Kommentar: Energiekrise? Alles schon mal dagewesen!

Fieberhaft wird nach Möglichkeiten gesucht, die Energiekrise zu lösen oder zumindest ihre Auswirkungen abzumildern. Über einzelstaatliche Maßnahmenpakete hinaus ruhen die Hoffnungen auf gemeinsamen europäischen Positionen. Vielleicht lohnt auch ein Blick in die Vergangenheit.

BRF-Chefredakteur Stephan Pesch

BRF-Chefredakteur Stephan Pesch (Foto: Achim Nelles/BRF)

Jetzt ist er da, der Herbst, auf den wir uns seit Monaten einstellen konnten – auch die Politik.

Die Zeit dahin hat sie verkürzt mit Heizölschecks, Überbrückungsmaßnahmen, Tankrabatten … wohlwissend, dass diese Schnellschüsse auf lange Sicht verpuffen – wie das Gas, das Waldimir Putin lieber abfackelt als es nach Europa zu liefern. Bis die Sanktionen aufhören! Das ist zumindest mal glaubhafter als der Klimmzug mit der „fehlenden Turbine“ oder mit dem „Ölaustritt in einer Kompressorstation“.

Ostdeutsche Handwerker haben da auch nicht helfen können, sondern ihren Kanzler unmissverständlich aufgefordert, die Russland-Sanktionen zu stoppen. Nach ihrer Einschätzung sei auch „die breite Mehrheit nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern“. Und es sei auch gar nicht „unser Krieg“. Beim ersten könnten sie Recht haben, beim zweiten melde ich zumindest Zweifel an.

Klar ist: Wir brauchen kurzfristig eine Preisbremse, von mir aus eine Deckelung. Und Unterstützung für diejenigen, die sie nötig haben. Kein Gießkannenprinzip. Und mittelfristig müssen wir beim Energieverbrauch ganz einfach weniger abhängig werden.

Dieser Tage wird gerne an die Ölpreiskrise vor fast 50 Jahren erinnert: mit autofreien Sonntagen, mit Tempolimit (!) und mit Diskussionen darüber, ob und wie lange die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet sein darf (auf diese Diskussion freue ich mich ja schon in diesem Jahr).

Auslöser war auch damals ein Krieg, der Jom-Kippur-Krieg, als Ägypten und Syrien die von Israel 1967 besetzten Gebiete zurückerobern wollten. Mit Hilfe von amerikanischen Waffenlieferungen wurden die Aggressoren zurückgeschlagen. Arabische Staaten setzten daraufhin ihr Öl als Waffe ein, über Förderbeschränkungen.

Kommt einem bekannt vor? Wie wäre es hiermit: Als Lösung fiel den westlichen Gesellschaften ein, ihr Öl anderswoher zu beziehen, es durch andere Energieträger zu ersetzen oder besser noch Energie einzusparen – als Bürgerpflicht. Schon damals war in Werbespots von kürzerem Duschen die Rede. Kein Witz! Und die „alternative Energie“ war damals die Atomkraft.

Und was haben wir daraus gelernt? Manches ist hängen geblieben, anderes wurde schnell wieder vergessen. Wie weit die Bereitschaft geht, mehr für die Energie zu zahlen oder weniger von ihr zu verbrauchen, zeigt sich, wenn es eng wird. Und angesichts der Klimakrise ist es nicht getan mit fünf bis zehn schweren Wintern, auf die Premier De Croo einstimmte. Und auch nicht mit „You’ll never walk alone“, das Kanzler Scholz anstimmte.

Wo wir schon beim Fußball sind, da haben einige den Knall nicht gehört. Jüngstes, schlechtes Beispiel: die Reaktion der überbezahlten Fußballmillionäre von Paris Saint-Germain auf die Frage, warum sie statt eines Privatjets nicht mal den TGV für ihre Auswärtsfahrten benutzen. Statt zumindest Verständnis heucheln nur geballte Arroganz.

Bei den Franzosen hat das für einen regelrechten Aufschrei gesorgt. Vielleicht erinnerte es sie an die verschwenderische Marie Antoinette. Wie diese Geschichte ausging, ist bekannt.

