Königspaar in Ostdeutschland

König Philippe und Königin Mathilde sind am Dienstagmorgen zu einem offiziellen Besuch in Ostdeutschland eingetroffen. Bei dem zweitägigen Aufenthalt in Thüringen und Sachsen-Anhalt werden sie von Ministerpräsident Oliver Paasch begleitet, der in Vertretung des Außenministers mitreist.

Herzlicher Empfang für das Königspaar am Flughafen Erfurt-Weimar (Bild: Eric Lalmand/Belga)

Herzlicher Empfang für das Königspaar am Flughafen Erfurt-Weimar (Bild: Eric Lalmand/Belga)

Im Zeichen ausgezeichneter bilateraler Beziehungen zu Deutschland stehe der offizielle Besuch, so der Hof. König Philippe und Königin Mathilde sind am Dienstagmorgen am Flughafen Erfurt-Weimar von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow empfangen worden.

Zum Auftakt ihres Deutschlandbesuchs hat sich das Königspaar im thüringischen Gotha auf die Spuren der Familiengeschichte begeben. Vor Schloss Friedenstein wurden die Monarchen am Dienstagmorgen unter anderem von Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha empfangen. Die Königsfamilie stammt vom Haus Sachsen-Coburg und Gotha ab. Ministerpräsident Ramelow überreichte König Philippe das Duplikat eines historischen Plakats. Es war 1856 zum 25. Krönungsjubiläum des ersten belgischen Königs Leopold I. angefertigt worden.

Danach stand ein Besuch des ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald auf dem Programm, um dort auch die Opfer des Zweiten Weltkrieges zu ehren.

Rund um den 100. Geburtstag des Bauhauses drehen sich zwei Museumsbesuche in Weimar. Dort besichtigen König Philippe und Königin Mathilde am Dienstagabend auch Goethes Wohnhaus.

Am Mittwoch reist das Königspaar weiter nach Sachsen-Anhalt.

mb/mg/rkr/cd

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15 Kommentare
  1. Johann Macours

    Es ist typisch für dieses arme Unterfranzösische Belgien, dass im RTBF-Rundfunk über diesen Besuch in Ostdeutschland kein Wort gesagt wurde! Es lebe Europa!

  2. Norbert Schleck

    Ist das etwa bei VRT anders? Auch da lese ich über Deutschland jetzt nur: „Duitse bondskanselier Angela Merkel beeft voor de 3e keer in 1 maand in het openbaar.“

    Dafür überschlagen die Leitmedien in Deutschlands sich aber mit „Topnews“ über den Besuch unseres Königspaares: WELT, ZEIT, FAZ und SPIEGEL sind voll davon, von der Regenbogenpresse ganz zu schweigen. Nur die BUNTE enttäuscht. Unter Dutzenden von Artikeln über alle möglichen „Royals“ kein einziger über die belgischen. Dort ist ein „Topthema“: „Herzogin Kate: Oh là là, bei Archies Taufe zeigt sie viel Bein“

    Es lebe König Philipp!

  3. Maria van Straelen

    Mein Gott, der Mann ist auf den Spuren seiner Vorfahren und bei Verwandten. Es ist kein offizieller Staatsbesuch, das ist doch keine wichtige Geschichte. Also im Spiegel on-line habe ich rumgestöbert, da habe ich nichts gefunden – die Dänen sind regelmäßig in Berleburg und die Engländer haben die gleichen Vorfahren wie Philipp und besuchen sie regelmäßig – wer möchte nicht mal gerne die herrlichen Städte in Thüringen und Umgebung besuchen

  4. Norbert Schleck

    Nein, das stimmt nicht ganz. Es ist ein „offizieller Besuch“, wie im Artikel steht, protokollarisch an zweiter Stelle unter einem „Staatsbesuch“ und also mehr als eine rein private Besichtigungsfahrt zu den Stätten der Vorfahren.
    Da hätte man schon hüben wie drüben etwas Aufmerksamkeit erwarten können, zumal die beiden Volkswirtschaften enge Beziehungen unterhalten:
    „Dass die deutsch-belgischen Wirtschaftsbeziehungen gut sind, dürfte allgemein bekannt sein. Unterschätzt wird jedoch, wie gut sie sind. Nicht nur zählt Belgien zu den zehn wichtigsten Außenhandelspartnern Deutschlands. Bemerkenswert ist vielmehr auch der hohe Stand deutscher Direktinvestitionen in Belgien, ein wichtiger Gradmesser für die Intensität der wirtschaftlichen Beziehungen und die Verflechtung der beiden Volkswirtschaften. (vrt)
    Aber wenn man sich mit dem Erreichten zufrieden geben will, bitte. Aber man sollte bedenken: „Qui ne progresse, recule.“

