Staatsanwaltschaft ermittelt zu Vorfällen auf Pukkelpop-Festival

Die Staatsanwaltschaft in der Provinz Limburg hat Ermittlungen zu den Vorfällen rund um die flämische Klimaaktivistin Anuna De Wever auf dem Pukkelpop-Festival aufgenommen. Eine entsprechende Meldung der VRT bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend.

Pukkelpop 2019 (Bild: Jasper Jacobs/Belga)

Bild: Jasper Jacobs/Belga

Nach dem Auftritt von De Wever in einem Festzelt, in dem sie von einem großen Teil des Publikums für bei ihre Klima-Aktion „Klatscht in die Hände für das Klima“ ausgebuht worden war, hatten mehrere junge Männer in der darauffolgenden Nacht das Zelt von De Wever aufgesucht. Was genau dort passiert ist, darüber gibt es bislang nur die Informationen von De Wever selbst und ihren Freundinnen.

Sie hatten berichtet, dass die jungen Männer sie angepöbelt, mit Urin gefüllte Flaschen auf ihre Zelte geworfen und sie verbal bedroht hätten. Auch mit dem Tod.

Der Sicherheitsdienst des Festivals hatte dem Treiben ein Ende gemacht. Die jungen Männer sollen Fahnen der flämisch-nationalistischen Bewegung getragen haben.

Anzeige gegen diese Männer bzw. gegen Unbekannt war bis Donnerstag nicht erstattet worden. Auch die Polizei griff die Vorfälle nicht auf.

Das sei kein Grund, keine Ermittlungen zu starten, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Potentiell seien die Vorfälle schwerwiegend genug, um sie als Straftaten anzusehen. Flämische Zeitungen berichten unterdessen, dass Anuna De Wever und ihre Freundinnen am Freitag dann doch Anzeige erstatten wollen.

Die Staatsanwaltschaft ist jetzt auf der Suche nach Zeugen, um sich ein klareres Bild von den Vorfällen machen zu können.

Kay Wagner

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150