Stephan Pesch

34 Kommentare
  1. Marcel scholzen eimerscheid

    In den 70er Jahren kam der Boycott von den Lieferanten. Diesmal von den Kunden. Kleiner Unterschied also. Zur Zeit erleben wir selbst zugefügtes Leid. Nicht unbedingt notwendig und intelligent. Die Sanktionen sind erdacht von westlichen Moralaposteln, um einen östlichen Scheinheiligen in die Schranken zu weisen.

  2. Gerald Pesch

    Auch bei diesem Kommentar des Herren Stephan Pesch (Namensgleichheit kann zu Verwechslungen führen…) spürt man den Unwillen die Dinge beim Namen zu nennen; die Energiewende ist gescheitert. Sein Vergleich hinkt insofern als man vor 50 Jahren über keine (angeblichen) Alternativen verfügte, heute hingegen abertausende Windräder und PV-Dächer für Fantastilliarden Euro installiert wurden und, oh Wunder, das Ergebnis dasselbe wie vor 50 Jahren ist. Ohne Öl und Gas geht es nicht. Es bleiben hilflose Sparappelle und Diskussionen über die Weihnachtsbeleuchtung, wie vor 50 Jahren, trotz 20 Jahre „Energiewende“. Aber diese heilige Kuh der Klimakirche zu schlachten, das kommt keinem Systemjournalisten über die Tastatur….

  3. Guido Scholzen

    BRF-Kommentar vom 14.1.2022:
    „Bei Strom und Gas muss jetzt gehandelt werden… Die Preise für Strom und Gas sind hoch – und das nicht erst seit gestern… Senkung der Mehrwertsteuer, Energiescheck oder was auch immer. Die Bürger in Not brauchen jetzt eine Hilfe.“

    Aber das war ja alles vor dem Ukraine-Krieg… merkwürdig?!🤔🤔🤔
    Der hier agierende BRF-Chefredakteur hat wahrscheinlich nur vergessen, dass die Energiewende-Politik die Preise zuerst in die Höhe trieben, z.B. den Spritpreis in Richtung 2-Euro-Grenze. Nun ja, Irren ist menschlich, da wollen wir noch mal ein Auge zudrücken.😉

  4. Alexander Hezel

    …und die Teletubbies (Humor, Herr Scholzen Eimerscheid, oder?) legen wieder ihre gewohnten Schallplatten auf.

    – Scholzen Eimerscheid, der jeder zum Moralapostel abstempelt und gleichzeitig tagtäglich alle belehrt darüber, wie dumm sie doch eigentlich sind.

    – Pesch, der wieder noch vergebens versucht, die Klimakatastrophe zu leugnen und dabei nach wie vor über Sekundarschulwissen (Treibhauseffekt, den es „nicht geben kann) stolpert.

    -Scholzen, für den auch wiedermal niemand etwas kapiert hat außer er, und die ‚agierenden‘ Journalisten sowieso nicht.

    Nichts Neues also. Dann ziehe ich mich dummer Unwissdender mal zurück und lasse die Dauerpropagandisten weiter ihre Leier spielen.

  5. Norbert Schlleck

    Drei Fragen an die Gegenpoler:

    „…heute hingegen abertausende Windräder und PV-Dächer für Fantastilliarden Euro installiert wurden…“
    Zu diesen „Installateuren“ gehört auch der Arbeitgeber des Herrn G.Pesch.
    Sind dessen Investionen, an anderer Stelle angesprochen, auch unter den „Fantastilliarden“ zu verbuchen?

    – Angeblich hätte Deutschland 29 Miliarden ausgeben müssen, wenn statt EE Gas in Russland gekauft worden wäre. Auch „Fantastilliarden“?

    – In einem jüngsten Kommentar versteigt Herr G.Pesch sich zu den herablassenden Aussagen:
    „Diese Sachverhalte in diesem arg begrenzten Forum diskutieren zu wollen macht keinen Sinn. Nur so viel, keiner von Ihnen beherrscht die physikalisch-technischen Grundlagen der Stromwirtschaft, schmeißt aber munter mit Begriffen (Grundlast, Residuallast…) um sich die er gar nicht versteht.“
    Weiter:
    „Wer z.B. 1 + 1 rechnen kann, kann damit Erbsen zählen, aber die Vektoraddition der Lastflüsse in einem Stromnetz, dafür reicht es dann doch nicht, gel Herr Schleck….“
    Gut, das wenigstens die Gegenpoler das Vektorrechnen beherrschen, wenn schon nicht das Prozentrechnen, gell, Herr G.Pesch?

