Abireise nach Griechenland: Klimaaktivistin nimmt Zug und Schiff

Die Klimaaktivistin Adélaïde Charlier aus Namur ist am Samstag mit dem Zug zu ihrer Abireise nach Griechenland aufgebrochen. Ihre Mitschüler nehmen das Flugzeug.

Adélaïde Charlier wird von ihrer Freundin Leontine Dulieu nach Griechenland begleitet

Adélaïde Charlier wird von ihrer Freundin Leontine Dulieu nach Griechenland begleitet (Bild: Maxime Asselberghe/Belga)

Adélaïde Charlier ist neben Anuna De Wever in Belgien eine der bekanntesten Vertreterinnen der Bewegung „Youth for Climate“.

Sie reist mit einer Freundin per Zug und Schiff nach Athen, wo die Studienreise ihrer Abiturklasse beginnt. Damit will sie auf Alternativen zum Fliegen aufmerksam machen.

Durch die Reise per Zug und Schiff werde vier Mal weniger Kohlendioxid ausgestoßen, erklärte die Abiturientin. Sie wird 52 Stunden unterwegs sein. Die Flugreise dauert nur viereinhalb Stunden und ist außerdem deutlich günstiger. Charlier zahlt für die Hinreise 632 Euro, das Flugticket kostet 350 Euro. „Dass Fliegen günstiger ist, lädt dazu ein, die Umwelt zu verschmutzen“, sagte die Aktivistin. „Außerdem ist es nicht normal, dass Zugfahren so kompliziert ist. Das müssen wir ändern.“

Charlier wird sich auch mit jungen griechischen Klimaaktivisten treffen, um von ihren Erfahrungen in Belgien zu berichten.

belga/km

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6 Kommentare
  1. Guido Scholzen

    Das Flugticket ist billiger als mit Schiff oder Bahn. Dies zeigt, dass Klimaschutz was für Besserverdienende ist. Besserverdienende rühmen sich hier des Klimaschutzes,… und in China ist ein Sack Reis umgefallen.

  2. Carl Schumacher

    Ja ja, die Klimaaktivisten. Die ältere Generation hat denen einen kaputte Welt hinterlassen und macht das Klima kaputt.
    Aber eine Abireise, wo alleine die Fahrt zum Ausgangspunkt Athen 632,- € hin und sicher auch 632,- € zurück kostet (1.264,- €) die dürfen Mami und Papi der ach so armen klimagestressten Tochter wohl bezahlen.
    Andere fahren mit dem Bus nach Rom (Messdiener) oder fliegen zu Oma und Opa nach Malle oder Teneriffa. Kein Wunder dass keine mehr da sind um am Donnerstag zu demonstrieren (100 in Antwerpen und 500 – mit zig Bauern – in Brüssel). Die kleine Greta verzichtet sogar auf (Weihnachts-)Geschenke, die hiesigen Schulschwänzer sind da wohl weniger wählerisch.

  3. Matthias Josten

    Aus der Bergpredigt, Mathäus-Evangelium,
    Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

    Klimaaktivismus ist modernes Pharisäertum!

  4. Dieter Leonard

    Würde ich an einen allmächtigen Schöpfer glauben, würde ich ihn angesichts mancher Kommentare hier bitten: „Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel!“

  5. Alexander Kerres

    Herr Leonard, lassen Sie die Herren doch einfach.
    Beati pauperes spiritu, heißt es auch in der Bergpredigt.

  6. Guido Scholzen

    Von 1000 „Klimaschützern“ werden auch in Zukunft mindestens 999 mit dem Flugzeug fliegen. Demletzt kam noch ein Bericht bei ARD-Kontraste, dass Grüne besonders viel fliegen. Schon seit den 1990er Jahren ist es statistik nachgewiesen, dass Grüne sogar mehr in Urlaub fahren als andere. Ideologien egal welcher Couleur sind eben nur Glaubensgemeinschaften; ich nenne das auch gerne ‚Wohlfühl-Klub“. Die beiden jungen Damen im Bericht hier werden auch in Zukunft mit dem Flugzeug fliegen, oder sollen die etwa den nächsten Zug nehmen, wenn man mal nach Las Vegas oder Rio de Janeiro reisen will? Die beiden werden nicht zu Hause sitzen beiben. Wetten dass?

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