PS schlägt Laurette Onkelinx als EU-Kommissarin vor

Die PS-Politikerin Laurette Onkelinx könnte die nächste belgische EU-Kommissarin werden. Wie die RTBF berichtet, haben die frankophonen Sozialisten Onkelinx jedenfalls offiziell für den Posten vorgeschlagen.

Laurette Onkelinx (Bild: Jasper Jacobs/Belga)

Laurette Onkelinx (Bild: Jasper Jacobs/Belga)

Laurette Onkelinx kann es offensichtlich doch nicht lassen. Eigentlich hatte die PS-Spitzenpolitikerin schon vor Monaten angekündigt, ihre politische Laufbahn nach der diesjährigen Wahl beenden zu wollen. Und doch hatte sie noch die Strippen gezogen bei der Bildung der neuen Brüsseler Regionalregierung. Den Posten der Vorsitzenden der Brüsseler PS-Sektion wird sie aber im Oktober aufgeben.

Und jetzt ist sie also plötzlich Kandidatin ihrer Partei für den Posten der belgischen EU-Kommissarin. Und die PS meint das offensichtlich durchaus ernst.

Die erste Begründung ist innerbelgisch: Nach zwei Legislaturperioden mit flämischer Besetzung müsse der Posten des belgischen EU-Kommissars jetzt auch nochmal einem Frankophonen zufallen. Und das zweite Argument ist dann innerfrankophon: Würde man den amtierenden MR-Vizepremier Didier Reynders zum EU-Kommissar machen, dann würde die MR gleich zwei europäische Spitzenposten bekommen. Charles Michel wird ja schon Ratsvorsitzender. Und da habe dann doch auch die PS als stärkste Kraft erst noch ein Wörtchen mitzureden.

Hinzu kommt dann noch: Onkelinx ist eine Frau und die designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ja eine Equipe versprochen, die zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestehen soll.

Bis zum kommenden Montag sollen alle EU-Staaten ihre jeweiligen Bewerber der designierten EU-Kommissionspräsidentin antragen.

Roger Pint

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3 Kommentare
  1. Freddy Langer

    Typisch belgisch. Nur Posten Geschieberei. Wenn die Flamen das haben müssen die Wallonen das auch bekommen. Wenn der Liberale das hat, muss der Sozialist das auch haben. Geht dies überhaupt noch darum Qualifikationen zu haben, diese Ämter auszuführen???
    Liebe Politiker aller Couleuren, nur weiter so, bis auch der letzte Bürger noch einen Funken Hoffnung an aufrechter Politik verloren hat. Das ist ganz einfach beschämend und Pervers.

  2. Alfons van Compernolle

    Freddy Langer: Es ist nicht der Flame oder der Wallone, e sind nicht die gewoehnlichen Einwohner der Provinzen. Es sind einzig und alleine die selbstherrliche Kaste der sich als unentbeerlich ansehenden PolitCasanova’s !
    Da spielt die Zugehoerigkeit zu einer Linken – Rechten – Mitte Partei ueberhaupt keine Rolle. Es ist an der Zeit diese selbstherrlichen Generationen unserer
    sich selbst als unentbeerlich ansehenden Politprominenz eine Danksagung
    zu erteilen und sie ALLE , mit zwei / drei Ausnahmen , aus unseren Parlamenten zu verabschieden. Es muss ein Ende haben mit der Selbstbedienungsmentalitaet & Postenverschieberei , wenn anderweitig keine
    sich selbstverherrlichende Position mit taeglicher Pressemeldungsgarantie
    mehr zu erreichen ist !

  3. Frank Kueches

    Genau solche Aktionen, befruchten das populistische Gedankengut in solchen Foren zum einem, und noch schlimmer ist das alle unsere sogenannten gewaehlten Volkstreter davon nichts mitkriegen. Deshalb wird es auch in diesem BRF Forum auf diesem, sage ich es mal diplomatisch, bescheiedenm Niveau weitergehen; Nichts aber garnichts wird mit aller Konsequenz zu Ende gedacht!
    PS Sollte das doch der eine ohne andere Politiker lesen, schoen waere es sich zu erst an dei eigene Nase zu fassen bevor die Verantwortung weitergeleitet wird

    PSS Allen Besserwissern macht doch endlich mal konktrete Vorschlaege nur da gegen sein hilft auch nichts bzw Die Trumps , Orbans Bolsenaros dieser Welt die freuen sich. Das hat schonmal vor ca 75-80Jahren funktioniert

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