgeben. Allenfalls sind es ältere Jugendliche, die das Nicht-Tragen der Maske in eine Art Protest gegen das Establishment umgewandelt haben. Doch auch sie wüssten, wie es richtig geht.«

  6. Maria van Straelen

    Herr Jusczyk, von Jugentlichen habe ich nicht geschrieben, dass ist eine Gruppe unter 18 Jahren. Ich habe von Jüngeren gesprochen, was Sie so ungefähr in jedem Zeitungsartikel lesen können. Das ist eine Frage der Perspektive. Lange war das ganze nur ein Problem von Senioren, aber inzwischen werden international eher die Menschen im besten Alter (30 – 50) als diejenigen angegeben, die sich infizieren. Und die wirklich Jüngeren, ab 20 sind doch diejenigen die vor lauter Party feiern, nachts öffentlich in Stadtzentren, auf Ballermann oder sonstwo keinerlei Maßnahmen respektieren, dass sind nicht alle Jüngeren, aber die, die es tun, sind eher Jüngere und keine 80-Jährigen.

  7. Maike Krost

    Die Gruppe der 30-50 jährigen hatte schon immer die meisten Infizierten. Die Erkrankten jedoch sind älter. Das ist das Problem bei den ganzen Berichterstattungen. Nirgends findet man Zahlen, wieviele Menschen tatsächlich erkrankt sind. Es wurde viel mehr getestet, und natürlich steigt dann die Zahl der Positiven

  8. Christian Wolf

    Richtig, Frau Krost. Vor allem steigt durch das viele anlasslose Testen die Zahl der falsch-postiven Tests. Nach meiner Schätzung liegt bei der gegenwärtigen Rate von Test-positiven die Zahl der falsch-positiven Test bei mindestens 2 auf einen wirklich positiven Test, eher aber bei 5 falschen auf einen richtigen. Das ist die Krux der anlasslosen Massentests.

  9. Alfons van Compernolle

    Gut das mehr getestet wird , was in einiger Zeit, dann auch genauere Zahlen
    ermoeglicht und somit auch gezielte Massnahmen mit sich bringt.

  10. Lutz-René Jusczyk

    Herr Wolf, gibt es Studien, die Ihre Schätzung untermauern?
    Mit derart steilen Behauptungen bzgl. der Validität der Corona-Tests sollte man m.E. vorsichtig sein.

  11. Thomas Palenberg

    @ Alfons von Compernolle
    Gezielte Maßnahmen? In Belgien?? Da kann man nur von träumen. In diesem Land gibts seitens der Regierung schlicht blinden Aktionismus ohne Sinn und Verstand.Da können die Zahlen noch so genau sein, hier wird immer schön weiter hysterisch rumgeeiert. Furchtbar….

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