Francken gründet schnelle Eingreiftruppe gegen illegale Ausländer

Asyl-Staatssekretär Theo Francken von der N-VA hat die Gründung einer schnellen Eingreiftruppe gegen illegale Ausländer angeordnet. Das sogenannte "Fast Team" soll die Polizei bei Vorfällen wie zum Beispiel den Krawallen am Samstagabend in Brüssel unterstützen, sagte Francken in der Kammer. Die Spezialeinheit soll bei der Ausländerbehörde angesiedelt werden.

Asylstaatsseketär Theo Francken

Bild: Benoit Doppagne/Belga

„Das wird es uns erlauben, den Ball schnell zu spielen, dort, wo die Dinge passieren“, sagte Francken in der VRT. Tatsächlich soll die neue Einheit nicht nur schnell vor Ort sein, wenn Lokalpolizei oder Lokalpolitiker sie zur Hilfe anfordern. Sie soll auch schnell handeln können.

Ausländer, die ohne Papiere oder ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung bei Unruhen aufgegriffen werden, sollen direkt festgenommen werden können. Schnell sollen sie dann in geschlossene Anstalten gebracht werden. Von da aus werde dann die Ausweisung organisiert, so Francken.

Kritik der Opposition

Oppositionspolitiker kritisierten die Maßnahme. Die PS-Europaabgeordnete Marie Arena verglich auf Twitter die Gründung dieser Spezialeinheit mit Gestapo-Methoden. Ecolo-Co-Präsidentin Zakia Khattabi bemühte das Bild der marschierenden Polizisten, die immer zahlreicher würden. Von einer „diskriminierenden Absurdität“ sprach Défi-Politiker Geroges Clerfayt.

Von seiner Parteikollegin Sarah Smeyers bekam Francken Applaus. Nicht nur in Brüssel, auch in Aalst, Leuven und Ottignies-Walibi habe es in den vergangenen Tagen negative Vorfälle mit Ausländerbeteiligung gegeben. Das müsse aufhören. Das Fast Team könne dabei helfen.

Kay Wagner

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2 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Die angekündigte Aufstellung einer Spezialtruppe ist es doch nur ein Zeichen der Hilflosigkeit. Denn niemand in Belgien, Europa oder anderswo hat ein Konzept, wie man mit Flüchtlingsströmen umgehen kann. Niemand will das Übel an der Wurzel packen und die Fluchtursachen beseitigen. Und da sind ja noch Wahlen in 2019+2019 und da macht es sich immer gut, den starken Mann markieren. Aber in Wirklichkeit macht er einen auf leere Hose.

  2. Frank Bosch

    ER packt’s doch wenigstens an, die offensichtlichen Missstände! Wenn das schon mal alle so tun würden, ohne dass ihnen die Gutmenschen – vor allem die Grünen – wieder in den Rücken fallen (die Gutmenschen, auch aus anderen Parteien, werden’s trotzdem versuchen), dann wäre doch schon was gewonnen. Ich finde dass er klug und moderat zu Werke geht. Nicht umsonst ist er auch in der Wallonie der beliebteste Politiker. Und die Wallonen irren sich doch auch sonst nie … oder?

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