Franzose Jonathan Fournel gewinnt Königin-Elisabeth-Wettbewerb

Der Franzose Jonathan Fournel hat den diesjährigen Königin-Elisabeth-Wettbewerb für Klavier gewonnen. Nach einem fast einmonatigen Wettstreit-Marathon mit Vorrunde, Halbfinale und Finale setzte der 27-Jährige sich gegen 57 Konkurrenten aus aller Welt durch und eroberte den ersten Preis bei einem der wichtigsten und härtesten internationalen Solistenwettbewerbe.

Jonathan Fournel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Jonathan Fournel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

In Brüssel ist am Samstag die 20. Ausgabe des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs für Klavier zu Ende gegangen. Am späten Abend gab Jury-Präsident Gilles Ledure die Namen der Gewinner bekannt. Der erste Preis ging an den Franzosen Jonathan Fournel.

Im Finale überzeugte er die Jury mit seiner Darbietung des zweiten Konzerts von Johannes Brahms für Klavier und Orchester. Nie zuvor hat ein Pianist mit diesem Werk den Wettbewerb gewonnen.

Mit Fournel gewinnt zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder ein Franzose den Wettbewerb. Kurz nach der Preisvergabe war der Gewinner sprachlos – aber auch beeindruckt, erleichtert, dass der Druck jetzt vorbei ist und glücklich. Jonathan Fournel ist seit 2016 Residenzkünstler an der Königin-Elisabeth-Musikkapelle. Das Preisgeld für den Sieger beträgt 25.000 Euro.

Die Wettbewerbsplätze zwei und drei gingen an den Russen Sergei Redkin und an den Japaner Tomoki Sakata.

Der diesjährige Königin-Elisabeth-Wettbewerbs war coronabedingt eine außergewöhnliche Ausgabe. Die Zahl der Finalisten war auf sechs begrenzt, alle Konzerte fanden ohne Publikum statt.

belga/vrt/sh