  6. Christian Voigt

    Als die ersten Autos auf der Straße kamen, waren auch schon Menschen dagegen. Die haben den Fortschritt nicht aufhalten können.
    Es gibt eben Leute die Angst vor der Zukunft
    haben. Das muss man auch respektieren. Aufhalten werden sie den Fortschritt aber auch nicht.
    Bevor es das Rad gab, gab es kein Rad.
    Bevor es das Auto gab, gab es kein Auto.
    Es gab immer ein Vorher und ein Nachher. Man muss nur wagen den Schritt zu machen, und sich nicht an frühere Zeiten fest klammern.

  7. Gerald Pesch

    Herr Schleck, nett von Ihnen dass Sie meine Aussagen hier wiederholen, dann muss ich das nicht machen. Nochmal zum Mitschreiben, das BRF Forum ist von der Machart und seinen Möglichkeiten her ein reines Meinungsforum und kein Diskussionsforum. Von daher werde ich mich hier auch nicht auf Diskussionen einlassen. Die „Energiewende“ ist gescheitert, grandios, das kann jeder auf seiner Energierechnung nachlesen. Ursachen und Auswege, wie gesagt, kein Thema für das BRF Forum….

  8. Lutz-René Jusczyk

    Die Energiewende ist nicht gescheitert; es zeigen sich lediglich gewisse Fehler aus der Vergangenheit, die sich nun rächen.
    Das Hauptproblem liegt darin, dass es noch keine brauchbaren Speichermöglichkeiten für durch Windräder und Solaranlagen erzeugten Strom gibt.
    Dieser Aspekt wurde komplett vernachlässigt, weil man einseitig auf die Nutzung billigen Erdgases in jenen Phasen gesetzt hat, in denen weder ausreichend Wind weht noch die Sonne angemessen scheint, also genau dann, wenn am meisten Strom benötigt wird.
    Fehlt ein Baustein, gerät das gesamte Gebäude vorläufig ins Wanken.
    Aus diesem Grund sollten alle Anstrengungen auf Fortschritte in der Produktion sog. grünen Wasserstoffs gerichtet werden.

  9. Norbert Schleck

    „Herr Schleck, nett von Ihnen dass Sie meine Aussagen hier wiederholen, dann muss ich das nicht machen. Nochmal zum Mitschreiben, das BRF Forum ist von der Machart und seinen Möglichkeiten her ein reines Meinungsforum und kein Diskussionsforum“

    Ach so, dann sind alle Ihre Aussagen also bloß subjektive „Meinungen“ .
    Subjektiv und somit als wissenschaftliche Aussagen wertlos.
    Besser hätten Sie es nicht formulieren können.
    Warum tun Sie denn immer so, als ob Sie allein den Stein der Weisen gefunden hätten und alle anderen nur Ignoranten seien?
    In Wahrheit geht es Ihnen um bloße Propaganda, deren Wahrheitsgehalt hier nicht hinterfragt werden darf. Damit kann man schön den gestellten peinlichen Fragen ausweichen.

    Auf Ihrem Webportal feiert diese Einseitigkeit übrigens Triumphe.
    Obwohl 97% der untersuchten wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit den Ursachen des Klimawandels beschäftigen, zu dem Schluss kommen,,.
    Aber das hatten wir doch schon.
    Und das ist nicht meine „Meinung“, sondern strikte Mathematik oder „Erbsenzählerei“.

