Ecolo will Energiewende bis 2050

Ecolo hält eine Energiewende um 2050 für möglich. Dann könne die Energie zu 100 Prozent erneuerbar sein. Dieses Ziel gab Ecolo Co-Präsident Dupriez am Sonntag bei einem Kongress in Eupen aus.

Patrick Dupriez

Patrick Dupriez (Archivbild: Anthony Dehez/BELGA)

Es sei nicht nur eine technische Frage, betonte er, sondern ein Gesellschaftsprojekt mit vielen Aspekten. Er nannte geopolitische Faktoren, aber auch gesundheitspolitische. Jährlich gebe es 13.000 Todesfälle durch die Luftverschmutzung.

Dupriez nannte mehrere Wege, das Ziel zu erreichen, durch unter anderem ein Gesetz, das es möglich mache, energetische Investitionen nicht mehr als Schulden zu bilanzieren.

belga/fs - Bild: Anthony Dehez/BELGA

5 Kommentare
  1. Wahl, Joachim

    Ich durfte an der Veranstaltung teilnehmen und meine Erwartungen wurden zu 100% bestätigt. Herr Dupriez begann mit den üblichen „grünen“ Floskeln und schwärmte von Erneuerbaren und entstehenden Jobs. Schon lustig, daß erwähnt wurde, es wäre nicht nur eine technische Frage. Was denn sonst? Wenn es technisch nicht geht, dann nützt auch nicht der gute Wille. Die Podiumsdiskussion mit ebenfalls völlig wissensfreien „Experten“ ergab auch keine neuen Erkenntnisse, außer daß man zu D’land „aufschaut“, ob deren Energiewendeerfolg. Frau Wussing von der Stawag Aachen, will 600 MW an „Windturbinen“ installieren, die die weiter Natur zumüllen, um wieder X-hundert Haushalte zu versorgen. Kein Wort dazu, wie das funktionieren soll. Die installierte Leistung sagt nichts darüber, wie die effektive Leistung aussieht. Auch interessant ihr Hinweis, Kernkraftwerke würden die Einspeisung von AE’s behindern. Alles in allem, ein weiterer Versuch der grünen Prediger, ihre Fantastereien an den Mann/Frau zu bringen. Es war schade um die Zeit.

  2. Guido Scholzen

    In dieser Schein-Diskussion (es handelte sich nur um ökologische Monologe ohne Realitätsbezug) wurde oft, auch durch Einblendung von Parolen im Hintergrund, wiederholt, dass die Bürger die ‚Macher‘ der Energiewende sind. Vonwegen! Die Macher sind grüne Ideologen und der Bürger ist das Opfer, das Versuchskaninchen. Herr Dupriez liess in seiner Anfangsansprache keine Zweifel, warum es überhaupt eine Energiewende geben muss – der Klimawandel, der nur vom Menschen verursacht wird und deshalb auch nur durch den Menschen gestoppt werden kann, um der Klimakatastrophe zu entgehen. Der Unterschied zwischen „Klimaschützern“ und Zeugen-Jehovahs besteht demnach darin, dass Ökologen wissen, wie man den Tag Armageddon verhindern kann. Wer’s glaubt, wird grün.
    Kritische Fragen gab’s nicht, die wurden aussortiert. Fragen konnte man auf Papier schreiben oder online per Twitter (!?). Können diese Ideologen nicht mehr spontan antworten, wenn jemand die Hand hochhält? Fazit: Kritik unerwünscht, undemokratisch wie die DDR.
    Reine Öko-Propaganda. Pure Zeitverschwendung. Öko-Fantasien und grüne Hirngespinste.

  3. dieter leonard

    Es gibt keine seriösen Wissenschaftler, die bestreiten, dass es neben einer zyklischen Klimaveränderung zur Zeit eine vom Menschen gemachte Klimaerwärmung gibt, die erster Linie durch die Verbrennung fossiler Energieträger und den dadurch erzeugten CO2 Ausstoß hervorgerufen wird.
    Es gibt auch kaum seriöse Wissenschaftler, die nicht zuletzt deswegen eine Energiewende fordern, weg von den fossilen Energieträgern hin zu regenerativen Energien.
    Auch die Kernenergie ist einerseits angesichts des Risikos und andererseits angesichts der weltweit ungelösten Endlagerungsprobleme unbestritten ein Auslaufmodell.
    Es gibt keine seriösen Wissenschaftler, die all dies bestreiten, mit Ausnahme … von Herrn Wahl und Herrn Scholzen.
    Die einen kämpfen halt für und die anderen gegen Windmühlen…

  4. Hendrik Baacke von Reiche

    Ich möchte da gar nicht groß drüber philosophieren. ECOLO nennt ernsthaft 2050 als „Endlösung“ für eine Energiewende !? Wo bitte ist da der „Kelch der Erkenntnis“ an euch vorbei gegangen….?
    Wir schreiben (noch) 2016. Ganze 34 Jahre wollt ihr rumwerkeln um die Umwelt zu retten!!!! Ecolo ist nicht Ecolo,,, Ecolo wird zu Destroycolo….. Die schlimmste Erwartung, was der menschliche Geist erdenken konnte!
    Ich hatte viele Hoffnungen…. jetzt ist die Wählbarkeit ernsthaft in Frage getellt.

  5. Guido Scholzen

    Herr Leonard,
    1. Es gibt genügend Wissenschaftler, die all dies bestreiten. Doch die Presse schreibt nichts darüber.
    2. Die Energiewende hat überall Skeptiker und Gegner. Doch die Presse schreibt wenig darüber.
    3. Es gibt in Europa mehr Initiativen gegen Windkraft als Befürwortervereine, die fast alle politisch bzw.parteilisch motiviert sind. Am Sonntag wurde suggeriert „Der Bürger ist Macher der Energiewende“. Nichts ist verlogener.
    4. Kennen Sie sich Finanzen aus? Erklären Sie mal die Pleite durch grüne Zertifikate und Fotovoltaik im Jahr 2013? Nichts draus gelernt? Warum berichtet die Presse nicht ausführlicher über die Sammelklagen, die seitdem laufen?
    5. Die CO2-Einsparungen existieren – ebenso wie die Erwärmung um zwei Grad – nur in der Fantasie, sprich in Computermodellen, nicht in der Realität.