  5. Maria van Straelen

    Gut, dann eben offizieller Besuch, wo sollte man sich als König auch schon anonym verstecken, und die jeweiligen Bürgermeister der Städte schmücken sich auch gern mal mit einem König. Jedenfalls ist keine Wirtschaftsdelegation im Schlepptau sondern nur unser Oliver Paasch, der gerade Zeit hat, weil alle anderen mit Regierungsbildung zu beschäftigt sind und vielleicht auch nur deswegen berichtet BRF über diese Reise. Es geht um nichts außer freundlichen Worten und Blumensträußen, um keinerlei Abschluss von bilateralen Geschäften.

  6. Johann Macours

    Ich glaube, Oliver Paasch tritt hier nur einfach als Dolmetscher auf!!!!

  7. Norbert Schleck

    „Es geht um nichts außer freundlichen Worten und Blumensträußen, um keinerlei Abschluss von bilateralen Geschäften.“
    Doch, es geht um „Imagepflege“, auch wenn es nicht direkt um den Abschluss von Geschäften geht.
    Leider muss man feststellen, dass in den deutschen Medien über Belgien fast immer nur negativ berichtet wird, wenn überhaupt, und „Brüssel“ immer nur im Zusammenhang mit der EU gesehen wird.
    Umgekehrt herrscht bei den Französischsprachigen hier oft eine krasse Unkenntnis über Deutschland. Viele waren noch nicht einmal in ihrem Leben in
    Aachen.
    Dabei böte gerade die Familie derer von Sachsen-Coburg-Gotha mit ihren Verästelungen – und Verflechtungen – ein gutes Beispiel für „europäische“ Geschichte.

  8. Maria van Straelen

    Nennen Sie mir 1 Adelsgeschlecht, das keine Verästelungen hatte, darum ging es doch gerade, nicht um Staaten sonder um Ländereien, und da man bis zur letzten Generation verpflichtet wurde, untereinander zu heiraten (um die Ländereien und Besitztümer in der Familie zu halten oder noch besser zu erweitern) sind die Verästelungen groß, aber bei allen: Und da das heutige Deutschland aus unendlich vielen Herzogtümern und Grafschaften bestand, hat fast jedes europäische Fürstenhaus sich aus diesem Genpool bedient – die letzten 6 oder 7 russischen Kaiserinnen kamen aus den Ländereien, die heute unter deutscher/öst. Flagge leben. Diese Leute sind heute nicht mehr als die repräsentativen Präsidenten in Republiken, wie D. Übrigens, habe schon 3 x vergessen nachzufragen: was ist ein “unterfranzösisches Belgien” ? Und die yellow press wie Bunte etc. Schreibt nur, wenn es um Schlüpfrigkeiten geht , die bieten die Belgier Gott sei Dank nicht.

  9. Norbert Schleck

    Ich glaube, Sie haben mich missverstanden.
    Natürlich waren viele Adelsgeschlechter untereinander versippt und verschwägert. Das derer von S.-C.-G. war eines von vielen und völlig unbedeutend, bis ein gewisser Leopold die englische Thronfolgerin Charlotte heiratete und Prinzgemahl der englischen Königin geworden wäre. Leider verstarb sie bei einer Frühgeburt.
    Er arrangierte eine Heirat zwischen Prinzessin Victoria und seinem Neffen Albert. Klingelt es?
    Auch weitere Mitglieder seines Clans konnte er in den führenden Herrscherhäusern Europas platzieren, so dass er den Spitznamen „le marieur de l’Europe“ erhielt.
    Lesen Sie mal das Buch von Olivier Defrance „Léopold Ier et le clan Cobourg“ oder nur den Artikel „Das Haus S.-C.-G.“ auf Wikipedia mit vielen Querverweisen.
    Wer sich für Geschichte interessiert, wird so durch die ganze europäische Geschichte des 19. und 20. Jh. geführt, und darüber hinaus (Mexiko: Maximilian und Charlotte). Passionierend! Auch ein echter Roman: Mayerling.
    Das und nur das wollte ich mit meinem letzten Satz sagen.

