Ab sofort: Fahrverbot für alte Diesel in Brüssel

Autofahrer von alten Diesel-Pkw müssen ab sofort mit einer Buße von 350 Euro rechnen, wenn sie mit ihrem Wagen in Brüssel fahren. Die Brüsseler Umweltzone trat bereits im Januar in Kraft. Doch bislang galt eine Übergangsphase, in der noch keine Bußgelder verhängt worden waren. Betroffen sind alle Diesel-Pkw, die vor 1997 das erste Mal immatrikuliert worden sind.

Umweltzone in Brüssel (Bild: Thierry Roge/Belga)

Illustrationsbild: Thierry Roge/Belga

Dem Bußgeld zu entgehen scheint schwierig: 184 Kameras hat die Hauptstadtregion Brüssel aufgestellt, um die Kennzeichen der in Brüssel fahrenden Autos zu erfassen. Die Kennzeichen werden dann automatisch mit den gespeicherten Daten zum Auto abgeglichen. Sollte ein Diesel-Pkw von vor 1997 von den Kameras erfasst werden, flattert der Bußgeldbescheid über 350 Euro automatisch in den Briefkasten des Pkw-Halters.

Die jetzt betroffenen Diesel-Pkw, das sind die Diesel-Pkw mit der Norm Euro 1 oder ohne jegliche Euro-Norm. Allein in der Hauptstadtregion Brüssel selbst sind noch gut 2.300 Pkw dieser Klassen im Verkehr.

Ausgenommen von dem Diesel-Fahrverbot ist der Brüsseler Ring. Wer also zum Beispiel von Eupen nach Ostende mit seinem alten Diesel tuckern will und dabei über den Brüsseler Ring fährt, dem droht weiterhin kein Bußgeld.

Im kommenden Januar tritt in Brüssel die zweite Stufe der Fahrverbote für ältere und besonders umweltbelastende Pkw in Kraft. Dann werden Euro-2-Diesel und erstmals auch die ältesten Benziner von Fahrverboten in der Hauptstadtregion betroffen sein.

Kay Wagner