Tägliche Festnahme von Migranten in Brüssel geplant

Im Kampf gegen illegale Migration soll die Polizei in Brüssel künftig täglich zwischen zwölf und 20 Menschen im Umfeld des Nordbahnhofs und des Maximilianparks festnehmen. Die täglichen Festnahmen von Migranten sollen große Polizeiaktionen ersetzen, die regelmäßig zu lauten Protesten von Menschenrechtsorganisationen und Helfern der Migranten führen.

Flüchtlinge in Brüssel (Bild: Jean-Marc Herve Abelard/BELGA)

Illustrationsbild: Jean-Marc Herve Abelard/BELGA

Die Polizisten sollen in zivil auftreten, um die Festnahmen zu erleichtern. Außerdem sollen Migranten gezielt nach ihrer Herkunft festgenommen werden. Die Zahl der täglichen Festnahmen soll davon abhängen, wie viele Plätze in den geschlossenen Auffanglagern für Migranten zur Verfügung stehen, die abgeschoben werden sollen.

Außerdem gibt es wohl Pläne, sudanesische Migranten zunächst in andere europäische Länder zu bringen, die weiterhin Sudanesen in ihr Heimatland zurückschicken. Die Föderalregierung hat ja ein vorläufiges Aussetzen solcher Rückführungen in den Sudan beschlossen. Sie will die Ergebnisse einer Untersuchung zu eventuellen Misshandlungen von zurückgeführten sudanesischen Migranten abwarten.

Die Nachrichtenagentur Belga bezieht ihre Informationen von einer anonymen Quelle bei der Polizei. Das Kabinett von Innenminister Jambon reagierte am Freitagabend nicht auf entsprechende Nachfragen der Nachrichtenagentur.

Jambon hatte jedoch am Mittwoch in der Kammer neue Polizeiaktionen gegen Migranten in Brüssel angekündigt. Nachdem sogenannten Trans-Migranten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf einem Autobahnparkplatz nahe von Brüssel Polizisten angegriffen hatten, hatte Jambon erneut gesagt, dass das Vorgehen gegen illegale Migranten verschärft werden müsse.

Kay Wagner

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4 Kommentare
  1. Maria van Straelen

    von vorneherein 12 – 20 pro Tag, gezielt nach Herkunft, in Zivil, damit die Bevölkerung nichts mitbekommt, in Drittländer abschieben ? Da regen wir uns über Trump auf ? Das sind Stück für Stück illegale Aktionen, vielleicht werden die Illegalen auf der verkehrten Seite gesucht …. lange nicht von einem solchen Skandal in Belgien gehört

  2. Mario Meis

    Frau von Straelen,wagen Sie sich eigentlich noch nachts allein in die Stadt?
    Sie treten so vehement für den Verbleib von Flüchtlingen ein, obwohl man hört, dass die Kriminalität gerade von denen sehr hoch ist.
    Wenn es eine konsequente Abschiebung geben würde, wäre das Attentat in Berlin mit den vielen Toten nicht geschehen und auch das 15jährige Mädchen in Kandel /Deutschland würde vielleicht noch leben und all die bekannten und die unbekannten Opfer hätten hier auf der Erde eine Zukunft
    Die Abschiebungen sind noch viel zu gering,kein Flugzeug ist ausgebucht und das alles von Ihnen und mir finanziert.

  3. Jochen Decker

    Wenn Rechtsbruch dann Rechtsbruch ist, sobald geltendes Recht angewendet und umgesetzt wird, haben wir offensichtlich ein Definitionsproblem.

    Was man persönlich für falsch hält, wird deswegen nicht automatisch geltendes Recht, auch wenn es von links kommt.
    Dass man auf dieser Seite glaubt, eigenen Ansichten den Vorrang vor geltendem Recht verschaffen zu dürfen, ist ähnlich wie die Sichtweise vieler Muslime, demnach die Scharia vor dem Recht des Wohnlandes zu stehen hat, vorsichtig ausgedrückt, problematisch.

    In einer Demokratie gilt das Recht des Gesetzbuches. Wem das nicht passt, dem ist es gestattet mittels Wahlen und Interventionen an einer Änderung dieser Gesetze mitzuwirken. Dem links propagiertem Zeitgeist alleine ist ein Staat zu nichts verpflichtet.

  4. Maria van Straelen

    @ Mario Meis, um es vorweg zu nehmen, JA ich gehe jederzeit alleine abends durch eine Stadt, in Eupen sowieso kein Problem, aber auch in 40 Jahren Mechelen und beruflich in Brüssel, sogar SEHR OFT. Nie was passiert oder gesehen.. Sie sprechen nur von Deutschland, der Kommentar bezog sich auf Belgien. Sie informieren sich bei der Afd, die Polizei in Deutschland bestätigt immer wieder, das Flüchtlinge nicht mehr Straftaten begehen als Einheimische. Fußballhooligans z.B. Aber fahren Sie noch mit dem Auto ? DAS ist gefährlich: Hier die Statistiken von BELGIEN im Jahre 2016: 4100 Schwerverletzte (bei insgesamt 51.827 Verkehrsopfern /Jahr) und 637 Tote, darüber redet man höchstens in der Lokalpresse, nur spektakuläre Fälle kommen ins TV, ohne von STRAFtätern zu reden. Davon sind viele Besoffene oder Raser – davor sollten Sie dann Angst haben, wenn Sie auf die Strasse gehen DAS Risiko ist um ein vielfaches größer.

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