Indien-Besuch: „Last Call“ zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs

In Indiens Hauptstadt Neu Delhi hat König Philippe den indischen Premierminister Narendra Modi getroffen. Am Nachmittag besuchte der König eines der bedeutendsten Denkmäler Indiens, das India Gate. An dem Triumphbogen im Herzen von Neu Delhi gedachte er der indischen Soldaten, die im ersten Weltkrieg gefallen sind.

Dirk und Rik Vandekerckhove waren zum "Last Call" in Indien (Bild: Simonne Doepgen/BRF)

Am zweiten Tag des Staatsbesuchs in Indien haben König Philippe und die belgische Delegation dem „Last Call“ am India Gate beigewohnt – zu Ehren der 82.000 indischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg in Europa und darüber hinaus gefallen sind.

König Philippe legte einen Blumenkranz nieder und trug sich nach einer Schweigeminute in das Goldene Buch ein. Militärische Würdenträger umrahmten die Zeremonie.

Mit dabei waren auch die Zwillingsbrüder Dirk und Rik Vandekerckhove aus Ypern. Jeden Tag, seit 28 Jahren, spielen sie in Ypern den Last Post – den Zapfenstreich in Gedenken an die vermissten und gefallenen Soldaten des damaligen britischen Imperiums.

Doch nicht nur britische Soldaten haben auf belgischen Schlachtfeldern ihr Leben gelassen. Auch 9.000 indische Soldaten fielen in Ypern. Es sei wichtig, die Erinnerung an die Kriegsgräuel wach zu halten, sagt Dirk Vandekerckhove von der Last Post Association aus Ypern.

Dass die Brüder im Ausland spielen, kommt selten vor. Den Besuch in Indien empfinden sie als Ehre. Indien sei auch für sie ein ganz neues Land. Vor allem das Zusammenspiel mit den indischen Blashornspielern sei nicht so einfach gewesen.

In wenigen Tagen reisen die Brüder aus Ypern weiter nach Australien. Am 11. November – zum Waffenstillstand 1918 – spielen sie den Last Post in Melbourne.

Am Dienstagabend findet in Neu Delhi ein Staatsbankett statt. König Philippe und Königin Mathilde werden dann unter anderem den indischen Präsidenten Ram Nath Kovind treffen.

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Simonne Doepgen

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