Premier Wilmès zieht in Videobotschaft Bilanz der Corona-Krise

Premierministerin Sophie Wilmès hat sich am Sonntagabend in einer Videobotschaft an die Bürger gerichtet. Dabei zog sie eine erste Bilanz zur Corona-Krise. Sie ließ offen, ob die Maßnahmen über den 19. April hinaus aufrechterhalten werden sollen.

Premierministerin Sophie Wilmès (Bild: Daina Le Lardic/Pool/Belga)

Premierministerin Sophie Wilmès (Bild: Daina Le Lardic/Pool/Belga)

Die Maßnahmen haben sich anscheinend gelohnt. Das könne man an der verlangsamten Ausbreitung des Virus oder der Verdopplungsrate in den Krankenhäusern erkennen. Bislang sei es gelungen, die Überlastung der Krankenhäuser bzw. der Invensivstationen zu verhindern.

Aber es sei noch zu früh, euphorisch zu sein, erklärt Wilmès. Auch nach dem Peak werde es weiterhin Kranke und auch Tote geben. Die kommenden Wochen werden hart, so die Premierministerin, deshalb müssten sich weiterhin alle an die Ausgangssperre und die Regeln des Social Distancing halten, trotz des schönen Wetters.

Ob die Maßnahmen noch bis zum 3. Mai verlängert werden, das werde jede Woche neu bewertet. Sicher sei: Auch danach werde die Krise andauern. Dem Land stehe ein langer Wiederaufbauprozess bevor. Man werde langsam und schrittweise wieder zu einer normalen Situation zurückkehren. Dieser Übergang werde durch eine Expertengruppe vorbereitet. „Es wird ein Vor und ein Nach Covid-19 geben“, so Wilmès.

belga/cd/vk

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4 Kommentare
  1. Georg Kremer

    Puh, die Dame tut sich aber schwer, mal ein paar Worte auf Deutsch zu sagen. Das würde ihr sicher nicht schlecht zu Gesicht stehen und käme ihrer Glaubwürdigkeit weiter zugute. Wenn ich mir bedenke, welchen Hype es gab, als vor Jahrzehnten der Köning und auch die ersten belgischen Premiers ihre ersten Worte in der dritten Landessprache zum Besten gaben. Das wurde in den ostbelgischen Medien gefeiert, als ob Ostern und Weihnachten zusammenfielen. Davon ist leider nichts mehr übrig geblieben. Nicht mal mehr eine eingeblendete Übersetzung. Schade. Ist doch noch gar nicht so lange her, dass in Belgien alle deutschsprachigen Staatsoberhäupter Europas Willkommen geheißen wurden.

  2. Alfons van Compernolle

    Nun ja , Deutsch & Nederlands sind keine unbedingt einfachen Sprachen.
    Wenn ich denn die Lernmethoden hier in Gent sehe, mit welcher z.B. versucht wird Deutsch zu vermitteln an insgesamt „2“ Schulen, dann fuehle ich mich an meine Schulzeit zurueck erinnert, welche 50 Jahre her ist ! Zeitgemaesse Lernmethoden koennten hier Abhilfe schaffen , aber davon hat Oost-Vlaanderen noch nichts gehoert ! Leider !

  3. Edgar Fink

    Schon wieder eine verpasste Chance der belgischen Premierministerin. Technisch wäre es ohne weiteres möglich, ihre Ansprache simultan auch in deutscher Sprache zu halten (oder simultan zu übersetzen/senden) Ich denke, was unser belgischer König kann, müsste auch unsere Premierministerin ohne Probleme hin bekommen. Sprachgewandt ist sie ja bekannterweise. Gleichberechtigung und Respekt bedeutet auch, sich in deutscher Sprache an seine deutschsprachigen Mitbürger zu wenden. Ich denke, insbesondere unsere hiesigen Volksvertreter auf den verschiedensten Ebenen sind aufgefordert, unserer Premierministerin hier mal gehörig ins Gewissen zu reden.

  4. Georg Kremer

    Sehr richtig, Herr Fink. Sinn und Zweck dieser Videobotschaft war, so viele Landsleute wie möglich zu erreichen. Habe in den letzten Tagen irgendwie den Eindruck, dass wir Trotz der Feierlichkeiten „100 Jahre Belgier“ noch immer nicht richtig angekommen sind. Eines ist klar für alle aktuellen und künftigen ostbelgischen Politikerinnen und Politiker: Bitte KEINE Resolutionen mehr in Brüssel oder Namur für einen größeren Respekt der deutschen Sprache.

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