  10. Gerald Pesch

    @Herr Jusczyk : Was die Speichermöglichkeiten von elektrischer Energie angeht kann ich Sie auf unsere Internetseite „Gegenpol Ostbelgien“ verweisen. Dort finden Sie eine ausführliche Erläuterung warum es, naturgesetzlich bedingt, unmöglich ist diese Energieform im EVU Maßstab zu speichern. Der Versuch hier die Naturgesetze „auszutricksen“ wird eben so in die Katastrophe führen wie seiner Zeit der Wahnsinn eines Trofim Denissowitsch Lyssenko. Wer das war und was er angerichtet hat finden Sie leicht im Internet. Er ist der Namensgeber des „Lyssenkoismus“, etwas was sich heute in erschreckender Weise in der Energiepolitik wiederholt….

  11. Guido Scholzen

    Warum entschuldigt ihr Grünen euch nicht bei der Bevölkerung wegen der schiefgelaufenden Energiewende (grüne-Zertifikate-Bankrott, große Versorgungsengpässe, hohe Strom+Sprit-Preise…)?
    Warum hackt ihr stets auf allen anderen herum, die mit mahnenden Worten warnen?
    Grünlinge und Gutmenschen sind eben wie Islamisten und Faschisten auch nur Ideologen: ein weltfremder Haufen beratungsresistenter Mitläufer, ohne Wissen und Gewissen. Ihr seid so ideologisch verblendet, dass ihr euch selbst für ideologiefrei und damit realistisch haltet.
    1945 wurde der braune Sozialismus beseitigt; 1989 der rote Sozialismus; es ist an der Zeit den grünen Sozialismus auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen. Nur so wird ein funktionierendes Einiges Europa aufgebaut. Die grüne Ideologie in West-Europa ist für Europa eine ebenso große Gefahr wie Putin in Ost-Europa. Jeder Europäer sollte sich dessen bewusst sein.

  12. Jürgen Margraff

    Wenn ich mich recht erinnere, war die Zeitumstellung die Konsequenz der Erdölkrise (Energiekrise) in den 70ern, daran werden die also selbst wenn das Europaparlament die gecancelt hat, erstmal NICHTS ändern – wobei erstmals quasi mit nie zu vergleichen wäre

  13. Peter Schallenberg

    Mutige Worte, Herr Guido Scholzen!
    Was die so genannten „GrünInnen“ angeht, so haben Sie sich noch ziemlich zurück gehalten.

    Wenn man Sie dafür auch vermutlich in diesem „wissenschaftlichen Verstandes- Forum“ ans Kreuz schlagen wird denken Sie daran, das es viele Menschen gibt, die ähnlich wie Sie denken. Nur fehlt den meisten der Mut, die eigene Meinung zu sagen. Auch ein Effekt der Öko- Diktatur.

  14. Alexander Hezel

    Da muss irgendwo ein Tippfehler unterlaufen sein, korrekterweise müsste es heißen:

    Nullpoler „sind eben wie Islamisten und Faschisten auch nur Ideologen: ein weltfremder Haufen beratungsresistenter Mitläufer, ohne Wissen und Gewissen“.

    Keine Sorge, die Energiewende und der Befreiungsschlag von fossilen Energieträgern und somit von den diktatorischen Regimen, von denen wir sie in großen Mengen beziehen bzw. bezogen haben, werden weiter voranschreiten.

  15. Dieter Leonard

    Die ostbelgischen Gegenpoler, die auf ihrer Internet-Desinformationsseite das EIKE als Referenzquelle für ihre reaktionären Positionen anbieten, dürfen sich nicht wundern, wenn sie – wie die Aktivisten des ominösen EIKE – als zukunftsfeindliche Propagandisten, die sie sind, charakterisiert werden.
    Wenn Ihnen keine Argumente mehr einfallen, bezichtigen sie Leute, die von der Notwendigkeit einer Energiewende überzeugt sind, der Unwissenheit oder bezeichnen alles als „Quatsch“. Dies betrifft nicht nur die Energiewende als Projekt, dessen Umsetzung noch mindestens 15 Jahre in Anspruch nehmen wird (und das sie jetzt schon als gescheitert darstellen). Nein, es betrifft auch den anthropogenen Klimawandel und die Rolle von CO2 bei der Erwärmung der Erde.
    Mit einem Handschlag und einer riesigen Portion Arroganz wischen sie wissenschaftliche Erkenntnisse vom Tisch, ohne auch nur den Ansatz einer Befähigung und ohne jeglichen Sachverstand.
    Das EIKE und die ostbelgischen Gegenpoler sind das Beispiel dafür, dass Unwissenheit und Arroganz oft Hand in Hand daher kommen.