  10. Maria van Straelen

    Ob Voll-, Warm- oder Blaublüter, unter diesen Herrschaften, die allesamt das Volk ausgesaugt haben, Generationen von Männern Kriege führen lassen, um ihren eigenen Wohlstand und Macht zu vergrößern, können mir keinerlei Hochachtung entlocken und Ihre ganzen “Plazierungs”geschichten geben mir recht. Gott sei Dank wurden sie gezähmt zu Repräsentanten und nicht mehr. Mögen einige (wie auch Philip und Matilde) auf diesem Niveau einen guten Job machen, aber bereits in Belgien bekommen so viele Familienmitglieder Einkommen vom Staat wie in 200 Jahren nicht auf einen Thron steigen können (siehe Laurent), es ist wie mit der Kirche, man kann sie nicht wirklich abschütteln

  11. Norbert Schleck

    Das hat mit „Hochachtung“ nichts zu tun, Frau Van Straelen, sondern ist schlicht Geschichtsstudium, „sine ira et studio“, „ohne Zorn und Eifer“, wie schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus schrieb.
    Wenn Sie sich nur mit solchen „Herrschaften“ abgeben wollen, die nicht „allesamt das Volk ausgesaugt haben, Generationen von Männern Kriege führen lassen, um ihren eigenen Wohlstand und Macht zu vergrößern“, um mal Ihre Worte zu gebrauchen, dann werden Sie schnell fertig sein.
    Selbst eine „Lichtgestalt“ wie J.F. Kennedy würde da durch Ihr Raster fallen.
    Man braucht auch kein Blaublütler zu sein, um die von Ihnen genannten Schandtaten zu begehen. Napoleon, Hitler und Stalin hatten davon keinen Tropfen in den Adern. Da ist mir ein Leopold I. dann doch lieber.

  12. Maria van Straelen

    Und Leopold II ? 10 Millionen Afrikaner auf seinem privaten Grundbesitz ermorden lassen, dazu abgehakte Hände, Peitschenhiebe etc.: Ihr Lieblingsadelsgeschlecht bis hin zu Bauduin (Lumumba). Was Sie „die Geschichte“ nennen, ist ein ganz kleiner Teil davon. Sie sprechen nur von Vermählungen, nichtmal von einer einzigen positiven Aktion dieser Herrschaften. So wurde uns in den 60ern in der Tat Geschichte beigebracht. In Frankreich rankte man sich von König zu König, in Deutschland von Schlacht zu Schlacht. Gut, dass SIE den Verband zu Hitler etc. gelegt haben. Heute enthält Geschichte auch: die bäuerliche Gesellschaft, Handel, Frauenbewegung, Bildungsmöglichkeiten, das allgemeine tägliche Leben, die schönen Künste, etc.
    Eine kleine Anekdote zu Ihren „Platzierungen“: Maximilian (Habsburger) verlobte seine 4-jährige Tochter mit einem Fötus im Bauch der ungar. Königin, sollte es ein Mädchen werden, hatte er noch einen etwas älteren Sohn in petto. Er wollte Ungarn haben. Zwangsheiraten bei Moslems verachten wir jedoch (ich übrigens auch)

  13. Norbert Schleck

    Weiß ich, Frau Van Straelen, ist alles Teil der Geschichtsforschung.
    Es gibt genug Bücher darüber, in jeder öffentlichen Bibliothek.
    Warum ereifern Sie sich so?
    Lesen Sie meinen Beitrag nochmal in aller Ruhe durch!
    „Heute enthält Geschichte auch“? Klar doch, habe ich das bestritten?
    Zum Geschichtsbild gehört alles, was die Menschen im Laufe der Jahrhunderte getan, geleistet … und verbrochen haben, unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Position.

  14. Maria van Straelen

    Was soll das überhebliche “lesen Sie meinen Beitrag nochmal in Ruhe durch”? Da stand bisher wenig außer grenzenloser Verherrlichung des europ. Adels, besonders “derer von SCG” und zwar NUR, weil sie so schlaue Verbindungen miteinander eingegangen sind, ohne irgendeine Kritik von jahrhundertelanger Ausbeutung zur eigenen Bereicherung, bzw gute Taten zum Fortschritt des Volkes “unter ihnen”. Bisher haben Sie nur ihre Ausführungen als ‘die Geschichte’ ausgelegt. Wir ereifern uns gleichermaßen, da stehen Sie mir in nichts nach. So jetzt haben Sie Ruhe, ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen.

  15. Norbert Schleck

    So so, Frau Van Straelen. Also ich habe meine Beiträge nochmal in aller Ruhe durchgelesen.
    „grenzenloser Verherrlichung des europ. Adels, besonders “derer von SCG” und zwar NUR, weil sie so schlaue Verbindungen miteinander eingegangen sind,“
    Woraus ersehen Sie das?
    Sie erwarten doch wohl nicht, dass in einem auf 150 Wörter beschränkten Beitrag alle Aspekte der europäischen Geschichte abgehandelt werden könnten?
    Zur Geschichte gehört eben auch die der damals Regierenden mit all ihren Facetten. Das hat mit „grenzenloser Verherrlichung“ nichts zu tun.

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