Steckt Christian B. auch hinter einem Mord in Belgien?

Auch die belgischen Justizbehörden gehen der Frage nach, ob der neue Verdächtige im Fall Maddie McCann nicht auch mit ungelösten Mordfällen in Belgien in Verbindung gebracht werden kann. Konkret geht es nach Medienberichten um den Tod von Carola Titze. Die zum Tatzeitpunkt 16-jährige Deutsche war 1996 an der Küste ermordet worden. Der Fall wurde nie geklärt.

Ein Foto von Maddie McCann in Lagos

Maddie McCann verschwand 2007 im Alter von drei Jahren (Bild: Luis Forra/EPA)

Die Ermittlungen gegen Christian B. sorgen für Bewegung. In erster Linie natürlich im Fall Maddie McCann. Der 43-Jährige wird ja offenbar dringend verdächtigt, das britische Mädchen vor 13 Jahren in Portugal entführt und wahrscheinlich auch ermordet zu haben.

Sein Profil hat aber so ein bisschen überall hellhörig gemacht. Auch in Belgien. Die Staatsanwaltschaft Brügge etwa lässt untersuchen, ob nicht auch ein Zusammenhang hergestellt werden kann zwischen dem Verdächtigen und einem ungelösten Mordfall an der belgischen Küste. 1996 war in De Haan die damals 16-jährige Carola Titze verschwunden. Eine Woche später wurde die brutal entstellte Leiche des deutschen Mädchens entdeckt. Schon damals konzentrierten sich die Ermittlungen auf einen jungen Deutschen, den Carola Titze angeblich kennengelernt hatte; seine Identität konnte aber nie geklärt werden. 2016, zehn Jahre nach der Tat, wurde die Akte erstmal geschlossen. Was aber nicht heißt, dass man sie im Falle neuer Erkenntnisse nicht wieder öffnen kann – verjährt ist der Fall jedenfalls nicht.

Das Profil von Christian B. könnte jedenfalls passen. Der Verdächtige hat ein ellenlanges Vorstrafenregister, insbesondere wegen Sittenvergehen und insbesondere Pädophilie. Schon im Alter von 17 Jahren hatte er eine Jugendstrafe verbüßen müssen wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen.

Roger Pint

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