TEC-Streik wegen Coronavirus

Die liberale Gewerkschaft CGSLB hat am Freitag einen wilden Streik in den Busdepots der TEC Lüttich-Verviers begonnen.

TEC-Streik (Illustrationsbild: Virginie Lefour/Belga)

TEC-Streik (Illustrationsbild: Virginie Lefour/Belga)

Wie ein Sprecher erklärte, seien die Maßnahmen, die für die öffentlichen Verkehrsmittel im Kampf gegen das Coronavirus ergriffen wurden, ungenügend. Aus diesem Grunde werde kein einziger Bus die Depots verlassen.

Am Freitagmorgen werden in einer paritätischen Unterkommission eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus vorgestellt.

belga/cd

10 Kommentare
  1. Fryns Bruno

    Super, wieder mal ohne Bescheid zu geben. Meine Tochter musste dringend zur Arbeit nach Aachen, aber es kam kein Bus. Tolle Kommunikation. Ich stehe voll hinter Streikaktionen. Aber dann bitte angekündigt. Denkt doch mal an die Leute die dringend das Geld nötig haben….

  2. Edgar Fink

    Das ist doch wieder mal typisch für die Wallonie, was diese Busfahrer da wieder spontan veranstalten, ohne die für heute 10 Uhr bereits programmierte und vorgesehene Versammlung abzuwarten. „Tous ensemble, tous ensembre, ….“

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Hätten wir nicht endlich unseren so lange ersehnten Corona-Virus. So bleiben die wenigen überhaupt noch fahrenden öffentlichen Verkehrsmittel unserer Wallonie eben schon wieder kalt im Depot stehen, und jeder Fabrikarbeiter der nicht das Kleingeld hat für ein stabiles Auto was belgische Straßen dauerhaft übersteht kann sehen wie er morgens um sechs Uhr zur Frühschicht irgendwo im Gewerbepark im tiefsten Busch kommt.

  4. Georg Kremer

    Der TEC Lüttich-Verviers muss aber in jeder Situation noch einen drauf legen. Unmöglich dieser Laden.

  5. Nico Heinen

    Unmöglich! Eine Frechheit dass Leute die auf den Bus angewiesen sind derartig angespuckt werden und selber sehen können wie sie zur Arbeit kommen. Was soll das überhaupt bringen??

  6. Marcel Scholzen eimerscheid

    Die Tec Fahrer sind vom Coronavirus genauso betroffen wie alle anderen Menschen. Sitzen sprichwörtlich im gleichen Boot bzw. Bus. SInd somit keiner erhöhten Gefahr ausgesetzt. Somit gibt es keinen Grund zum Streiken. Diese wilden Streiks sind ein Unding. Untergraben das Streikrecht. Das sowas auch noch von einer Gewerkschaft unterstützt wird, macht die Sache doppelt schlimm. Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht über die angeführten Streikgründe. Da ist die Fantasie der tec Fahrer scheinbar grenzenlos. Bin schon gespannt auf den nächsten Streik.

  7. Freddy Langer

    Und dann soll aus Klimawandel-Gründen der Bürger die Öffentlichen Verkehrsmittel vermehrt nutzen, steht aber dann bei der Arbeitsmoral dieser Herrschaften wie ein begossener Pudel an der Haltestelle.

  8. Maria van Straelen

    Diese Busfahrer haben oft 8 bis manchmal 10 Std Dienst (bei Staus), ohne irgendeine Vorsichtsmaßnahme, wie Händewaschen. Gemäss Regeln muss JEDER der den Bus benutzt, vorne einsteigen, oft noch bezahlen etc. Das bedeutet eine ganze Menge mehr mögliche Kontakte. Was meinen Sie, wie oft ein Busfahrer im Winter allgemein angehustet wird, auch ohne Coronagefahr ? Ein Reisender ist meistens nach spätestens 1/2 Std wieder im Freien. Es ist so leicht meckern über Situationen, die man nie mitgemacht hat. Und die armen Fabrikarbeiter, die Sie immer wieder anführen Herr Drescher ? So schlecht verdienen die nicht, haben weniger Arbeitsstunden, als die meisten anderen, bekommen Überstunden bezahlt, die können sich durchaus ein Auto leisten (jetzt mal nur diese Situation für sich genommen) Wir haben fast unser ganzes Leben Gebrauchtwagen gekauft, ging auch und haben so sicher 1 – 2 Neuwagen (finanziell) eingespart

  9. Jean-Pierre DRESCHER

    Wenn der Wallonische Staatsbetrieb TEC seinen Arbeitern so miese Arbeitsbedingungen aufbrummt muss etwas anderes her. Zeitgemäße Busse mit Toilette, Klimaanlage und wirklich Platz für alle bzw. mehr Fahrzeuge. Aufteilung einer Schicht auf zwei Fahrer und vor allem mehr Abendverbindungen.

    Einfach mal nach Norwegen schauen, Regionalbusunternehmen wie Agdar Kollektiv Trafikken aber auch Nettbuss-Vy im Fernreiseverkehr bieten Busse an in die sich nicht nur der Fahrgast gerne reinsetzt.

  10. marcel scholzen eimerscheid

    Werte Frau Van Straelen
    Es gibt so viele Berufe mit Menschenkontakt, langen Arbeitszeiten. Da sind zum Beispiel die Beschäftigten in Geschäften, Apotheken, Verwaltungen… Die Tec Fahrer sind nicht die einzigen.

    Da dieses Jahr Sozialwahlen stattfinden, geht es der Gewerkschaft wahrscheinlich auch darum, Macht zu demonstrieren und Wahlkampf zu betreiben. Da kam der Coronavirus wie gerufen. War ein willkommener Anlass zum Streiken.