Meakusma-Künstler beim Wunderkammer-Festival in Strombeek

Ein Crossover von Jazz, Impro und verschiedene Formen elektronischer Musik: Das ist die ungefähre Einordnung des neuen Festivals "Wunderkammer" in Strombeek bei Brüssel. Die ostbelgische Kulturvereinigung Meakusma ist zur Festivalpremiere auch dabei.

Pierre Bastien (Bild: Roger Arens)

Pierre Bastien (Bild: Roger Arens)

„Das Wunderkammer-Festival ist ein neues Festival, das sich im Bereich Jazz, Improvisationsmusik und experimenteller elektronischer Musik bewegt“, erklärt David Langela von Meakusma. Die Organisatoren haben Meakusma nach dem Ausfall des Meakusma-Weekends kontaktiert, da sie regelmäßige Besucher des Meakusma-Festivals bzw. -Weekends sind. Für das Festival im Kulturzentrum in Strombeek wollten sie Meakusma die Möglichkeit geben, selbst auch drei Künstler zu buchen. „Für uns eine sehr willkommene Einladung.“

Am Donnerstag performt beispielsweise das Pierre Bastien Trio: „Pierre Bastien war schon öfter bei Meakusma-Veranstaltungen dabei. Er ist ein Trompetenspieler und Instrumentenbauer und im Trio arbeitet er mit zwei Pianisten, die auf einem präparierten Klavier spielen“, erklärt David Langela.

Am Freitag eröffnet Wilted Woman den Festivaltag: „Eine junge amerikanische Künstlerin, die in Berlin lebt und auch beim Meakusma Weekend gespielt hat“, so David Langela. Im Anschluss spielt die italienische Komponistin Laura Agnusdei, die gerne mit „Field Recordings“, also Feldaufnahmen arbeitet. „Sie kommt aus dem elektro-akustischem Bereich. Sie spielt auch Saxophon und arbeitet auch mit Improvisation.“

Laura Agnusdei (Bild: L. Agnusdei)

Laura Agnusdei (Bild: L. Agnusdei)

Brücke für Künstler und musikalische Überraschungen

Meakusma fungiere teilweise als Brücke für Künstler, da die Vereinigung Kontakte in mehrere Länder hat: „Dass man zum Beispiel deutsche Künstler nach Belgien vermittelt oder belgische Künstler nach Deutschland.“

Generell könnte das Wunderkammer-Festival etwas für Meakusma-Freunde sein, da beide Veranstalter aus dem selben musikalischen Bereich kommen. So spielt am Donnerstag auch Aksak Maboul, eine Band, die auch beim Meakusma-Weekend hätte spielen sollen.

Für David Langela ist das Festival im wahrsten Sinne des Wortes eine Wunderkammer und bietet musikalische Überraschungen: „Das Festival wurde liebevoll und spezifisch kuratiert. Bei dieser Art von Festival entdeckt man immer wieder Sachen, die man noch nie gehört hat. Solche Festivals bieten den Künstlern auch die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und neue Wege zu bestreiten.“

LYL-Radio

Ein weiteres neues Meakusma-Projekt ist eine Kooperation mit dem LYL-Radio: Einem Internetradio aus Lyon. „Seit 2020 hat das Webradio auch ein Studio in Brüssel. Dort hat Meakusma nun eine zweimonatliche Show, vorbereitet von Meakusma-DJs. Dort werden wir in Zukunft auch Leute einladen“, erklärt David Langela.

Die Show sei für Meakusma eine weitere Möglichkeit, Künstlern eine Plattform zu bieten und ihnen Gehör zu verschaffen.

Mehr zu den Projekten von Meakusma findet man auch auf der Meakusma-Webseite.

ar/rasch