  16. Carl Schumacher

    Nun, ob die Energiewende (schon) mit Pauken und Trompeten gescheitert ist oder nur (noch) nicht den gewünschten Erfolg erzielt hat ist wohl weniger von Bedeutung.

    Bedeutsam ist, dass wir uns durch einen „green Deal“, ein Verbot und eine Versteuerung von noch für Jahrhunderte vorhandenen Energien wie Öl oder auch die Nuklearenergie in einer sehr schwierigen Lage befinden. Wie kann man Ölheizungen oder Verbrennermotoren verbieten ohne auch nur eine realistische Alternative in Händen zu haben?

    Nicht zu vergessen, dass dies alles geschieht um eine sogenannte Klimarettung zu betreiben, über deren Notwendigkeit nur ein Konsens, aber keinerlei wissenschaftlicher Beweis besteht und wo wir nur einen klitzekleinen Teil zu beitragen können. Ob wir in Europa mit einer CO2-Einsparung etwas bewirken können ist wohl mehr als strittig, unstrittig ist aber das Energiearmut und unbezahlbare Energie uns alle in Armut, Kälte und Hunger treibt.

  17. Ralf Schophoven

    @Herr Carl Schumacher

    Sie sind einer der wenigen in diesem Forum, der die aktuelle Lage verstanden hat. Alles andere lenkt uns von diesen Problemen ab.

  18. Guido Scholzen

    @Hezel&Leonard,
    1. GRÜN BEDEUTET ARMUT.
    Habt Ihr nun noch Argumente?
    2. Bei der Aufzählung von Ideologen habe ich Rechtsradikale vergessen, die auch keine demokratische und pluralistische Gesinnung haben.

  19. Marcel scholzen eimerscheid

    Herr Schumacher.

    Ich bin einverstanden mit Ihnen.

    Wenn man etwas abschafft, muss man gleichwertigen Ersatz haben. Hat man den ? Europa produziert 10 Prozent des CO2. An dieser Tatsache ändert sich nichts, egal wie oft man die Schule schwänzt freitags, egal was die Gesetzgeber machen. Das Problem wird außerhalb der EU gelöst werden müssen. Europa ist nicht mehr der Nabel der Welt wie im 19. Jahrhundert. Indien und China sind die Mächte des 21. Jahrhunderts. Der CO2 Ausstoß zeigt, wie mächtig ein Land ist.

  20. Gerald Pesch

    @ A. Hezel: Wie war der Spruch auch noch „Die Energiewende in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf“. Ihr schafft das schon…. 😁

  21. Norber Schleck

    In einem Beitrag auf dem erwähnten Internetportal befasst G.Pesch mit sich dem Konsens „aller“ Wissenschaftler zum AGW (Anthropic Global Warmng)
    Die Metastudie „Cook“ hat 11944 Kurzfassungen von Studien über den Klimawandel untersucht.

    7976 (66.4%) enthalten keinen Bezug zu dessen Ursachen und sind also für die Bewertung ohne Interesse.
    4014 Studien (33,6% von 11944) haben einem solchen expliziten Bezug.
    Von diesen 4014 (100%) bejahen 3896 (79,1%) den AGW, 78 (1,9%) verneinen ihn und 40 (1%) behaupten, die Ursachen seien unsicher.

    Wie bei den Wahlen: Abgegebene gültige Stimmen = 100% für die Sitzverteilung.

    Das missfällt Herrn Pesch, denn er empört sich:: „Wenn die Medien also weiter mit diesem „97% Konsens“ argumentieren, haben sie keine Ahnung oder verbreiten bewusste Falschinformationen!“
    Wer hat hier wohl keine Ahnung? Wo sind da Zahlentricksereien?

