Eindringliche Rufe nach Grenzöffnungen auch aus Frankreich

Politiker aus den französischen Ardennen haben die sofortige Öffnung der Grenze zu Belgien gefordert. Nationale Abgeordnete, Senatoren und Lokalpolitiker wandten sich am Freitag mit ihrem Anliegen an die Regierung in Paris. In der Grenzregion gibt es einige nahezu von Belgien umschlossene Gemeinden.

Grenzkontrolle an der belgisch-französichen Grenze in Quevy

Grenzkontrolle an der belgisch-französichen Grenze in Quevy (Foto: Benoit Doppagne, Belga)

Die nach wie vor vielerorts in Europa geschlossenen Grenzen bewegen nicht nur die Menschen in Ostbelgien. Auch aus Frankreich kommen Rufe nach einer sofortigen Öffnung. Die Politiker aus den Ardennen weisen in ihrem Schreiben nach Paris darauf hin, dass besonders der Norden des Départements schon vor der Corona-Pandemie strukturelle Probleme hatte. Nun falle dazu noch die belgische Kundschaft weg.

Dem Schreiben zufolge kommen in den Läden an der Grenze fast 70 Prozent der Kunden aus Belgien. Darüber hinaus ist auch der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Die Politiker fordern deshalb, die Regel der 100 Kilometer auch für auswärtige Touristen anzuwenden.

Was es damit auf sich hat: Die Franzosen dürfen mittlerweile wieder Urlaub machen, aber nur im Umkreis von 100 Kilometern um den Wohnort – an der Grenze ist natürlich vorher Schluss.

Peter Esser

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8 Kommentare
  1. Freddy Langer

    Leider kann der Bürger so laut rufen wie er kann bzw will, doch die Diktatoren auf den Ministerstühlen scheren sich nullkommanull darum.

  2. Jean-Pierre DRESCHER

    Mit den Franzosen sollte Brüssel nicht allzu sehr Spielchen treiben. Paris lässt sich nicht zweimal provozieren. Schon gar nicht von 3 Millionen Wallonen und 9 Millionen Flamen die sich selber nicht besonders mögen.

    Was die Armee zwar nicht machen wird kann ganz schnell von den gut organisierten Gelbwesten aus der Provinz kommen. Ich fürchte jetzt schon dass Le Pen von der FN damit Zulauf bekommt mit Stimmungsmache gegen das Föderale Königreich.

  3. Doreen Theis

    Mittlerweile kommt es mir so vor,je lauter wir nach Grenzöffnung schreien,das es überhaupt nicht mehr gehört wird!!!
    Die Personen die darüber entscheiden, können wahrscheinlich jeden Tag ihre Familie sehen und müssen auch ihren Kindern nicht erklären,warum sie Oma und Opa nicht sehen dürfen!!!
    Wir werden hier vera….t,Corona hin oder her,es reicht!!!

  4. Yves Tychon

    In den letzten Satz des Artikels hat sich ein Fehler eingeschlichen. Er sollte lauten: « aber nur im Umkreis von 100 Kilometern um den Wohnort – an der Grenze ist UNnatürlich vorher Schluss. »

  5. ALFRED MAUEL

    da können noch so viele Petitionen und Unterschriften gesammelt werden und vor allem das bla bla unserer dg Politiker(GRENZEN ÖFNNEN SOFORT USW:)
    Idas alles wird in Brüssel nicht gehört und die grenzen werden geöfnnet wann sie es wollen schluss aus……

  6. Peter Mertens

    Fakt ist doch , wer in Lüttich, Brüssel oder Antwerpen wohnt den interessiert die Grenze nicht.
    Es sind nur die Grenzgänger, selbst der Eupener wenn er nicht in Deutschland arbeitet oder dort Familie, Freunde hat, fährt selten über die Grenze

    Wir können weiterhin schreiben bis die Finger qualmen, wenn da nicht ein Anwalt was unternimmt wird das nichts

    Hier erinnert alles an die Demokratische Volksrepublik Korea, man beachte das Wort „Demokratische“

  7. Herbert Nordmann

    In der Tat, Alfred.
    Und der Schaden für das Land ist katastrophal.
    Man braucht sich ja nur mal in wallonischen und flämischen Internetforen umzusehen, welche Parteien dort massiv an Zuspruch gewinnen und das nicht nur wegen der Grenzschließung: Wir sind extrem schlecht durch die Krise gekommen, die Wirtschaft bricht ein, die Staatsausgaben steigen an, gleichzeitig sinken die Steuereinnahmen, immer mehr Menschen rutschen in Armut ab und sind auf Sozialhilfe angewiesen.
    Die Föderalregierung behandelt die Bürger obendrein wie unmündige Kinder.
    Die Reise-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit sind ausgesetzt: Friedliche Kundgebungen zum Beispiel in Form eines Spaziergangs wie in Sankt Vith für heute geplant, werden von der Polizei untersagt.
    Das Mandat der jetzigen Regierung läuft im kommenden Monat aus. Wie es danach weitergeht, weiß niemand.

  8. Gerd Zimmermann

    Ich finde es als Deutscher, der seit 30 Jahren gerne nach Maaseik fährt und dort inzwischen eine Immobilie besitzt als blanken Hohn das man sein Eigentum nicht benutzen darf. Klar gelte ich als Tourist, lasse auch gerne mein Geld in Belgien weil ich gerne dort bin in meiner Freizeit, vielleicht denkt die zusammen gezimmerte Regierung mal drüber nach was das für ein Schwachsinn ist.
    Dann sollten wir den Gedanken Europa getrost zu Grabe tragen, bisher hielt ich mich für gut integriert und habe mich auch anständig benommen, aber das reicht wohl nicht. Ich hätte wohl besser auf holländischer Seite was erworben.
    Wollte auch nur meinem Ärger mal Luft machen, nichts für ungut.
    Bleibt gesund !

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