4 Kommentare

  1. Ist ja alles schön und gut wenn der normale Bürger wieder herhalten muss. Wie wäre es denn ,Herr De Wever, wenn Sie in den eigenen Reihen auch mal streichen würden und die Gehälter um die Hälfte kürzen würden wie es jetzt in Ungarn der Fall ist. Damit würden Sie ein klares Singnal setzen, daß Belgien und besonders die Bevölkerung Ihnen am Herzen liegt.

  2. Wer in dem kleinen Text das neunmal verwendete Wort "Reform-en" gedanklich streicht und dafür das Wort "Kürzung-en" verwendet, kommt der Wahrheit näher. Wer die ganze Wahrheit wissen will, braucht nur zu schauen, was geplant ist.

    Die Militärausgaben Belgiens waren 2024 noch bei rund acht Milliarden Euro und sind für das Jahr 2025 bereits auf rund 14 Milliarden Euro gestiegen. Diese sollen bis 2035 aufgrund von NATO Vorgaben (= USA-Vorgaben) - also in neun Jahren - auf sage und schreibe auf 45 Milliarden Euro = 5% des BIP steigen. Es müssen somit bis dahin noch über 30 Milliarden € zusammen"reformiert" werden. Damit ist der Weg in das finanzielle Verderben bereits unumkehrbar geebnet.

    Merksatz für die nächsten neun Jahre: Nach den Reformkürzungen ist vor den nächsten Kürzungsreformen.

  3. Das sind weitere Schritte in Richtung Realität.

    Jetzt bezahlen wir alle den Preis für jahrzehntelange Misswirtschaft und Verantwortungslosigkeit.

    Ein Restrukturierung der Staatsschuld wie in Griechenland wäre ein weiterer positiver Schritt, dh längere Laufzeiten der Anleihen.Man könnte auch einen Teil der Staatsschulden umwandeln in "Perpetual Bonds".Das sind Staatsanleihen ohne festes Rückzahlungsdatum.Gibt es in Großbritannien.Ein Teil des ersten Weltkrieg wurde so finanziert. Erst vor einigen Jahren wurden die zurück bezahlt. Bis dahin wurden jährlich Zinsen bezahlt.Diese Anleihen wurden über mehrere Generationen vererbt.Wäre eine Möglichkeit für den belgischen Staat, sich finanziell Luft zu verschaffen.

    Griechenland hat nach wie vor eine hohe Staatsschuld. Hat die aber gut im Griff.

  4. Herr Marcel Scholzen Eimerscheid,

    Sie erheitern mich mit Ihren Beiträgen.

    Belgien hat sich am damaligen Euro-Rettungsfonds (EFSF) und heutigen ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) an der Pseudo-"Rettung" Griechenlands (besser wäre es von der Rettung der Gläubiger zu sprechen) mit über 10 Milliarden Euro beteiligt. Vielleicht könnten die Griechen ja das geliehene Geld über den ESM wieder an Belgien zurückzahlen, denn die haben ja ihre Staatsschulden "im Griff", wie Sie behaupten.

    Insgesamt wurden ab 2010 rund 300 Milliarden Euro als Kredit an Griechenland überwiesen, um alte Staatsschulden zurückzuzahlen, das Bankensystem zu stabilisieren, den Staatshaushalt zu finanzieren sowie die Zinszahlungen an die Gläubiger zu überweisen.

    Die Schulden Griechenlands befinden sich beim ESM in EU-Institutionen. Die sind nicht weg. Die "Lösung" bestand aus Verschieben der Rückzahlung bis 2060 an die EU und nicht an den Kapitalmarkt, der das nicht mehr für glaubwürdig erachtet hat.

    Ihre "Perpetual Bonds" haben den Nachteil, dass sie höhere Risikoaufschläge=Zinsen bezahlen müssen.