Open VLD will Mittelspurfahrer härter bestrafen

Es gibt auf Autobahnen manchmal nichts Ärgerlicheres als Mittelspurfahrer - Autofahrer, die auf der Autobahn konsequent auf der mittleren Spur bleiben, obwohl sie ja eigentlich nach rechts müssten. Die flämischen Liberalen wollen Mittelspurfahren nun härter bestrafen.

Autobahn E40

Auf der mittleren Spur fühlen sich viele Autofahrer am sichersten (Illustrationsbild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Warum bleiben Autofahrer auf der Mittelspur? Psychologisch gesehen ist Mittelspur fahren gefühlt am angenehmsten. Wer rechts fährt, hat dauernd LKW oder andere langsame Fahrzeuge im Weg und muss ständig überholen. Wer auf der linken Spur mit 120 km/h fährt, hat schnell Drängler im Rückspiegel.

Auf der Mittelspur hat ein Autofahrer quasi seine Ruhe. Es ist einfacher, dort die Geschwindigkeit einzuhalten und man fühlt sich dort sicherer.

Aber das Verkehrssicherheitsinstitut Vias hat herausgefunden: Die Mittelspurfahrer behindern den Verkehrsfluss und provozieren gefährliche Situationen – vor allem, wenn sie 110 km/h fahren. Das führt dazu, dass andere rechts überholen, was verboten ist.

Deshalb schreibt der Verkehrscodex Rechtsfahrgebot vor. Wer dagegen verstößt, erhält einen Strafzettel von 58 bis 85 Euro (Übertretung ersten Grades). Die flämischen Liberalen von Open VLD wollen nun aber aus dem Mittelspurfahren eine Übertretung zweiten Grades machen. Damit würde die Geldstrafe auf 116 bis 160 Euro steigen. Rechts überholen ist ebenfalls eine Übertretung zweiten Grades.

Das Verkehrssicherheitsinstitut Vias befürwortet diesen Vorschlag. Für den Automobilverband Touring geht er dagegen noch nicht weit genug. Der Verband fordert, dass auch die Kontrollen verschärft werden.

morgen/vkr/km

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5 Kommentare
  1. albert gast

    wie sie schon schrieben, das fahren auf der mittelspur ist NICHT gefährlich.

    Selbst das (hierzulande) verbotene rechtsüberholen eigentlich nicht.

    Der FAHRSTREIFENWECHSEL (bei jedem wetter, verkehrsdichte, geschwindigkeit sichtweite und licht) ist mit gefahren verbunden und dies erst recht, wenn mann/frau sich bedrängt fühlt. Dann wird es hektisch……und mitunter auch gefährlich für andere.

    Ich halte es daher für sicherer, das der „sich annähernde“ in alle ruhe und sorgfalt ausschert als derjenige anfänger/ungeübte/körperbehinderte/unter legalen medikamenten stehende/ grippekranker vor mir.

    Wer vermag schon im spiegel
    * bei jedem wetter und sichtweite
    * bei nacht und nebel
    * ein oder mehrere
    * ein- oder mehrspurige fahrzeuge
    eindeutig
    *a) erkennen und
    *b) seine annährungsgeschwindigkeit einschätzen und
    *c) dem vorhandenen abstand -sicher- schätzen????

    Meine meinung,
    *rechtsüberholen zulassen
    *und beim auffahren (bis zum sicherheitsabstand) den aufschließenden (sicher und ungehetzt) ausscheren lassen, so wie man es ja auf dem rechten fahrstreifen ja auch macht.

  2. hanni hübner

    was soll dieses dumme Geschwätz ?
    Gesetze und Regeln sind da, um sie zu praktizieren und nichts weiter.
    Heisst in diesem Fall: langsam rechts, schneller mittig überholen+einscheren, noch schneller links und einscheren. ist eigentlich ganz einfach.
    und alles andere ist subjektive Einschätzung und „bullshit“ !!!
    wo kommen wir den hin, wenn drei meiner Geschlechtsgenossinen in ihren „Muttipanzern“ auf der Autobahn mit 100,5 km/h nebeneinander herfahren, nur weil sie sich jeweils auf ihrer Spur am wohlsten fühlen ???

  3. Ramscheid Bernard

    Frau Hübner, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.

  4. Karl-Heinz Braun

    Wenn rechts LKWs fahren und ich auf der Mittelspur niemanden behindere, weil nix los ist, wieso soll ich mich alle 30 Sekunden für 10 Sekunden zwischen 2 LKW einreihen? Dass erzeugt nur Stress und hilft niemandem. Ich kann allerdings auch verstehen, dass ein Gesetzgeber nicht auf jede Situation Rücksicht nehmen kann. Also, Faust am Lenkrad lassen und machen.

  5. Cynthia Fink

    Artikel 9 der Belgischen Strassenverkehrsordnung besagt : „Jeder Fahrer ist gehalten, so weit wie möglich den rechten Rand der Fahrbahn einzuhalten“. Kilometerweit aus Bequemlichkeit und ohne anderslautende Anweisung durch Beamte oder Verkehrslichter den Mittelstreifen auf der Autobahn zu benutzen ist ein Unding.

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