Flanderns Nationalisten offen für Bau eines neuen Atomkraftwerks

Die flämischen Nationalisten wollen die Atomreaktoren in Belgien mindestens zehn Jahre länger am Netz halten.

Parteikongress von N-VA in Gent

Parteikongress von N-VA in Gent (Bild: James Arthur Gekiere/Belga)

Wie die N-VA am Samstag bei ihrem Parteikongress in Gent ankündigte, ist sie auch offen für den Bau eines neuen Atomkraftwerks.

Im Mittelpunkt des Parteikongresses mit rund 800 Teilnehmern steht die Klima- und Umweltpolitik. Die N-VA ist überzeugt, dass nur mit Kernenergie die Stromversorgung garantiert werden kann und der Strom auch bezahlbar bleibt. Nach Meinung der Nationalisten Flanderns würde sich auch der Bau einer neuen Atomanlage rechnen.

Die N-VA hat einige Redner eingeladen, die als Verfechter der Kernenergie gelten.

Vor dem Eingang zur Kongresshalle protestierten Aktivisten einer Anti-Atom-Bewegung. Sie fordern, dass Belgien am geplanten Atomausstieg 2025 festhält.

N-VA-Parteikongress: Demonstration vor dem Eingang zur Kongresshalle in Gent

belga/vrt/jp/rkr

Kommentar hinterlassen
3 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Ehrlich gesagt kann ich eher damit leben, wenn Flandern ein neues AKW mit modernster Technologie mindestens nach deutschen Sicherheitsstandards baut und gleichzeitig

    1. alle Schrottmeiler in Tihange stillgelegt werden,

    2. dafür gesorgt wird, dass wir nicht für zu 100 Prozent schmutzigen Strom aus den polnischen Riesen Kohledreckschleudern unser Geld des Kleinen Mannes überteuert nach Polen zahlen müssen, das sowieso schon göttlich von unseren EU-Geldern ohne jeglichen Grund kräftig Party feiert ohne sich um Flüchtlinge oder Klimaschutz zu zu kümmern.

  2. Guido Scholzen

    Wir brauchen Energie, keine Energiewende.

  3. Alfons van Compernolle

    Bevor man mit dem Neubau von AKW’s beginnt , sollte erst einmal die Endlagerproblematik der Kernbrennstaebe geloest werden.
    Kernenergie mag sauber sein , solange die AKW’s fehlerfrei funktionieren , wenn
    aber Funktionsstoerungen auftreten , dann ist beim Stand der heutigen Kontrolltechnik, die um ein vielfaches besser ist als vor 20 Jahren, immer noch
    erhebliche „Gefahr im Vollzug“ ! Keiner von uns Ingenieuren kann ruhigen Gewissens behaupten die Kerntechnik zu beherrschen um auch im Notfall
    die notwendige Sicherheit zu garantieren. Die Zukunft zur Produktion der von uns benoetigten Energie , liegt nicht in der Kernenergie , sondern in der konsequenten Ausschoepfung der Energiealternativen.

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150