Atomwaffen auf belgischem Boden: Reynders bleibt bei bisheriger Strategie

Die Föderalregierung bleibt bei ihrer Politik, keine klare Aussage zur Stationierung von Atomwaffen auf belgischem Boden zu machen.

Außenminister Didier Reynders (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Didier Reynders (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Bei einer Befragung durch den zuständigen Ausschuss hat Verteidigungsminister Didier Reynders am Donnerstag die Stationierung amerikanischer Atombomben auf dem Nato-Stützpunkt Kleine Brogel weder bestätigt noch dementiert.

Reynders unterstrich, dass Belgien den Wunsch vieler Länder nach einer atomwaffenfreien Welt teile. Dies sei aber ein langfristiges Ziel. In der Zwischenzeit stehe Belgien hinter der Abschreckungsstrategie der Nato, die auch auf Atomwaffen aufgebaut sei. In diesem Zusammenhang bestehe die belgische Position weiterhin darin, die mutmaßliche Stationierung von Atomwaffen nicht zu kommentieren. Daran wolle er als Minister einer geschäftsführenden Regierung nichts ändern, so Reynders.

Anfang der Woche hatten mehrere grüne Parlamentarier aus einem Nato-Bericht zitiert, in dem Kleine Brogel ausdrücklich als Kernwaffen-Standort genannt wird. Reynders bestritt bei der Ausschuss-Befragung, dieses Nato-Dokument zu kennen.

Nato-Bericht: Tatsächlich Atombomben in Kleine Brogel

rtbf/belga/sh

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