Provinz Antwerpen ergreift drastische Corona-Maßnahmen

Die derzeit besonders von der Corona-Pandemie betroffene Provinz Antwerpen hat deutlich strengere Vorgaben gegen die Verbreitung des Virus erlassen. In der gesamten Provinz gilt jetzt eine nächtliche Ausgangssperre und das Tragen einer Mundmaske ist an allen öffentlichen Orten Pflicht.

Antwerpen (Bild: Dirk Waem/Belga)

Bild: Dirk Waem/Belga

Spätestens um 23 Uhr abends macht in Antwerpen dieser Tage alles dicht. Der Krisenstab der Provinz einigte sich am Montag auf eine nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung der Pandemie. Bis 6 Uhr morgens dürfen die Menschen dann nur in Notfällen und für den Weg zur Arbeit das Haus verlassen. Und natürlich nur mit Maske.

Zur Arbeit darf außerdem nur, für wen ein Arbeiten von zu Hause nicht möglich ist. Individuelle Kontaktsportarten wie Judo oder Boxen werden verboten. Mannschaftssport ist nur Jugendlichen unter 18 Jahren erlaubt.

Außerdem kommt eine Sperrstunde für Cafés und Restaurants ab 23 Uhr. Sie gilt in allen 70 Gemeinden und in der Stadt Antwerpen.

Der Antwerpener Krisenstab war am Montag nach der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats zusammengekommen. Dabei hatten sich die Politiker auf strengere Maßnahmen im ganzen Land verständigt.

Antwerpen verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen mit über 1.000 Ansteckungen fast die Hälfte aller Corona-Fälle in Belgien.

rtbf/vrt/jp/pe