ESC: Spannung für Jérémie Makiese vor dem zweiten Halbfinale

Am Donnerstag geht der Eurovision Song Contest für Belgien in die nächste Etappe. In der zweiten Halbfinalshow wird unter anderem darüber entschieden, ob Belgien mit Jérémie Makiese am Samstag im Finale auftreten darf oder vielleicht dann doch die Heimreise antreten muss. Nach der Generalprobe hilft nur noch Daumen drücken. 

Jeremie Makiese (C)

Jeremie Makiese (C) und seine Tänzer bei der Eröffnungszeremonie des Eurovision Song Contest 2022 in Turin (Bild: Marco Bertorello / AFP)

Jérémie Makiese wurde am 15. Juni 2000 in Antwerpen geboren. Seine Eltern haben sein Talent frühzeitig erkannt und machen auch selbst Musik. Seine Mutter spielt das traditionelle chinesische Instrument Tamtam und sein Vater singt im Chor.

Jérémies erste Gehversuche in Sachen Musik waren im Kirchenchor. „Ja, die Kirchenmusik und vor allem Gospel, das war mein erster Musikstil, aus dem heraus sich alles entwickelt hat wie RnB, Klassik, Rock. Ich liebe Rockmusik. Ich bin total offen. Ich mag viele Musikrichtungen.“

Seine Familie stammt aus dem Kongo, Jérémie selbst war aber bisher noch nie dort. Schon als Kind bekam er Gesangsunterricht. In der Schule gewann er einen Gesangswettbewerb und im April letzten Jahres kam dann „The Voice Belgique“.

„The Voice Belgium zu gewinnen, war genial. Es war eine tolle Erfahrung. Das Gefühl, als ich hörte, dass ich der Gewinner bin, das war wie eine Explosion in meinem Körper. Und dieses Gefühl möchte ich am liebsten nochmal erleben und warum nicht diese Woche in Turin?“

Neben der Musik ist seine Leidenschaft der Fußball. Zu Beginn spielte er in der Jugendmannschaft von BX Brüssel und jetzt in Virton. „Ja, ich bin Torwart und ich liebe Fußball über alles, genau wie die Musik. Und ich werde niemals mit Fußball aufhören.“

Jérémie war der erste von allen diesjährigen ESC-Teilnehmern, der feststand. Zu dem Zeitpunkt wusste man noch nicht einmal, in welcher Stadt in Italien das Festival ausgetragen wird. Turin war für Jérémie dann eine Überraschung. „Ich dachte eher an Rom. Die haben eine große Halle dort. Ich dachte es wird Rom oder Mailand, aber nicht Turin, nein.“

Was gefällt ihm jetzt in Turin am besten? „Die Mädels! Nein, Scherz beiseite, die Bühne ist es. Das ist das Größte, was ich je in meinem ganzen Leben gesehen habe. Wenn ich mir die ganzen Menschen auf der Bühne vorstelle, eine echt krasse Erfahrung.“

Seinen Beitrag hat er zusammen mit Manon, Mike und Silvio geschrieben. „Ich hab ‚Miss you‘ zusammen mit meinem Autorenteam bestehend aus tollen Jungs und Mädels geschrieben.“

Seine Schwester und seine drei Brüder sind seit Samstag auch in Turin. Wenn er zurück in Uccle ist, dann wird sicherlich sein Geologiestudium weiter zugunsten der Musik und des Fußballs ruhen.

Alain Forotti