    Übrigens, auch der Herr M.Scholzen zählt zu den 97%. 😉

    Und wie ist das mit dem weiter oben gestellten Fragen?
    UAwg, Herr G.Pesch!
    Aber da nicht Fakten, sondern Meinungen zählen…

  22. Lutz-René Jusczyk

    Herr Scholzen-Eimerscheid, es ist zwar richtig, dass die gesamte EU für nur 10 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, aber auf Länder wie Indien oder China zu zeigen, ist allein schon deshalb nicht redlich, weil der CO2-Fußabdruck eines Inders oder Chinesen um ein Vielfaches kleiner ist als der eines Europäers.
    Die ganze Diskussion, ob es einen menschengemachten Klimawandel gibt, finde ich inzwischen beinahe müßig, weil man doch nur mit offenen Augen durchs Leben zu gehen braucht, um zu erkennen, dass es kontinuierlich wärmer wird. Dazu braucht es keiner wissenschaftlichen Studien mehr, denn es ist schlichtweg für jeden erkennbar.
    Haben wir nicht auch eine Verantwortung für künftige Generationen, die auf diesem Planeten leben wollen, oder sind wir aus Bequemlichkeit nicht bereit, bspw. auf den PKW zu verzichten und stattdessen das Fahrrad, den Bus oder den Zug zu nutzen und so einen aktiven Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten?
    Wir sollten uns diese Fragen ernsthaft stellen.

  23. Marcel scholzen eimerscheid

    Herr Schleck.

    Aufgrund der 10 Prozent ist die Klimadiskussion in Europa eine Phantomdiskussion. Es ist eine irrelevante Frage. Es gibt wichtigeres. Genau so gut könnte man diskutieren über etwaige Grundstückspreise auf dem Mond. Energiepreise sind ein größeres Problem in Europa als der CO2 Ausstoß.

    Für Luxus-Kinder wie Greta oder Lisa ist „Klimaschutz“ ein nettes Hobby. Ist eine Abwechslung vom langweiligen Alltag als verwöhntes Mädchen.

  24. Alexander Hezel

    Naja, Herr Pesch vom Nullpol, wenn man so ihre Pamphlete liest, versteht man ziemlich schnell, dass sie ein echter Komiker sind.
    Diesmal hätten sie sich aber ein bisschen mehr Mühe geben können und einen besseren Spruch klopfen können, wenn’s denn schon nicht mit dem Sekundarschulwissen (Treibhauseffekt) hinhaut.

    Bald fängt auch übrigens wieder die Karnevalssaison an – es werden noch Büttenredner gesucht: Nur Mut, so unterhaltsame Zeitgenossen wie die aus ihrem Klübchen füllen bestimmt ganze Säle. Schenkelklopfer garantiert!

  25. Joachim Wahl

    Die Herren Schleck und Hezel versuchen zu retten, was zu retten ist. Nein, auch wenn Schleck die Cook’sche Studie zitiert und dabei nach Hütchenspielermanier 66% unterschlägt. Auch wenn Hezel zum gefühlten 200sten Mal als fleischgewordene Gebetsmühle Sekundarbücher nennt, die wissenschaftlichen Nonsens verbreiten, es hilft nichts. Auch wenn sich beide Herren nichts weniger herbeisehnen, die Klimakatastrophe kommt nicht und die Energiekrise ist hausgemacht. Daran ändert auch dieser brf-Kommentar, welcher Ursache und Wirkung durcheinanderbringt, rein garnichts.

  26. Emil Braun

    1. Die hohen Preise für Strom liegen nicht an EEnergien. Die Preise bedingen sich durch einen Rückgang der Gas-Importe, Die Begrenzung der Fördermengen durch die OPEC, das Merit-Order Prizip resp. eine Liberalisierung die von einer zentral gesteuerten Stromproduktion und Preisfestsetzung zu einer überregulierten ‚Marktlösung‘ führte, die weder die Vorteile eines Marktes, noch einer zen. Steuerung bringt.
    All diese Probleme sind gänzlich dem herkömmlichen Markt für Erdölprodukte inhärent und wirken mittelbar direkt auf den Strommarkt, verstärkt durch dessen falsches Marktdesign.
    Wäre der Anteil ErneuerbareEnergien geringer denn Heute, gäbe es eine deutlich größere Importabhängigkeit. Ergo lägen auch die zu zahlenden Preise bedingt durch den erhöhten Bedarf noch deutlich höher denn heute.

