Lütticher Interkommunale Enodia schafft Finanpart ab

Die Lütticher Interkommunale Enodia, die noch unter dem Namen Publifin Ende 2016 und in den darauffolgenden Monaten landesweit für einen Skandal gesorgt hatte, wird ihre Finanzgesellschaft Finanpart abschaffen. Das beschloss der Verwaltungsrat von Enodia am Mittwochabend in Lüttich.

Muriel Targnion, Bürgermeisterin von Verviers und Verwaltungsratsvorsitzende von Enodia (Archivbild: Sophie Kip/Belga)

Muriel Targnion, Bürgermeisterin von Verviers und Verwaltungsratsvorsitzende von Enodia (Archivbild: Sophie Kip/Belga)

Finanpart war schon einmal vom Verwaltungsrat von Publifin in Folge des Skandals abgeschafft worden. Im Februar 2018 wurde eine entsprechende Mitteilung veröffentlicht.

Dass Finanpart immer noch besteht und jetzt anscheinend erneut abgeschafft werden muss, begründete die Verwaltungsratsvorsitzende von Enodia, die PS-Bürgermeisterin von Verviers, Muriel Targnion, mit der gleichzeitigen Trennung des Lütticher Energielieferanten Resa. Enodia will sich von Resa trennen. Für die Abwicklung dieser Trennung sei Finanpart als Finanzarm von Enodia noch benötigt worden, so Targnion.

Finanpart ist eine Puffergesellschaft zwischen der Interkommunalen Enodia und dem kommerziellen Tochterunternehmen Nethys. Nach dem Publifin-Skandal hatte der parlamentarische Untersuchungsausschuss geraten, Finanpart abzuschaffen. Das würde zu mehr Transparenz bei den Geschäften der Interkommunalen führen.

Auslöser des Publifin-Skandals waren zu Unrecht bezahlte Sitzungsgelder für Politiker in Entscheidungsgremien von Publifin. Infolge dieser Enthüllungen kam dann auch besonders das Tochterunternehmen von Publifin, Nethys, unter Beschuss.

Kay Wagner

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