Entwicklungsbank BIO investiert in umstrittenen Palmöl-Betrieb

Die belgische Entwicklungsbank BIO investiert zusammen mit drei anderen europäischen Investitionsbanken in einen umstrittenen Palmölbetrieb, der in der Demokratischen Republik Kongo aktiv ist.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch unterstützt Belgien damit die kanadische Palmölgesellschaft Feronia. Diese soll die Rechte der Arbeiter vor Ort missachten und ihren unbehandelten Abfall in der Natur entsorgen.

belga/cd

Ein Kommentar
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Eigentlich ist diese Geschichte nichts aussergewoehnliches, denn die Nichtrespektierung von Menschenrechten bei gleichzeitiger Ausbeutung ist in Afrika eher der Normalfall.

    In Bezug auf den Kongo sollte man in Belgien allerdings mehr Sensibilitaet zeigen. Die Kongogreuel und die koloniale Vergangenheit sind nicht vergessen. Ich habe den Eindruck, man tut sich schwer damit in Belgien. Das sieht man ua im Afrikamuseum von Tervuren. Dort wird die koloniale Vergangenheit kaum thematisiert. Es waere besser, diese offen anzusprechen zwecks Vergangenheitsbewaeltigung. Dann koennen sich auch normale zwischenstaatliche Beziehungen entwickeln ohne moralischen Zeigefinger.

    Ausnahmslos jede Bank, mit oder ohne ethischen Anstrich, will Geld verdienen. Das ist die Zielsetzung einer jeden Bank.