    @BRF Ich denke die Grenze ihrer Richtlinien sowie der allg. Gesetze ist bei einer Gleichsetzung von Grünen mit Faschisten, mithin der Nationalsozialistischen Diktatur sowie mit Islamisten, wie bei obig zu lesendem Kommentar nr. 11 deutlich überschritten. Bitte löschen Sie solche Kommentare!

  27. Alexander Hezel

    @ Wahl – Sie werden mich auch noch „zum gefühlten *1000sten* Mal“ fragen hören, warum denn unsere Kinder – dixit – „wissenschaftlichen Nonsens“ in der Sekundarschule lernen, wie von den Klimateletubbies vom Nullpol propagiert, solange niemand von den erlauchten Herren eine Antwort liefern kann und will…

    Die Physik neu erfinden wollen, aber auf eine simple Frage keine Antwort geben?

  28. Norbert Schleck

    „Nein, auch wenn Schleck die Cook’sche Studie zitiert und dabei nach Hütchenspielermanier 66% unterschlägt.“

    Die „Cook’sche Studie hat doch wohl Ihr Kollege G.Pesch zuerst zitiert?

    „Schleck“ „unterschlägt“ gar nichts, sondern zitiert nur die Angaben der Metastudie, wie man sie unschwer in Netz finden kann.

    Wie wollen Sie denn die Studien einordnen, für die die URSACHE des Klimawandels kein Thema ist, sondern, die sich etwa mit der bloßen BESCHREIBUNG oder den FOLGEN davon befassen?

    Sie würden sie sicher gerne den „AGW-Gegnern“ zuordnen? Verständlich aus Ihrer Perspektive, aber wäre es dann nicht korrekter, sie proportional auftzuteilen?

    7796 Studien, die keinen Bezug zum AGW erkennen lassen.
    Für AGW: 97,1% (Korrektur eines Tippfehlers, den Herr Wahl nicht mal bemerkt und ausgeschlachtet hat!) =7745
    Gegen AGW: 1,9% =151
    Unsicher: 1% =80

    Merken Sie was? Wenn man das auch bei den Wahlresultaten tun würde, bliebe die Sitzverteilung proportional unverändert.

    Nur um dieses „Hütchenspiel“ des Herrn G.Pesch geht es hier.

  29. Guido Scholzen

    Klimastudien… Energiestudien… und noch mehr Öko-Studien…
    keine einzige hat das Leben besser und sinnvoller gemacht.
    Politisch korrekte Studien werden mittlerweile so gehandelt wie Reliquien im Mittelalter.
    Denn der Ablasshandel blüht. €€€ $$$

  30. Gerald Pesch

    @ Herr Schleck: überlegen Sie doch einmal, was wäre wenn nur 2 der 12,000 Arbeiten sich mit dem anthropogenen Klimawandel beschäftigt hätten, und diesen bejahten, dann wären es, nach Ihrer Logik, sogar 100% aller Wissenschaftler. In Wirklichkeit aber nur 2… 😁. Man kann sich keine Mehrheiten konstruieren in dem die Datengrundlage auf das reduziert was einem in den Kram passt. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, ein Parlament welches sich aus nur 34% der Wahlberechtigten rekrutiert kann doch nicht behaupten die Mehrheit des Volkes abzubilden. Im Übrigen, meine Kritik an der Studie umfasst ja auch die Methodik, d.h. Wer hat die Auswahl getroffen, und wie wurde sie getroffen. Die 24 „Analysten“ haben ja nicht die kompletten Studien gelesen sondern nur deren Zusammenfassungen (Abstracts). Diese Studie bleibt, wie Kollege J. Wahl schon sagte, ein Hütchenspielertrick. Ich kann nur jedem interessierten Leser raten unseren Beitrag auf „Gegenpol Ostbelgien“ selbst zu lesen.

  31. Marcel scholzen eimerscheid

    Guten Morgen Herr jusczyk

    Natürlich produziert ein Chinese oder Inder weniger CO2.Nur ändert diese Sichtweise nichts an den Tatsachen. Selbst wenn jeder Deutsche oder Europäer kein CO2 mehr produzieren würde, würde das global nicht viel bringen.

