Conner Rousseau ist der neue SP.A-Parteipräsident

Conner Rousseau ist der neue Vorsitzende der flämischen Sozialisten SP.A und damit Nachfolger des bisherigen Präsidenten John Crombez. Das gab Rousseau selbst auf Instagram bekannt. Das Mandat läuft vier Jahre.

Conner Rousseau (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Conner Rousseau ist der Neue an der Spitze der SP.A (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

72 Prozent der abgegebenen Stimmen – und das gleich im ersten Durchgang. Conner Rousseau hat von den Mitgliedern seiner Partei durchaus Vorschusslorbeeren bekommen.

Rousseau ist der Fraktionsvorsitzende der Sozialisten im flämischen Parlament. Der 26-Jährige war gegen Hannes De Reu und Christ’l Van der Paal angetreten. Rousseau hat im Tandem mit Funda Oru 72 Prozent der Stimmen erhalten. Christ’l Van der Paal und Bart Callaert bekamen 16 Prozent, Hannes De Reu und Elhasbia Zayou elf Prozent.

Trotz oder gerade wegen seines Alters erscheint Rousseau vielen als Hoffnungsträger. Wegen seines gekonnten Umgangs mit Sozialen Medien bekam er den Beinamen „Der Stevaert von Instagram“. Das ist ein Verweis auf den inzwischen verstorbenen, früheren SP.A-Vorsitzenden Steve Stevaert, der den Sozialisten Anfang der 2000er Jahre Glanzzeiten beschert und sie zur zweitstärksten Kraft in Flandern gemacht hatte.

Im Vergleich dazu ist die SP.A jetzt nur noch ein Schatten ihrer selbst. Bei der Wahl im Mai erreichte die Partei gerade noch zehn Prozent. Conner Rousseau übernimmt eigentlich einen Scherbenhaufen. Und er will die SP.A jetzt von Grund auf erneuern. Dazu wird erst einmal intern beraten, erst zum passenden Zeitpunkt soll die Öffentlichkeit informiert werden. Rousseau verspricht einen Elektroschock, etwas radikal Neues für die SP.A. Die alten Zöpfe müssten ab.

belga/km/rop

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