Visa-Affäre: Bart De Wever verteidigt Theo Francken

In der Affäre um die Vergabe von humanitären Visa an Christen aus dem Irak und Syrien gegen hohe Geldsummen hat Bart De Wever seinen Parteifreund und ehemaligen Asylstaatssekretär Theo Francken verteidigt. Dass es zu Missbrauch bei der Vergabe von Visa gekommen sei, sei zwar schlimm. Eine Schuld dafür bei Francken sieht De Wever aber nicht.

Theo Francken und Bart De Wever (Archivbild: Dirk Waem/Belga)

Theo Francken und Bart De Wever (Archivbild: Dirk Waem/Belga)

N-VA-Chef Bart De Wever geht nach der scharfen Kritik der vergangenen Tage an Theo Francken jetzt zum Angriff über. Und zwar auf der moralischen Ebene. Werden wir jetzt dafür kritisiert, dass wir Menschen in Not geholfen haben? So lautet der Tenor von De Wevers Argumentation.

Wörtlich sagte er am Montag auf Nachfrage der VRT: „Ist das jetzt der Skandal des Jahrhunderts, dass es bei der Vergabe von Visa zu Erpressungen gekommen ist? Ich denke eher, dass das nebensächlich ist. Viel wichtiger ist doch, dass Christen aus den Klauen des IS befreit wurden.“

Den Menschen wolle er sehen, so De Wever, der keine Fehler in so einer großen humanitären Krise mache, wie sie damals unter der IS-Herrschaft in Syrien und dem Irak bestand. Auch Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und die Vereinten Nationen würden Fehler machen.

Dass die anderen Parteien sich jetzt auf Francken als Schuldigen eingeschossen hätten, sei rein wahltaktisches Verhalten. Die Parteien hätten auch gepoltert, wenn Francken nichts im Angesicht des Leids der Christen damals getan hätte, so De Wever.

Kay Wagner

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