    Ich halte nichts von dieser Prokopfberechnung. Sie ist geeignet, den Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen ( zum Beispiel um Spendengelder zu sammeln) oder irgendwelche politischen Beschlüsse zu begründen.Oder auch um Inder und Chinesen aus ihrer Verantwortung zu entlassen.Gerade diese zwei Länder tragen Verantwortung.

    In Europa sollte man aufhören, sich schuldig zu fühlen für alles Elend der Welt, weil man angeblich in Luxus und Wohlstand lebt.Diese Denkweise ist ein Relikt aus früheren Zeiten als Europa noch der Nabel der Welt war.

  32. Norbert Schleck

    Herr G.Pesch redet wieder am Thema vorbei.

    „Wir analysieren die Entwicklung des wissenschaftlichen Konsenses über die anthropogene globale Erwärmung (AGW) in der peer-reviewten wissenschaftlichen Literatur und untersuchen 11 944 Klimaabstracts von 1991-2011, die den Themen „globaler Klimawandel“ oder „globale Erwärmung“ entsprechen.“
    So die Verfasser dieser Metastudie.

    Herr G.Pesch:
    „Von den 11944 Abstracts zeigen 66% keinen Bezug zur AGW Theorie. Nur in 34% der Fälle besteht in den begutachteten Studien ein Bezug zu dieser Theorie.
    Frage? Wo sind da die besagten 97% Konsens?“
    Weiter:
    „Man berücksichtigt nur die 34% Tranche, zaubert daraus eine neue 100% Menge
    schwupp sind „97% aller Wissenschaftler der Meinung dass der Mensch
    das Klima durch CO2 Freisetzung erwärmt“

    „Schwupp“? „zaubert“? „Hütchenspiel“? „Zahlentricksereien“? Nein, sondern ganz normales Prozentrechnen.
    G.Pesch betreibt einfach nur Täuschung des Publikums, die er unbeirrt aufrechterhält. Wider besseres Wissen! Unseriös!

    „…nur 2 der 12,000 Arbeiten…“
    Absurd lächerliche Hypothese. Es sind aber nicht 2, sondern 4014.

    Andere Metastudien kommen übrigens zu demselben Ergebnis!
    S. unter Helmholtz Klimafakten
    Einfach googeln!

  33. Voigt Christian

    Herr Pesch,
    Wenn man eine Studie über Autos machen würde, 66% davon würden sich mit dem Sprit befasse, und 36% wer oder was zu Unfällen führen kann, würden sie da auch alle Studien in Betracht nehmen um zu wissen wie oft ein Fahrfehler zum Unfall führt?

  34. Norbert Schleck

    Ja, Herr Voigt, ob Ihr sehr anschauliches Beispiel wohl verstanden wurde?
    Mal sehen, wann G.Pesch seinen Beitrag zurückzieht.

    Noch ein Satz von Herrn G.Pesch zur Methodik der Metastudie:
    „Da kommen schon die ersten Zweifel auf, 24 Freiwillige analysieren und
    klassifizieren wissenschaftliche Arbeiten, ohne dass deren Kompetenz
    tatsächlich belegt ist?“

    Nun könnte man sich fragen, was denn die Kompetenz des Quartetts vom Gegenpol in Sachen Klimatologie ist.
    Berechtigte Gegenfrage, da sie selbst so arrogant die Kompetenz von 97% der betreffenden Wissenschaftler, die sich mit der Frage nach den Ursachen des jetzigen Klimawandels (AGW) befasst haben, in die Tonne treten..

    Ein zwar mit einem Doktortitel ausgestatteter Diplomingenieur in Maschinenbau, nach eigener Aussage aber kein Klimaexperte, ein Spezialist für Industrieprozesse, ein Hobby-Klimatologe, von dem vierten weiß man nichts.

    Schlussfolgerung, leicht abgewandelt:
    „Wenn die Gegenpoler also weiter mit ihrer Interpretation des ‚97% Konsens‘ argumentieren, haben sie keine Ahnung oder verbreiten bewusste Falschinformationen! So oder so, ein Skandal.“

    Ahnung müssten sie jetzt haben, also bleibt…