Nach Bericht: Wieder Sudanese in Heimatland zurückgebracht

Die Abschiebungen von abgewiesenen Asylbewerbern in den Sudan sind am Dienstag wieder aufgenommen worden. Die Föderalregierung hatte zuvor ein selbst auferlegtes Moratorium für beendet erklärt. Dies, nachdem das Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose Ende vergangener Woche die Ergebnisse seiner Untersuchung vorgelegt hatte.

Migrant im Brüsseler Maximilianpark (Archivbild)

Migrant im Brüsseler Maximilianpark (Archivbild: Laurie Dieffembacq/Belga)

Zwei Sudanesen sollten nach Medienberichten ausgewiesen werden. Beide waren demnach im Brüsseler Maximilian-Park aufgegriffen worden. Einer der beiden widersetzte sich seiner Rückführung und wurde daraufhin offenbar in ein geschlossenes Abschiebelager zurückgebracht.

Der andere wurde tatsächlich in ein Flugzeug in Richtung Sudan gesetzt. Der Mann habe zwar einen Asylantrag gestellt, der sei aber abgewiesen worden, sagte Asylstaatssekretär Theo Francken in der VRT. Der Betreffende sei demnach also nicht schutzbedürftig gewesen und habe entsprechend abgeschoben werden können.

Nach einer Unterbrechung von rund sechs Wochen zur Untersuchung von Foltervorwürfen gegen sudanesische Sicherheitskräfte werden die Abschiebungen in den Sudan wiederaufgenommen. Und das keine fünf Tage, nachdem das Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose seinen Bericht über die in der Vergangenheit vorgenommenen Ausweisungen in den Sudan vorgelegt hatte. Die Regierung will offensichtlich demonstrativ Entschlossenheit zeigen.

Der Bericht bescheinigte der Regierung, bei der Rückführung von Flüchtlingen aus dem Sudan in ihr Heimatland grundsätzlich keine Fehler begangen zu haben.

belga/vrt/est/rop

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